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Modernisierungsschub für die Stromnetze kommt zum richtigen Zeitpunkt
Berlin, 7. Juni 2013. Auf dem Weg zu einer immer stärkeren Versorgung mit Erneuerbaren Energien wird sich Deutschlands Kraftwerkspark weiter verändern. Mit zukunftsträchtigen Investitionen in Erneuerbare Energien ist der Grundstein für die Energiewende gelegt. Für das Stromnetz stehen grundlegende Veränderungen hingegen noch bevor. „Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien kann die lange überfällige Modernisierung des deutschen Stromnetzes künftig in die richtigen Bahnen gelenkt werden“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, Philipp Vohrer vor dem Hintergrund des heute im Bundesrat auf der Tagesordnung stehenden Gesetzentwurfs zur Beschleunigung des Stromnetzausbaus.
Das heutige Stromsystem in Deutschland stammt technisch größtenteils noch aus der Zeit staatlich regulierter Energieversorgung in Gebietsmonopolen. Mit der von der Europäischen Union initiierten Liberalisierung wurden vor 15 Jahren erste Schritte für realen Wettbewerb auf den Strommärkten unternommen. Unabhängig davon öffnete sich mit dem Beschluss des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zwei Jahre später der Strommarkt in Deutschland für mehr Stromerzeuger. Mittlerweile produzieren hierzulande rund 1,3 Millionen Solarstromanlagen, 23.000 Windkraft- sowie mehr als 7.500 Biogasanlagen umweltfreundlichen Strom aus erneuerbaren Quellen. „Das EEG mit seinen Kernbestandteilen Einspeisevergütung und Einspeisevorrang hat diese Entwicklung erst ermöglicht“, unterstreicht Vohrer.
Investitionsdelle ausbügeln Während das EEG für einen Investitions- und Innovationsschub auf dem Stromerzeugungsmarkt sorgte, sanken die Investitionen in die Netze hingegen nach der Liberalisierung deutlich. Laut dem Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt vom November 2012 erreichten die Netzinvestitionen von Stromversorgern und Übertragungsnetzbetreibern zuletzt zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden Euro pro Jahr. Sie liegen damit erst seit wenigen Jahren wieder auf dem vor der Liberalisierung registrierten Niveau. „Neben dem erfreulichen Wachstum der Erneuerbaren Energien sind es vor allem die jahrelangen Versäumnisse bei den Netzinvestitionen, die den aktuellen Handlungsdruck zur Modernisierung der Netze verursacht haben“, erklärt Vohrer. „Die Investitionsdelle der Vergangenheit muss mit der Energiewende jetzt ausgebügelt werden.“ Volkswirtschaftlich habe dieser Nachholbedarf aber auch seine positive Seite, so Vohrer. „Man hat jetzt die Chance, den Umbau gleich richtig zu machen. Das Netz muss für ein System mit vielen Erneuerbaren Energien und immer weniger Großkraftwerken optimiert werden. Das hätte man vor zehn Jahren noch nicht in dieser Form absehen können“, ist sich Vohrer sicher.
Systemtransformation einleiten Auch die Realisierung des europäischen Binnenmarkts mit einem verstärkten internationalen Stromhandel ist ein wesentlicher Grund für den aktuellen Netzausbaubedarf. „Die Kostenschätzungen für den Umbau der Netze in Höhe von maximal zwei Milliarden Euro pro Jahr sind angesichts der ohnehin anfallenden Investitionen überschaubar“, so Vohrer. Anreize für den Netzausbau sind vorhanden. Die Betreiber von Stromnetzen können ab Januar 2014 einen Eigenkapitalzinssatz für Neuanlagen von 9,05 Prozent kalkulieren; für Altanlagen sind es 7,14 Prozent. Auf den Bereich Netzentgelte, Messung und Abrechnung entfallen mit schätzungsweise 6,5 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh) aktuell knapp 23 Prozent des Haushaltsstrompreises.
