Das Ende der Grundlast

Quelle:  by Lion Hirth • 

„….Seit Wochen wird erbittert um den BMWi-Vorschlag eines nationalen „Klimainstruments“ gestritten, der den CO2-Ausstoß von alten Kohlekraftwerken senken soll….“

weiter heißt es:
..“Wer füllt die Grundlastlücke? Welche Kraftwerke werden in Zukunft rund um die Uhr Strom erzeugen? Die beruhigende Antwort: Keine. Wir benötigen solche Kraftwerke nicht mehr. Die Grundlastlücke wird nicht gefüllt, sie verschwindet….“

http://phasenpruefer.info/wp-content/uploads/2015/05/Grundlast-Verschwindet.png

„Die Kurve basiert auf einer ökonomischen Optimierung – bei 45% Wind- und Sonnenanteil am Stromverbrauch ist es ökonomisch unsinnig, auch nur noch ein Grundlastkraftwerk am Netz zu halten. Die besten Technologien für Kraftwerke, die nur einen Teil der Zeit Strom erzeugen, sind solche, die geringe Kaptalkosten haben, also relativ günstig im Bau sind. Atom- und Braunkohlekraftwerke haben sehr hohe Kapitalkosten. Gasturbinen und Gas- und Dampfkraftwerke haben geringere Kapitalkosten. Der Niedergang des Grundlastkraftwerks wird sich also in einem technologischen Strukturwandel niederschlagen, hin zu kapitalärmeren Kraftwerkstypen. (Diese einfache Analyse basiert auf sogenannten Residuallastdauerlinien und lässt Vieles unberücksichtigt, darunter den Import und Export wie auch die Speicherung von Strom. Berücksichtigt man diese Faktoren, bleibt das qualitative Ergebnis robust: Der Bedarf an Grundlastkraftwerken verschwindet.)…“

Den vollständigen Artikel finden sie unter dem Link Quelle

Über den Autor:

Dr. Lion Hirth ist Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft neon neue energieökonomik in Berlin. Kürzlich hat er seine Doktorarbeit am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) unter Ottmar Edenhofer abgeschlossen. Von 2011 bis 2014 arbeitete Hirth als Analyst für erneuerbare Energien für den schwedischen Energiekonzern Vattenfall. Seine wissenschaftliche Arbeit setzt er derzeit am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change in Berlin (MCC) fort.

Längster Tag des Jahres: Reichlich Sonnenstrom auch bei durchwachsenem Wetter

Erfolgreicher Klimaschutz und stabile Netze mit Erneuerbaren Energien

Berlin, 22. Juni 2015 – Am gestrigen Sonntag war es in Deutschland so lang hell, wie an keinem anderen Tag im Jahr. In den Tagen rund um den kalendarischen Sommeranfang liegen mancherorts fast 17 Stunden zwischen Sonnenaufgang und Dämmerung. „Trotz des durchwachsenen Wetters leisteten die Erneuerbaren Energien gestern von vormittags bis zum späten Nachmittag rund 45 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland“, stellt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), fest. „Auch die Besitzer einer Solarstromanlage erfreuten sich einer reichen Solarernte.“

Der längste Tag des Jahres war kein Rekordtag für die deutschen Biergärten und Freibäder. Der 21.6.2015 war geprägt durch durchwachsenes Wetter. Dennoch lieferten die Photovoltaikanlagen in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung. Schon gegen 5 Uhr morgens kitzelte die Sonne die ersten Kilowattstunden aus den über eine Millionen Solarstromanlagen in Deutschland und schon um 6 Uhr wurde die 1 Gigawatt-Grenze überschritten und damit die Leistung eines Kohle- oder Atomkraftwerks. Erst gegen 21:30 Uhr stellten sie ihre Stromproduktion für ein paar Stunden wieder ein. Die Photovoltaikanlagen lieferten von 10 bis 16 Uhr trotz diffuser Lichtverhältnisse  durchgehend rund 10 GW Strom.

