Das Ende der Grundlast

Quelle:  by Lion Hirth • 

„….Seit Wochen wird erbittert um den BMWi-Vorschlag eines nationalen „Klimainstruments“ gestritten, der den CO2-Ausstoß von alten Kohlekraftwerken senken soll….“

weiter heißt es:
..“Wer füllt die Grundlastlücke? Welche Kraftwerke werden in Zukunft rund um die Uhr Strom erzeugen? Die beruhigende Antwort: Keine. Wir benötigen solche Kraftwerke nicht mehr. Die Grundlastlücke wird nicht gefüllt, sie verschwindet….“

http://phasenpruefer.info/wp-content/uploads/2015/05/Grundlast-Verschwindet.png

„Die Kurve basiert auf einer ökonomischen Optimierung – bei 45% Wind- und Sonnenanteil am Stromverbrauch ist es ökonomisch unsinnig, auch nur noch ein Grundlastkraftwerk am Netz zu halten. Die besten Technologien für Kraftwerke, die nur einen Teil der Zeit Strom erzeugen, sind solche, die geringe Kaptalkosten haben, also relativ günstig im Bau sind. Atom- und Braunkohlekraftwerke haben sehr hohe Kapitalkosten. Gasturbinen und Gas- und Dampfkraftwerke haben geringere Kapitalkosten. Der Niedergang des Grundlastkraftwerks wird sich also in einem technologischen Strukturwandel niederschlagen, hin zu kapitalärmeren Kraftwerkstypen. (Diese einfache Analyse basiert auf sogenannten Residuallastdauerlinien und lässt Vieles unberücksichtigt, darunter den Import und Export wie auch die Speicherung von Strom. Berücksichtigt man diese Faktoren, bleibt das qualitative Ergebnis robust: Der Bedarf an Grundlastkraftwerken verschwindet.)…“

Den vollständigen Artikel finden sie unter dem Link Quelle

Über den Autor:

Dr. Lion Hirth ist Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft neon neue energieökonomik in Berlin. Kürzlich hat er seine Doktorarbeit am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) unter Ottmar Edenhofer abgeschlossen. Von 2011 bis 2014 arbeitete Hirth als Analyst für erneuerbare Energien für den schwedischen Energiekonzern Vattenfall. Seine wissenschaftliche Arbeit setzt er derzeit am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change in Berlin (MCC) fort.

Maxwäll-Energie entwickelt sich zum Energie-Versorgungsunternehmen (EVU)

 

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Der regionale Stromtarif
der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG

Wir bieten faire Arbeitspreise
Auskunft gibt Ihnen der Tarifkalkulator – Anzahl Personen und/oder Strom-Jahresverbrauchsmenge eingeben. Arbeitspreise für Belieferungsorte außerhalb der Region Westerwald können abweichen.

  •   26,20 Ct/kWh für Genossenschaftsmitglieder
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  •   Grundpreis: 7,90 EUR/Monat
    (inkl. aller Steuern und Abgaben)

 

Wenn Sie sich für unseren Strom entscheiden …

  • erhalten Sie 100 % Bürgerstrom aus erneuerbaren Energien,
  • fördern Sie die Energiewende hier in der Region Westerwald,
  • tragen Sie dazu bei, dass die Wertschöpfung zu 100% bei den Genossenschaftsmitgliedern und damit in unserer Region verbleibt.

Wir garantieren Ihnen Flexibilität (keine Mindestvertragslaufzeit, sondern monatlich kündbar), Transparenz und eine Preissicherheit bis zum 31. 12. 2014.
Wir liefern unseren Strom im Verbund der Bürgerwerke eG, einem Zusammenschluss von Bürgerenergie-Gesellschaften zur gemeinsamen Stromversorgung.

 

Unser Bürgerstrom
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Für weitere Fragen stehen wir gern zur Verfügung.