Für den Ausbau der Produktionskapazitäten an Erneuerbaren Energien wie auch für den Umbau der Stromnetze gilt: Der durch die Energiewende bedingte Aufwand ist kleiner als er scheint. „Grundbedingung für die Beurteilung der Energiewende ist, dass nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Das heißt, dass die wahren Kosten der konventionellen Stromproduktion, die sich in den Marktpreisen nicht abbilden, einkalkuliert werden müssen“, verlangt Vohrer und verweist auf eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, wonach die nicht in den Strompreisen abgebildete Belastung konventioneller Energieträger etwa durch Umweltfolgekosten bei rund 10 Ct/kWh Strom liegt.
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Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Freitag, 7. Juni 2013, Seite 20
Kommunalpolitik: SPD und Grüne veranstalten Fahrt
Betzdorf/Kirchen. Sozialdemokraten und Grüne aus Betzdorf und Kirchen organisieren am Samstag, 22. Juni, eine „Erneuerbare Energien Tour“ in den Hunsrück. Mit dem Bus geht es zunächst zur Energielandschaft Morbach. Auf dem Gelände eines ehemaligen US-Munitionslagers entwickelte die Gemeinde Morbach mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Nutzungsmöglichkeiten für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Der erzeugte Strom aus Windenergie, Fotovoltaik und Biomasse wird ins Netz eingespeist, frei werdende Wärme im angrenzenden Gewerbegebiet genutzt. Nach dem Mittagessen geht es zum „Hunsrücker Windweg“. Die Firma ABO Wind aus Wiesbaden hat rund um die Windparks Berglicht und Heidenburg einen fünf Kilometer langen Wanderlehrpfad zum Thema Windenergie eröffnet. Es handelt sich um einen interaktiven Weg, der schwierige technische Details von Windenergieanlagen mit einfachen, praktischen Übungen verständlich macht und fantastische Ausblicke bietet. Nach der etwa zweistündigen Wanderung erfolgt die Heimreise.
„Das Projekt wurde von uns ausgesucht, um die mögliche touristische Bedeutung eines Windparks zu erleben“, sagen die beiden Organisatoren Marion Pfeifer (Grüne) und Michael Weller (SPD). Die „Erneuerbare Energien Tour“ soll Wander- und Technikfreunde, politische Entscheidungsträger und interessierte Bürger ansprechen.
Anmeldungen im SPD-Bürgerbüro Betzdorf, Tel. 02741/254 54, oder im Regionalbüro von MdL Anna Neuhof (B90/Grüne), Tel. 0 27 41 / 9 75 66 03 – nicole.hohmann@anna-neuhof.de
Marion Pfeifer und Michael Weller organisieren die „Erneuerbare Energien Tour“ am 22. Juni. Interessenten können sich anmelden.
Roth, 5. Mai 2013 | Die Messe auf dem Gelände der Fa. Elektro Conze in Roth lockte bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Besucher an. Ein breites Unterhaltungsangebot ließ auch bei nicht ausschließlich fachlich Interessierten keine Langeweile aufkommen.
Franz Alt, Fernsehjournalist und Reisender in „Sachen Energiewende jetzt“, ist auch mit fast 75 Jahren temperamentvoll und provozierend in seinen Vorträgen. Er verdeutlichte, dass die meisten Toten in Folge von Tschernobyl und Fukushima noch gar nicht geboren seien. Außerdem erklärte er, wie unser Energiewohlstand auf der Ausbeutung und Verschmutzung anderer Länder, wie zum Beispiel Afrika, basiere. Und er nahm Stellung zu der irreführenden Propaganda „Energiewende sei teuer“: Keine Energiewende – hin zu dezentralen Strukturen, hin zu erneuerbaren Energiequellen – sei um ein Vielfaches teurer, so Alt.
Ganz praktisch und hautnah wurde es beim Vortrag von Peter Müller von der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG. Er verdeutlichte den großen Nutzen, den wir alle in der Region haben könnten, wenn wir uns beteiligen und Verantwortung übernehmen würden. „Die Welt schaut auf Deutschland. Wenn die Deutschen die Energiewende schaffen, kann es auf der ganzen Welt wahr werden“, so der Tenor in der internationalen Fachpresse. Müller ist über die leidliche Debatte „Umweltschutz kontra Windenergienanlagen“ sehr irritiert. „Wer oder was steckt eigentlich dahinter, dass gerade die Menschen, die schon vor Tschernobyl und massiv nach Fukushima Atomkraft nein Danke postulierten, jetzt als Gegner agieren?“ Die weiterhin rasante Klimaerwärmung sei nur durch eine Energiewende zu schaffen: hin zu 100 % Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen und große Anstrengungen im Bereich Einsparung und Effizienz, so Müller. Als ein Baustein dazu sei die dezentrale Windenergie-Erzeugung unbedingt notwendig. Ohne die Wende spiele der Artenschutz in wenigen Jahrzehnten eine völlig belanglose Rolle gebenüber den dann drohenden Klimakatastrophen, erläuterte Peter Müller.