Auch die Windenergie trug mit bis zu 6 Gigawatt entscheidend zur Stromversorgung in Deutschland bei. „Der längste Tage des Jahres hat einmal mehr bewiesen, dass Sonne und Wind nicht nur Menge machen, sondern auch für Stabilität im Stromnetz sorgen“, so Vohrer. „Dazu trägt auch die sogennante 50,2-Hertz-Nachrüstung der Photovoltaikanlagen erheblich bei.“

Hunderttausende mittelgroße Solarstromanlagen zwischen 10 und 100 Kilowatt Leistung sind dank der 50,2-Hertz-Nachrüstung wichtige Dienstleister im Stromnetz. Sie wurden in einer bundesweiten Nachrüstaktion ertüchtigt, sich bei größeren Schwankungen der Netzfrequenz (Sollwert: 50 Hertz) gestaffelt vom Netz zu trennen, anstatt wie zuvor auf einmal bei 50,2 Hertz. Und auch die Windenergie stellt Regelenergie bereit, auch ohne im großen Stil abgeregelt zu werden. „Mit den Systemdienstleistungen moderner Erneuerbare-Energien-Anlagen bleiben die Netze stabil und sind für einen zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien gerüstet“, betont Philipp Vohrer. „Und ein beschleunigter Zubau wäre ein wichtiger Beitrag zum sicheren Erreichen der deutschen Klimaziele für das Jahr 2020.“

Hintergrundinformationen und Pressefotos finden Sie unter: www.unendlich-viel-energie.de/50-2-hz

Diese Pressemitteilung im Internet lesen auf der AEE-Webseite www.unendlich-viel-energie.de.

Pressekontakt:
Agentur für Erneuerbare Energien e.V.
Benjamin Dannemann
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
Tel: 030 200535 47
Fax: 030 200535 51
Mail: b.dannemann@unendlich-viel-energie.de

BUND informiert in Höchstenbach über Windanlagen

Quelle: Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 13. Mai 2015, Seite 23

Technik Bürger besichtigen Baustelle der Firma Schütz

Höchstenbach. Mehr als 70 BUND-Mitglieder und interessierte Bürger konnte der neue stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Michael Carl zu einer Informationsveranstaltung in Höchstenbach begrüßen. An der Baustelle der Firma Schütz stellten Winfried Heibel und Stefan Boden die im Bau befindlichen Windräder vor. Michael Carl, der gleichzeitig den Arbeitskreis Energie des BUND Rheinland-Pfalz leitet, betonte, dass der BUND als Hauptziel im Klimaschutz eine massive Energieeinsparung fordert. Gleichzeitig müsse aber für den Ausstieg aus Atom und Kohle der Anteil an erneuerbarer Energie noch enorm gesteigert werden. Dabei spiele die Windenergie eine tragende Rolle. Deshalb werde der BUND auch an dem, vom früheren Landesvorsitzenden Harry Neumann Anfang 2014 geforderten, Ziel zum Bau von weiteren 1000 Windrädern in Rheinland-Pfalz festhalten, so Carl.

Besonders interessant war die Besichtigung der Baustelle der Firma Schütz im Wald. In der Bauphase müssen größere Waldflächen in Anspruch genommen werden. Der das Projekt begleitende Biologe Bernhard Diefenthal wies in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, wie viele später nicht benötigte Flächen rekultiviert und der Natur zurückgegeben werden. Dass sich auf den natürlich wiederbegrünten Flächen eine artenreiche Fauna bildet, das zeigte eine anschließende Besichtigung der vor sieben Jahren gebauten Windräder am Hartenfelser Kopf. Beeindruckend war das als Ausgleich beim Bau des Windparks entstandene Naturschutzgebiet unterhalb von Mündersbach. Ortsbürgermeister Helmut Kempf, der dieses Projekt vorstellte, betonte den hohen Wert nicht nur für die Natur, sondern auch für die Bürger. Für die drei im Westerwald tätigen Bürgerenergiegenossenschaften (Wäller Energie, Maxwäll und Alternative Energie Kroppacher Schweiz) forderte deren Geschäftsführer Karl-Heinz Groß die Kommunen und das Land auf, geeignete Flächen nicht zu Fantasiepachten an ortsfremde Fonds zu verpachten, sondern den örtlichen Bürgern über Energiegenossenschaften eine Beteiligung zu ermöglichen. In einem abschließenden Vortrag wurde umfangreich zu der Diskussion um die Windkraft informiert. Dabei wurde deutlich, dass durch moderne Bau- und Transporttechniken der Eingriff in den Wald erheblich gesenkt werden kann. Es wurde erläutert, dass nach fachlichen Untersuchungen derzeit keine Tierpopulation im Bestand durch Windenergie gefährdet ist. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen stellt bei den derzeitigen Abständen der Windräder zur Wohnbebauung auch der oft angeführte Infraschall keine Beeinträchtigung dar.