Stromwechselantrag für Mitglieder
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Stromwechselantrag für alle anderen Kunden der Region Westerwald
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Allgemeine Geschäftsbedingungen der Bürgerwerke eG
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Mehr als 100 Milliarden Euro überweist Deutschland jedes Jahr ins Ausland, um Gas, Öl, Kohle und Uran einzukaufen………..

Quelle: greenpeace

Importmeister Deutschland

Da heißt es immer, Deutschland würde viel zu viel exportieren. Dabei gibt es einen Bereich, in dem wird nach Kräften importiert: bei der Energieversorgung. Mehr als 100 Milliarden Euro überweist Deutschland jedes Jahr ins Ausland, um Gas, Öl, Kohle und Uran einzukaufen. Das entspricht mehr als einem Drittel des Bundeshaushalts in diesem Jahr – und ist sehr riskant, wie die Krim-Krise gerade deutlich zeigt. Würde Russland beschließen, den Gaspreis für Deutschland ähnlich massiv zu erhöhen, wie aktuell für die Ukraine, hätte das dramatische Folgen für die Wirtschaft und Haushalte. Um dieses Risiko zu minimieren, gibt es nur eine Lösung: Ein beschleunigter Umstieg auf Erneuerbare Energien.

Das Geschäftsmodell der großen Energiekonzerne gerät immer mehr ins Wanken. Deutschlands zweitgrößter Energieversorger, RWE, hat erstmals seit 60 Jahren rote Zahlen geschrieben. Nun springt die Regierung den großen Versorgern bei. Sie ist fest entschlossen, die erneuerbare Konkurrenz in Schach zu halten. Statt die Zeichen der Zeit zu erkennen und mutig den Weg in eine unabhängige erneuerbare Energieversorgung zu gehen, plant Energieminister Sigmar Gabriel eine noch nie da gewesene Drosselung des Ausbaus Erneuerbarer Energien. Wurden im Jahr 2012 noch Photovoltaikanlagen mit über 7,5 Gigawatt installiert, sollen es dieses Jahr nur noch maximal 2,5 Gigawatt werden.
Solarenergie ist inzwischen so preiswert geworden, dass eine Senkung der Vergütung alleine nicht mehr ausreicht, um sie aus dem Markt zu halten. Der Strom aus Solarpanelen ist inzwischen deutlich günstiger als Atomstrom. Es wird immer interessanter, auf eine Einspeisevergütung zu verzichten und den Solarstrom selbst zu verbrauchen, um dadurch den teuren Strom der Energieversorger zu sparen. Weil diese dadurch immer mehr Marktanteilen verlieren, soll eine Eigenverbrauchsumlage die Entwicklung stoppen. Das heißt: Betreiber von Wind- oder Solaranlagen, die ihren eigenen Strom verbrauchen und somit den Trassenausbau reduzieren und das Klima schonen, müssen eine Umlage zahlen, während Betreiber von Kern- und Kohlekraftwerken beim Eigenverbrauch davon befreit sind. Geht es noch absurder?
Demnächst wird die Einspeisevergütung für Solarenergie sogar unter die Preise für Heizöl und Erdgas fallen. Spätestens dann wird es interessant, Sonnenstrom auch für Heizzwecke einzusetzen, um so den Bezug von Heizöl und Erdgas zu reduzieren. Die ersten Hersteller haben bereits Systeme zur photovoltaischen Heizungsunterstützung im Angebot. Diese decken über eine Wärmepumpe oder einen Heizstab größere Teile der Heizwärme durch Solarstrom.
Doch die geplante Eigenverbrauchsumlage droht den Trend zur solaren Wärmeerzeugung im Keim zu ersticken. Die geplante Umlage von rund 4,4 Cent pro Kilowattstunde entspricht einer Sonderabgabe auf Heizöl von 44 Cent pro Liter, nur dass diese nicht auf Öl oder Gas, sondern auf Solarstrom erhoben wird.
Damit würde die Bundesregierung nicht nur die Geschäftsmodelle der Energiekonzerne retten, sondern auch die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten weiter zementieren. Das scheint der Regierung durchaus bewusst zu sein. Minister Gabriel nannte Erdgasimporte aus Russland alternativlos. Wenn man den Ausbau erneuerbarer Energien radikal reduziert, ist das fraglos richtig. Gut für Deutschland, unsere Bürger und unsere Wirtschaft ist das aber nicht. Wir müssen der Regierung endlich klarmachen, dass wir nicht länger bereit sind zuzusehen, wie Industrielobbyisten die Zukunftschancen unseres Landes und unserer Kinder beerdigen.  Je mehr Menschen am 10. Mai in Berlin für die Energiewende auf die Straße gehen, desto weniger wird dieser Wunsch zu überhören sein.
Prof. Dr. Volker Quaschning