„Im lösungsorientierten Dialog mit den Umweltschutzverbänden und Beteiligten werden wir den richtigen Weg finden!“ Darin stimmten alle Zuhörer/Innen mit dem Vortragenden überein.
Dr. Franz Alt (links) und Peter Müller im fachlichen Austausch am Messestand der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG. Im Hintergrund Vorstand Jürgen Salowsky im Kundengespräch
Kluges Ressourcenmanagement ist für viele Betriebe mittlerweile zum Wirtschaftsfaktor geworden. Das zahlt sich aus – für die Firmenkasse, den Wirtschaftsstandort Deutschland und den Arbeitsmarkt.
Eine sichere Rohstoffversorgung in Deutschland und in Europa zu wettbewerbsfähigen Bedingungen ist die Voraussetzung für Wertschöpfung, Wachstum und Wohlstand. Das gilt heute genauso wie morgen. Daher ist es wichtig, zu informieren.
Der Mediaplanet Verlag hat die Sonderpublikation „Ressourceneffizienz“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht.
In Zusammenarbeit mit dem VDI, BDE, B.A.U.M e.V., VDMA, der BITKOM sowie dem Schauspieler und Umweltschützer Hannes Jaenicke konnte erneut ein qualitativ hochwertiger Ratgeber zu einem hochrelevanten Thema realisiert werden.
Im Interview: Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenickeüber den Raubbau an unserer Natur und was jeder Einzelne dagegen tun kann.
Hier die Publikation zum download: [download id=“21″]
Die Energiemesse hat für Besucher aller Altersklassen einiges zu bieten. Eine Segway-Arena, Kinderschminken und Hüpfburg, Probefahrten im Elektroauto, ein LKW-Steiger, der Sie auf einer Höhe von bis zu 33 m Fernsicht auf Westerwald und Siegerland genießen lässt.
Für das leibliche Wohl wird an diesem Tag bestens gesorgt sein und der Eintritt ist natürlich frei.
Pressemitteilung: CDU-MdLs Enders und Wäschenbach im Gespräch mit heimischen Energie-Gesellschaften – Windenergie könnte Naturschutz am Stegskopf mitfinanzieren Altenkirchen, April 2013. Die Zukunft des früheren Truppenübungsplatzes Stegskopf stand im Mittelpunkt eines Gedankenaustauschs der heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth) mit Peter Müller, Vorstand der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG mit Sitz in Altenkirchen und Karl-Heinz Groß von der Alternative Energie Kroppacher Schweiz GmbH & Co. KG (AEKS) mit Sitz in Heimborn. Konkret ging es um die Nutzung des Areals für die Erzeugung von Windenergie.
Dem Stegskopf kommt nach Bewertung von Müller und Groß besondere Bedeutung zu, weil das Areal einer der besten Standorte für Wind-Energie-Anlagen (WEA) im gesamten Westerwald sei. Gleichwohl gelte es auch, die Belange des Naturschutzes zu respektieren. Deshalb setzen sie auf die Nutzung von Top-Standorten wie dem Stegskopf, weil hier der Ertrag pro Anlage bei geringerem Flächenverbrauch doppelt so hoch sei wie derjenige an weniger guten Standorten. „Der Stegskopf hat mit rund acht Metern pro Sekunden die höchste durchschnittliche Jahreswindgeschwindigkeit aller noch verfügbaren WEA-Standorte im Westerwald. Solche Standorte bewirken, dass eine fast durchgehende Stromerzeugung möglich ist“, so Müller und Groß – und eine günstige zudem: Der durch die gute Jahreswindgeschwindigkeit bedingte Ertrag macht es möglich. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fällt die Einspeisevergütung beispielsweise am Stegskopf schon nach wenigen Jahren von 8,93 Cent pro Kilowattstunde auf 4,87 Cent, der Strom würde billiger als der aus Kohle- oder Atomproduktion. Bei einem Standort mit einer Windgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunden dagegen zahle der Stromkunde die hohe Einspeisevergütung von 8,93 Cent 20 Jahre lang über die EEG-Umlage.