Wie Michael Carl für den BUND betonte, ist die derzeitige überwiegend auf Atom, Öl und Kohle basierende Energieversorgung eine nicht zu vertretende Gefährdung kommender Generationen. Der BUND werde daher auch weiterhin engagiert, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, zu einer zukunftsfähigen Lösung des Energieproblems beitragen.

Künftige Banker bringen Energiewende voran

Quelle: Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 2. April 2015, Seite 1

Wettbewerb Fachschüler entwickeln neue Bankprodukte für erneuerbare Energien in der Westerwaldregion

Montabaur. Energiewende und Bankprodukte – geht das zusammen? Genau diesem Thema stellte sich die Bankfachklasse BM13 des zweiten Ausbildungsjahres der BBS Montabaur. In einem Joint Venture mit der Maxwäll-Energiegenossenschaft haben sich die Schüler in sieben Teams überlegt, wie man die Energiewende im Westerwald voranbringen kann. Dazu haben die Auszubildenden neuartige Bankprodukte zum Wohle der Kunden und der Umwelt des Westerwaldes kreiert und sich dabei einem Wettbewerb gestellt.

In einem simulierten Kundengespräch mussten die Teams einen Kunden von ihrem neuartigen Produkt überzeugen. Bewertet wurden diese Kundengespräche anschließend von den Personalverantwortlichen der Westerwaldbank, Nassauischen Sparkasse, Kreissparkasse Westerwald, Volksbank Montabaur-Höhr-Grenzhausen, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldes (Wilfried Noll) und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Maxwäll eG, Friedrich Hagemann. Zur Prämierung der besten Ideen stellten die vier Bankhäuser und die Maxwäll eG insgesamt 400 Euro zur Verfügung. Den Siegerpreis in Höhe von 200 Euro konnte dabei ein Team der Kreissparkasse Westerwald für sich verbuchen. Katharina Baumann, Theresia Herborn, Kristin Herbst und Jennifer Steinborn wussten den Kunden mit einem außerordentlich pfiffigen Produkt zu überzeugen. Die zweiten und dritten Plätze gingen an Teams der Westerwaldbank, Nassauischen Sparkasse und der Kreissparkasse Westerwald. Überreicht wird der Siegerscheck auf der Generalversammlung der Maxwäll eG in Neitersen durch die Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke. Die Prämierung der siegreichen Teams nahm Friedrich Hagemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Maxwäll eG, vor. Er betonte den außerordentlich engen Wettbewerbsausgang, lobte die Vielzahl sehr guter Ideen, mit den Banken des Westerwaldes die Energiewende weiterhin zu fördern.

In einem Schlusswort äußerte der Initiator des Projektes Stephan Vogt, Lehrer an der BBS Montabaur, die Hoffnung, dass die eine oder andere tolle Idee wirklich zu einem neuen Bankprodukt – zum Wohle der Kunden und der Umwelt des Westerwaldes – umgesetzt werden kann.

Das Team der der Kreissparkasse Westerwald siegte mit innovativen Ideen und wurde von Friedrich Hagemann ausgezeichnet. ( 3. von re)

Mensch vs. Umwelt: Diese Zahle zeigen, dass die Umwelt verliert:

Quelle:  Von in Umwelt

„Dass die Menschheit ein Problem mit Umweltverschmutzung hat, der Erderwärmung und immer aufwendig zu fördernden Ressourcen ist inzwischen bekannt. Um die Dringlichkeit der Probleme aufzuzeigen, ist es manchmal aber hilfreich, wenn diese Trends nocheinmal mit Zahlen zu Ursachen und Auswirkungen unterlegt werden.

Genau das haben jetzt der niederländische Chemiker Paul Crutzen und der Tscheche Stanisław Wacławek in einer aktuellen Zahlensammlung zur Entwicklung des Ressourcenverbauchs auf der Erde versucht……..“          weiterlesen hier

Der Original der Zahlensammlung können Sie downloaden:
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News zur Beschwerdewelle gegen Hinkley Point C

Liebe Mitstreiter,

Eine gigantische Beschwerdewelle von über 60.000 BürgerInnen und Bürgern ist dank Ihrer Unterstützung und der Solidarisierung von über dreißig Umweltschutz- und Antiatom-Verbänden herangewachsen. Wie wichtig unser Protest ist, sieht man bei einem Blick nach Brüssel: Die EU-Kommission stellte jüngst ihre Pläne für eine europäische Energie-Union vor, die der Renaissance der Atomenergie und dem Neubau von AKWs in Europa Tür und Tor öffnet. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Kampagnen-News, auf unsere Facebook-Seite oder in den Detailinformationen weiter unten.