 

„Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“

Unser Mitglied Manfred Müller macht aufmerksam auf ein Buch und
weist  auf ein Seminar dazu hin: Mi. 12.03.2014, 20.00 – 21.30 Uhr ( Marienberger Seminare)

„Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“
ein Buch von Claus Leggewie und Harald Welzer

Unser jetziger komfortabler Lebensstil beruht zu 80 Prozent auf der Verbrennung fossiler Energieträger; und das ließe sich in keiner Hinsicht länger aufrechterhalten. Zwangsläufig müsse sich ein anderer Lebensstil entwickeln, mit radikal veränderten sozialen, politischen und kulturellen Strukturen, so Claus Leggewie und Harald Welzer in ihrem Buch „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“.

Mit Blick auf die notwendige Krisenbewältigung, so ihre Meinung, ist eine verstärkte demokratische Teilhabe der Bürger kein Luxus, sondern eine notwendige Bedingung, zumal der Klimawandel noch viel tiefgreifender ausfallen wird als bislang vermutet. Sie blicken auf Phänomene wie Temperaturanstieg, Dürren und Überflutungen und fragen sich nach deren Auswirkungen auf zukünftige Sozial- und Kulturverhältnisse. Der nötige Umbauprozess der Gesellschaft soll letztlich von einer politisch hoch- motivierten, aktiven Zivilgesellschaft getragen werden.

 

Windpark Oberholz geplant

Quelle: Westerwälder Zeitung vom Freitag, 10. Januar 2014, Seite 18

Energie Alle Bürger können sich beteiligen

M Hachenburg. Die Verbandsgemeinde Hachenburg plant, im Bereich des Oberholzes einen neuen Windpark zu errichten. In den vergangenen Monaten wurde dafür das in Frage kommende Gebiet nach natur- und artenschutzfachlichen Aspekten begutachtet. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet. Ziel ist es, bei der Errichtung des Windparks die Bürger zu beteiligen: „Das Geld soll aus der Region kommen und auch hier bleiben“, erklärte Marco Dörner, Leiter der Verbandsgemeindewerke. Wenn alles klappt, dann könnten die Bürger sich über kommunalen Strom freuen.

Die Räte der vier angrenzenden Ortsgemeinden Alpenrod, Gehlert, Lochum und Steinebach an der Wied haben sich dafür ausgesprochen, ein solches Projekt unter umfassender Beteiligung der Bürger zu realisieren und hierbei gleichzeitig die Ziele der Ortsgemeinden gemeinsam zu verfolgen. Für die Beteiligung von Bürgern, aber auch Vereinen, Unternehmen und Co. sowohl aus den vier Ortsgemeinden als auch aus der gesamten Region, haben sich die Ortsgemeinden für die Zusammenarbeit mit drei in der Region ansässigen Gesellschaften ausgesprochen.