von lks MDL Michael Wäschebach, MdL Dr. Peter Enders, Peter Müller Maxwäll-Energie Genossenschaft eG, Karl-Heinz Groß Alternative Energien Kroppacher Schweiz
Müller und Groß stellten den Unions-Politikern Berechnungen vor, wonach sie im westlichen Bereich des Stegskopfes Potenzial für ungefähr zehn Anlagen sehen, die den nötigen Abstand von 800 – 1000 Metern zur Wohnbebauung einhalten und auch die Interessen des Naturschutzes berücksichtigen. Der Flächenbedarf läge bei etwa zehn der insgesamt 2000 Hektar großen Fläche. Fast alle Anlagen könnte man über vorhandene Wege erreichen. „Über 90 Prozent der Fläche blieben unbeeinträchtigt und könnten größtenteils Naturschutzfläche werden“, so Müller. Windenergie-Produktion und damit die Stromerzeugung für bis zu 45.000 Haushalte und Naturschutz gingen hier Hand in Hand, die Population von Schwarzstörchen und Milanen sei nicht gefährdet. Einnahmen aus der Windenergie-Erzeugung könnten dabei sogar die Belange des Natur- und Artenschutzes sowie das von BUND und NABU beworbene Grobkonzept eines „Natur- und Kulturzentrum Stegskopf“ mitfinanzieren. Diese Argumente haben die beiden Energie-Unternehmen auch in einem offenen Brief an die politisch Verantwortlichen im Land und in der Region zusammengefasst.
Voraussetzung für die energetische Nutzung des Stegskopfes ist jedoch, dass das im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ( BimA) dass eine Lösung gefunden wird, die die regionalen Akteure und ihre Möglichkeiten berücksichtigt und die vor allem Akzeptanz bei den Bürgern genießen. „Das Ziel sollte sein, am Stegskopf Windenergie-Anlagen unter Beteiligung der Kommunen und der Bürgerinnen und Bürger sowie der Naturschutzverbände zu etablieren“, so das Resümee von MdL Dr. Peter Enders. „Wenn eine Beteiligung beispielsweise über eine Genossenschaft und eines regionalen Zweckverbandes möglich würde, schafft das Akzeptanz bei der Bevölkerung und auch mehr Transparenz“, so sein Landtagskollege Michael Wäschenbach.
Die beiden Abgeordneten wollen sich weiterhin für eine sinnvolle konzentrierte Nutzung von Windenergie im Kreis Altenkirchen einsetzen, und da sei – wie bereits im verschiedenen CDU-Gremien beschlossen -, ein Teilbereich des Stegskopf geeigneter als andere diskutierte Flächen im Kreis. Eine Zerspargelung des engen Siegtales und die Zerstörung des Landschaftsbildes auf dem Giebelwald komme für Ihn überhaupt nicht in Frage, so Wäschenbach.
Die beiden Abgeordneten werden sich weiter für ein Verfahren einsetzen, in dem die lokale Energiewende in Bürgerhand bleibt und in dem nicht ein anonymer Finanzinvestor aus Übersee Nutznießer der Einnahmen aus der Windenergie-Erzeugung am Stegskopf werde, sondern die heimischen Stromkunden und die Region selbst. Die BImA beispielsweise könne das Areal an einen Zweckverband verpachten, die Energie-Genossenschaften aus der Region könnten ihr fachliches Knowhow einbringen, so die gemeinsame Vorstellung von Enders, Wäschenbach, Müller und Groß.
Möchten Sie mit dabei sein, wenn Ursula Sladek mit der Journalistin Andrea Grießbaum in der Sendung „planet wissen“ spricht? Es geht um … – die bewegende Geschichte der Bürgerinitiative zur EWS Schönau – neue Projekte der EWS und Zukunftsperspektiven – aktuelle Fragen zur Bürger-Energiewende – die Entzauberung einiger Mythen in der Energieversorgung – technische, wirtschaftliche und philosophische Betrachtungen unser aller Energiezukunft