Seit der Veröffentlichung der Pläne zur Energie-Union ist klar: Die Billigung der Subventionen für das britische AKW Hinkley Point ist nur die Spitze des Eisberges – umso wichtiger ist es, gerade hier gegen diese skandalöse Subventionspolitik konkret vorzugehen. Deshalb werden wir unsere Beschwerdeaktion weiter fortsetzen, um – wie geplant – die angekündigten Klagen von Österreich und Luxemburg vor dem Europäischen Gerichtshof zu flankieren.

Lassen Sie uns daher jetzt den Druck der Bürgerinnen und Bürger auf die Politik weiter erhöhen und aus unserer Beschwerdewelle eine Beschwerdeflut gegen den Neubau von Atomkraftwerken auf Kosten der Steuerzahler machen: Helfen Sie mit, unsere Kampagne zu verbreiten: Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!

Es grüßt Sie ganz herzlich aus Schönau

Sebastian Sladek
Vorstand der Netzkauf EWS eG

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Detailinformationen:

Comeback der Atomenergie – Brüssel stellt Pläne für Energieunion vor

In dem Strategiepapier, das der Energiekommissar Miguel Arias Cañete und der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, Mitte Februar vorstellten, steckt jede Menge Zunder. Die vorgelegten Grundzüge der europäischen Energieunion enthalten Pläne, mit deren Hilfe sich Europa von Energieimporten unabhängiger machen will – und ein Baustein davon soll nach Meinung der EU-Kommission die Nutzung der Atomenergie sein. Damit liegt nun auf dem Tisch, was sich schon seit einiger Zeit angekündigt hatte: Die Atomkraft soll in Europa an Bedeutung gewinnen. Kommissionsvize Sefcovic kündigte bei der Vorstellung an, er werde noch dieses Jahr „einen illustrativen Ausbauplan“ für AKWs in Europa vorlegen. Denn die Atomkraft sei eine klimaschonende, weil CO2-arme Technologie.

Damit bricht die EU-Kommission nicht nur mit der klaren atomkritischen Position vieler Mitgliedsstaaten, sondern auch mit ihrer eigenen Linie: Noch im Dezember 2013 sprach sie sich explizit dagegen aus, die Atomenergie aufgrund angeblich geringer CO2-Emissionen als umweltfreundliche Technologie anzuerkennen. In den kommenden Monaten entfernte sich die Kommission jedoch zunehmend von dieser Haltung. So wurde unter anderem offenbar, dass das geplante 300 Milliarden Euro schwere Wachstumspaket der EU, möglicherweise eine ganze Reihe von Atomprojekten enthalten wird: Zwischen 80 und 100 Milliarden Euro könnten demnach in den Neubau und die Renovierung von Atomreaktoren fließen. Gleichzeitig bewilligte die EU-Kommission die höchst umstrittenen Beihilfen für das neue britische AKW Hinkley Point C – wohl wissend, dass dies der Türöffner für Atomprojekte in anderen Mitgliedsstaaten sein könnte.

Wesentliche Teile dieser Richtungsänderung dürften ausgerechnet auf das Konto eines deutschen Politikers gehen: Günther Oettinger, der als Energiekommissar sich dafür einsetzte, die Atomenergie wieder in das Energie-Portfolio der EU zu bringen. Mausert sich die Energieunion nun zur Atomunion? Die Brüsseler Pläne klingen danach. Wir werden uns entschieden dagegen einsetzen. Unterstützen Sie uns dabei und lassen Sie uns gemeinsam das Comeback der Atomenergie stoppen!

Klagen über Klagen gegen Hinkley Point

Die Klagefront gegen Hinkley Point C wächst: Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy hat eine Nichtigkeitsklage gegen die Genehmigung der Beihilfen für den AKW-Neubau beim EuG* angekündigt (Hier können unter strengen Voraussetzungen Wettbewerber wegen Wettbewerbsverzerrung klagen). Greenpeace Energy sieht den deutschen Strommarkt von den Folgen der staatlichen Förderung für Hinkley Point direkt betroffen und stützt seine Klage auf mögliche eigene wirtschaftliche Nachteile.