Es handelt sich hierbei um die Alternative Energie Kroppacher Schweiz (www.aeks-energie.de), die Maxwäll Energie-Genossenschaft (www.maxwaell-energie.de) und die Wäller Energie (www.waeller-energie.de). In jeder dieser drei Gesellschaften haben sich über die Jahre bereits Hunderte von Westerwälder Bürgern zusammengeschlossen, um an der Energiewende in ihrer Region aktiv mitzuarbeiten und diese auch finanziell zu unterstützen. Schon mit 500 beziehungsweise 1000 Euro kann man dort dabei sein.

Um in die weiteren Schritte der Planung auch die Resonanz der Bevölkerung einfließen zu lassen, wird darum gebeten, bei der Gemeindeverwaltung oder bei den Verbandsgemeindewerken Hachenburg unter buergerwind@vgw-hachenburg.info ein mögliches Interesse an einer finanziellen Beteiligung am Bürgerwindpark Oberholz unverbindlich zu bekunden. Interessierte Bürger können hierbei Ihren Namen, eine Telefonnummer und die etwaige Höhe einer finanziellen Beteiligung angeben. Eine vertrauliche Behandlung dieser Angaben wird selbstverständlich zugesichert.

Blick auf die fünf Anlagen in der Nähe von Alpenrod, in deren Nähe auch der Bürgerwindpark errichtet werden könnte.

Mit zunehmender Projektreife wird das Vorhaben in Einwohnerversammlungen ausführlich vorgestellt werden. Für Rückfragen stehen die Verbandsgemeindewerke Hachenburg (Betriebszweig Energieversorgung) zur Verfügung.

Infokampagne zur Strompreislüge

Kampagne zur Strompreislüge

Die Gegner der Energiewende blasen zum Angriff auf die erneuerbaren Energien und auf das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). Mit verzerrten Kostenargumenten machen sie gegen die Energiewende Stimmung, denn: Dezentrale Strukturen und Bürgerbeteiligung stören die althergebrachte, zentral organisierte Energieversorgung und schmälern die Gewinne der großen Energiekonzerne.

Die Bundesregierung lamentiert über hohe Strompreise, unterstützt aber gleichzeitig die ungerechte und unsoziale Umverteilung der Energiekosten: Großverbraucher in der Industrie werden von den Kosten der Energiewende befreit. Privatkunden und kleinere Unternehmen müssen nicht nur die volle Last tragen, sondern auch die Befreiungen und Vergünstigungen der Industrie auffangen.

Ziel der gemeinsamen Kampagne von Energieriesen und Bundesregierung ist es, den Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien zugunsten der alten zentralen Großstrukturen zu stoppen und damit eine Steilvorlage zur Rücknahme des Atomausstiegs zu liefern.

Das werden wir nicht zulassen: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den Ausstieg aus den Erneuerbaren und den Wiedereinstieg in die Atomkraft verhindern. Deshalb haben wir diese Info-Kampagne gestartet und bieten Ihnen ein Paket mit Flyern zur Strompreislüge. In unserem neuen Faltblatt widerlegen wir kurz und knackig die Lügen von Politikern und Energiekonzernen.

 

 

Wäller Bürgerinitiative für die Energiewende

Die Vertreter der Westerwälder Bürger-Energiegesellschaften, mit derzeit rund 500 Mitgliedern, treffen sich in Langenbach, um über die Notwendigkeit der Energiewende zu diskutieren.

„Während der letzten sechs Monate wurde fast ausschließlich darüber gesprochen, wie man Windkraft im Westerwaldgebiet verhindern kann, aber nicht mehr darüber, warum diese saubere und preiswerte Energieform von zentraler Bedeutung ist“, betont Markus Mann (Vorstand der Wäller Energiegenossenschaft aus Daaden).

Die Vorstände der AEKS GmbH, der Wäller Energie eG und der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG diskutieren mit den Redakteuren der Westerwälder- und der Siegenere Zeitung
Die Vorstände der AEKS GmbH, der Wäller Energie eG und der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG diskutieren mit den Redakteuren der Westerwälder- und der Siegener Zeitung

Es ist an der Zeit daran zu erinnern, dass:

  • Mit jedem fossilem oder nuklearem Energieverbrauch erzeugen wir Kosten und Schäden, die sich im allgemeinen Strompreis an der Börse nicht wiederfinden. Somit kann das EEG-Umlagesystem nicht fair und richtig sein! Folgendes Beispiel:
    10 Windkraftanlagen (WKA) mit einem Stromertrag von jährlich 75 Gigawattstunden entsprechen einem reduzierten Steinkohleverbrauch von ca. 26.000 t/Jahr. (Ein großes Binnenschiff am Rhein hat eine Kapazität von 2.000 Tonnen.) 26.000 Tonnen Steinkohle im Tagebau verursachen ein gigantisches Loch, das jedes Jahr für uns Deutsche im Urwald von Kolumbien gegraben wird. Menschen werden dort ohne Entschädigung vertrieben und der Urwald für immer zerstört. Die Vertreter der Windkraftgegner sind egoistisch und unsozial, wenn sie die Stromerzeugung hier vor Ort verhindern.
  • Im Westerwaldgebiet gibt es keine Probleme mit dem Abtransport des Stromes, der erzeugt wird. Wir liegen zwischen den Ballungsräumen und es gibt ausreichend Stromtrassen.
  • Erfahrungen mit Windkraftanlagen in unserer Region (seit 1991) zeigen, dass die Tierwelt nicht derart gestört wird, wie es immer wieder von den Gegnern dargestellt wird. Ein Avifaunistisches Gutachten im Windpark Langenbach/Oberdreisbach (10 Anlagen der Baujahre 1991–2006) zeigt, dass Rotmilan, Wachtelkönig, Uhu, Abendsegler & Co. immer noch da sind.
  • Windparks können in ihrer Wirtschaftlichkeit sehr genau kalkuliert werden, da es jahrelange Erfahrungswerte von vorhandenen Anlagen gibt. Die Aussage, dass die Projektentwickler mit falschen Winddaten rechnen, können wir nicht nachvollziehen.

Derzeit hat man den Eindruck, dass jegliche Initiative zum Ausbau der erneuerbaren Energien mit fadenscheinigen Argumenten tot geschlagen werden soll.

Bürgerinitiativen der Region vergessen komplett, was es bedeutet, von Energieimporten abhängig zu sein und dass jeder Bürger seinen Umweltschaden in die Welt exportiert, indem er Energie importiert.

Windkraftnutzung auf den Höhen des Westerwaldes ist eine „Kröte“, die wir alle schlucken müssen, sofern wir weiterhin Energie verbrauchen wollen. Es ist ethisch und moralisch nicht zu vertreten, dass wir Umweltschäden in die Welt exportieren, und uns hier rühmen, die Umwelt gerettet zu haben!

Die Energiegenossenschaften und Bürgergesellschaften der Region sind die Grundlage zur Schaffung einer breiten Akzeptanz. Jeder kann mitmachen und ist im gleichen Maß an den Chancen und Risiken einer Stromerzeugung beteiligt. Natürlich zahlt jeder die Steuern hier vor Ort, natürlich stärkt das die Wirtschaftskraft und die Zukunft dieser Region.

Wollen wir weiterhin unsere Einkommen an Konzerne, OPEC-Staaten, Russland und die Arabischen Emirate transferieren?

Es ist Zeit für eine Demokratisierung und Dezentralisierung unserer Energieversorgung!

Einweihung des Solarparks Steinkaut in Boden im Rahmen der Aktionswoche »Rheinland-Pfalz ein Land voller Energie«

Bei der Pressekonferenz am Dienstag, 17. September 2013, in Mainz zu der Aktionswoche des Landes Rheinland-Pfalz Ein Land voller Energie, wies Ministerin Lemke noch einmal deutlich darauf hin, welche Bedeutung dem Projekt Energiewende und damit den Anstrengungen des Landes RLP zukommen.