Schon seit Längerem hat die österreichische und luxemburgische Regierung Ihre Absicht bekannt gegeben, beim EuGH** Klage einzureichen (zugelassen sind hier nur Klagen von Organen der EU, also z. B. von Mitgliedsländern). Wir von der EWS haben uns mit unserer Beschwerde-Welle bei der EU-Kommission nicht für den juristischen, sondern für den politischen Weg entschieden, weil wir möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben wollen, sich dem Protest anzuschließen und ein kraftvolles öffentliches Signal zu setzen. Nichtsdestotrotz ist jeder Protest, ob juristisch oder politisch, wichtig. Insofern begrüßen wir selbstverständlich auch die Klageabsichten von Greenpeace Energy und drücken ihnen die Daumen.

Unterstützung kommt auch von anderer Seite: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat am Rande eines Treffens der europäischen Energieminister die geplanten Subventionen deutlich kritisiert. „Wir werden auf gar keinen Fall zustimmen, dass jetzt die Atomenergie in Europa durch öffentliche Gelder, durch Steuergelder gefördert wird.“ Diese Aussage mag angesichts des Abstimmungsverhaltens des deutschen Kommissars Oettinger in dieser Sache irritieren, macht aber Hoffnung, dass sich die Bundesregierung doch noch den Klagen Österreichs und Luxemburgs anschließen wird. Darum ist es gerade jetzt wichtig, mit einer möglichst großen Beschwerdewelle den Druck auf die deutsche Politik zu erhöhen, damit den Worten auch Taten folgen.

Heute keine Übergabe der Beschwerdewelle

Unser Kampagnenpartner „Change – der Film / Fechner Media“ hat in seinem Newsletter zu einer Demonstration heute in Brüssel anlässlich der Übergabe der Beschwerdewelle der EWS und ihrer Kampagnenpartner aufgerufen. Hier liegt ein Missverständnis vor, für das wir uns entschuldigen möchten. Richtig ist, dass am 24. März 2015 in Brüssel eine Kundgebung gegen die Pläne die Atom-Ausrichtung der Energieunion und die Bewilligung der skandalösen britischen Subventionen für den AKW-Neubau in Hinkley Point stattfindet, an der auch Sebastian Sladek (Vorstand der Netzkauf EWS eG) teilnimmt. Die Übergabe der Beschwerdewelle wird jedoch noch nicht an diesem Tag erfolgen. Wir sind glücklich, dass die öffentliche Diskussion durch die angekündigten Klageeinreichungen an Fahrt gewinnt, und wollen noch möglichst vielen BürgerInnen und Bürgern die Möglichkeit geben, durch ihre Beschwerde den Klagen gegen die Bewilligung der skandalösen Atomsubventionen öffentlichen Druck zu verleihen. Selbstverständlich werden wir Sie hierzu rechtzeitig über den Newsletter informieren, sobald der Termin für die Übergabe feststeht.

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Netzkauf EWS eG
Friedrichstr. 53-55
79677 Schönau

Mikrorevolution vom Dach

Quelle:  Photovoltaik

Kleinwind — Ein BHKW oder eine Windmühle können die Photovoltaikanlage im Winter unterstützen. Ein Start-up aus Niedersachsen zeigt, wie es geht: Seine Mikrowindanlage lässt die Preise pro Kilowatt installierter Leistung deutlich purzeln. Niels Hendrik Petersen dreht Fritz Unger die Schraube von der Narbe. Er nimmt den Rotor in einem Stück ab und hält ihn vor seine Brust. In dem Rotordesign stecken fünf Jahre Entwicklungsarbeit, es ist das Know-how der jungen Gründung aus Langenhagen bei Hannover. Der 23-jährige Unger ist Geschäftsführer von Fu Systems und Erfinder der Anlage. Er ist getrieben von dem Gedanken, den deutschen Kleinstwindmarkt mit seiner Skywind-Anlage umzukrempeln. „Der Rotor ist aus Duraluminium und wiegt nur 700 Gramm“, sagt Unger und fordert: „Heben Sie ihn ruhig an.“ Das Material wird auch in der Luftfahrttechnik eingesetzt. Der mattgraue Flügel fühlt sich leicht rau an. Er ist mit einem Pulver beschichtet und drei Millimeter dünn. „Genau darum reflektiert der Rotor kaum Licht, wenn er sich in der Sonne dreht“, beschreibt Unger. Im Windjargon heißt diese permanent auftretende Reflexion „Diskoeffekt“…..

lesen sie hier weiter.

De Artikel aus der Photovoltaik  können Sie hier herunterladen :
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