Hier zum Herunterladen [download id=“28″]

 

 

Einweihung des Solarparks Steinkaut

am Freitag,  27. September 2013 um 18:00 Uhr findet die offzielle Einweihung des Parks im Rahmen der Landesweiten Aktionswoche „Rheinland-Pfalz, ein Land voller Energie“ statt.
Neben Ortsbürgermeister Stamm sind der Landrat des Kreises Westerwald Achim Schwickert und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur Herr Edmund Schaaf als die kommunalen Vertreter eingeladen.
Die das Projekt beratende Energieagentur des Landes RLP wird ebenfalls vertreten sein.

Fa. Elektro Conze GmbH und wir freuen uns auf regen Austausch und die kl. öffentliche Feierstunde.

Wir treffen uns um 18:00 Uhr am Fuße des Solarparks ( Treffpunk)

 

„Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin“ schreibt Matthias Willenbacher, Vorstand von JuWi

Wir laden Sie ein am 12. September 2013 um 19:00 Uhr

nach  57627 Hachenburg  ins cinexx

an 20 Orten veranstalten  Menschen in ganz Deutschland Lesungen. Matthias Willenbacher beantwortet im Anschluss Fragen zum Buch – live vom Windrad, dem leistungsstärksten Binnenlandwindrad der Bundesrepublik auf dem Schneebergerhof in Rheinland-Pfalz

Wir hören Passagen aus dem Buch, können Fragen an Matthias Willenabcher richten, der den Veranstaltungen live auf der Großbildleinwand übers Internet zugeschaltet ist und mit diskutiert.

Bei diesem Event sind Sie Teil der Bewegung „Energiewende in Bürgerhand“, die sich noch vor der Bundestagswahl stark macht für den zielstrebigen und eindeutigen Ausbau der Erneuerbaren Energien – und das dezentral.
Sie haben vor Ort die Möglichkeit, sich über das Thema zu informieren und selbst Stellung zu beziehen!

Aufhänger ist das Buch „Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin“, in dem Matthias Willenbacher – Gründer und Eigentümer der Firma juwi – seinen Masterplan für die Energiewende herleitet und erläutert.

noch mehr Infos zum Buch und den Veranstaltungen finden Sie unter:
https://www.facebook.com/MeinUnmoralischesAngebot?fref=ts
und:
http://www.mein-unmoralisches-angebot.de/

Hier können Sie den Infoflyer herunterladen

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Das EEG-Umlagenmärchen oder die wundersame Vermehrung der EEG-Umlage

Quelle: PV-Magazine – Tina Ternus

Glauben auch Sie an den EEG-Umlagen-Tsunami? Daran, dass aufgrund des Booms von Solarstromanlagen die Strompreise in die Höhe schießen? Dass die Energiewende unbezahlbar wird, wenn der Zubau von Solar- und Windanlagen weiterhin so zunimmt? Dann sind auch Sie hereingefallen. Hereingefallen auf diese großartige Inszenierung des EEG-Umlagenmärchens.

Wenn selbst vereinzelt Akteure der Solarbranche schuldbewusst und reumütig den Kopf einziehen und trotzig sagen, die Energiewende koste eben nun mal so viel Geld, das müsse sein zum Wohle späterer Generationen oder manche gar schon selbstzweifelnd beginnen, Marktverzerrungsargumente des BDEW oder der FDP zu übernehmen, ist es höchste Zeit, die eigentlichen Hintergründe der EEG-Umlagenentwicklung und die Ursachen des EEG-Paradoxons im Detail zu beleuchten.

Die Grundidee des EEG, das 2000 in Kraft trat, ist der Einspeisevorrang für erneuerbare Energien, sowie dass jeder Bürger Investitionssicherheit für seine Anlageninvestition in eigene Kleinkraftwerke erhält, in Form von festen Einspeisevergütungen. Die Summe aller ausbezahlten Vergütungsauszahlungen an die Betreiber sind die eigentlichen EEG-Kosten. Bis 2009 verkaufte jeder Stromlieferant – vom großen Versorger bis zum kleinen kommunalen Stadtwerk – eine definierte EEG-Strommenge in seinem jeweiligen Strom-Portfolio zu regulärem Preis mit, die er zuvor zum Preis der Durchschnittsvergütung an den Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bezahlt hat. Die verbleibenden Mehrkosten der ausbezahlten Vergütungen wurden als EEG-Umlage umgelegt auf alle Stromverbraucher, bei denen nur wenige energieintensive Betriebe ausgenommen waren. Die Entwicklung der EEG-Umlage entsprach in ihrem Verlauf bis 2009 der Entwicklung der tatsächlichen EEG-Kosten und stieg moderat gemäß des Zubaus.

Ab 01. Januar 2010 trat die neue Berechnungsmethode der EEG-Umlage in Form der neuen Ausgleichsmechanismusverordnung in Kraft mit der gleichzeitigen Vermarktung des EEG-Stroms am Spotmarkt der Strombörse EEX durch die vier Übertragungsnetzbetreiber. Drei der vier Übertragungsnetzbetreiber sind übrigens Tochterfirmen der großen vier Energiekonzerne. Die EEG-Umlage berechnet sich seitdem – stark vereinfacht gesagt – aus der Differenz zwischen Vergütungs- und Börsenpreis. Dieses neue Modell wird in seiner Wirkung schon fast zu einer Art Betrugsmodell am Verbraucher zugunsten von Industrie und Energiewirtschaft, bei dem – wie praktisch – noch gleich der passende Sündenbock gefunden wurde: Die EEG-Anlagen, vor allem die Solarstromanlagen.

Die Entwicklung der EEG-Umlage hat seit der geänderten Rechenmethode einen regelrecht exponentiellen Verlauf und wird ununterbrochen als Argument dafür verwendet, die Energiewende als unbezahlbar darzustellen und gleichzeitig immer mehr Maßnahmen durchzusetzen, die die EEG-bedingte Bürgerenergiewende beenden soll.

Das Anwenden von Logik zeigt bereits, dass der medial pausenlos verbreitete 1:1 Zusammenhang zwischen dem Photovoltaik-Zubau und dem exponentiellen Wachstum der EEG-Umlage rein wegen der ausbezahlten Vergütungssummen nicht sein kann. Wie soll es mathematisch möglich sein, dass neue Solarstromanlagen, deren Vergütung in den letzten drei Jahren um mehr als sechzig Prozent gesenkt wurde, zu einem weiter exponentiellen Wachstum der EEG-Umlage führen? Gleichzeitig verbrauchen die Betreiber immer mehr Solarstron selbst statt einspeisen. Darüber hinaus ist der Anlagenzubau um etwa fünfzig Prozent eingebrochen. Es gibt eine einfache Antwort: Gar nicht! Die Wahrheit ist: Selbst, wenn so gut wie keine neuen EEG-Anlagen mehr errichtet würden, würde die EEG-Umlage weiterhin steil ansteigen. Dies ist möglich durch eine Aneinanderreihung von Gegenüberstellungen in der EEG-Umlagenberechnung, die die Situation jeweils elegant zu Ungunsten der Erneuerbaren Energien verzerrt.

Verzerrung Nr. 1:

Im EEG-Konto werden für die Ausgabenseite zunächst in Position 1 des Ausgabenblocks die seit 2000 angefallenen Vergütungsauszahlungen aufgeführt. Die Vergütungsauszahlungen an die Betreiber stellen eine Gesamtkostenbetrachtung dar. Der Betreiber kann mittels der Vergütungsauszahlungen nur dann einen finanziellen Verlust vermeiden, wenn diese nicht nur die Investitionskosten für die Anlage abdecken, sondern gleichzeitig auch Versicherungskosten, Wartungskosten, Schadensfälle, Finanzierungskosten usw. Kurzum, die Ermittlung der Vergütungshöhe geschieht in einer Gesamtkostenbetrachtung plus interner Verzinsung als Risikoausgleich.

Auf der Einnahmenseite haben wir hingegen ausschließlich nur eine Berücksichtigung von variablen Kosten, da die Einnahmenseite durch die Vermarktung des EEG-Stroms an der Börse bestimmt ist und sich die Preise an der Börse nur an den Grenzkosten (variablen Kosten) der Erzeugungsanlagen orientieren, die im Wesentlichen die Brennstoffkosten sind -> siehe Grafik mit Erklärungen zu den unterschiedlichen Kostenanteilen.

Zu dem Posten der EEG-Vergütungsauszahlungen auf der Ausgabenseite des EEG-Kontos kamen ab 1. Januar 2010 außerdem eine ganze Reihe weiterer Kosten (IT-Kosten, Verwaltungskosten, Zinsen, Prognosekosten usw.) hinzu, was den Ausgabenblock nochmals erhöhte (ab Position 3 im Ausgabenblock der Tabelle des EEG-Kontos).

Im Klartext:

Einer Ausgabenseite, die auf einer Gesamtkostenrechnung beruht und zusätzlich nochmals durch weitere Kostenblöcke erweitert wurde, werden mittels der neuen Berechnungsmethode Einnahmen gegenübergestellt, die ausschließlich nur auf variablen Kosten (Börsenpreis) beruhen. Aha. Wen wundert es bei dieser Ausgangslage, dass das EEG-Konto so schnell ins Minus rutscht?

Um dieses Ungleichgewicht zu verdeutlichen: Wie wahrscheinlich wäre es, dass ein Unternehmer, der in eine neue Maschine investiert, seine Preiskalkulation für seine zukünftigen Einnahmen und Refinanzierung nach dieser Logik ausschließlich anhand seiner variablen Kosten, z.B. der Stromkosten der Maschine vornimmt und die Investitions- und Finanzierungskosten seiner Maschine völlig unberücksichtigt lässt?

Verzerrung Nr. 2:

Die Preisgebote an der Strombörse richten sich nach den Grenzkosten (variable Kosten) der Erzeugungsanlagen, was letztendlich die Brennstoffkosten und CO2-Kosten der verschiedenen Energieträger sind. Welche Brennstoffkosten und CO2-Kosten haben Erneuerbare Energien? Keine! Allenfalls Wartungskosten. Die grenzkostenbasierte Strombörse ist somit per se kein Modell, das zu brennstoff- und CO2-freien erneuerbaren Energien passt! Durch das Vermarkten des EEG-Stroms an der Strombörse wurden die erneuerbaren Energien ab 01. Januar 2010 schlagartig massiv entwertet, sie müssen seitdem per Verordnung quasi verramscht werden. Dies ist etwa gleichbedeutend, als würde ein Unternehmen, das ein Produkt bislang zu regulärem Preis in einem Geschäft verkauft hat, über Nacht per Dekret dazu gezwungen werden, sein Produkt ab sofort nur noch auf dem Flohmarkt zu Cent-Beträgen anzubieten!

Verzerrung Nr. 3:

Die sehr niedrigpreisigen erneuerbaren Energien verschieben die Angebotskurve automatisch permanent nach rechts, umso stärker, je mehr die Sonne scheint oder der Wind weht -> der Schnittpunkt mit der Nachfragekurve, was dem Börsenpreis entspricht, sinkt dadurch entsprechend synchron (Merit Order-Effekt). Die CO2 Zertifikatspreise des erzeugten Stroms sind zusätzlich noch aufgrund Lobbyarbeit und maßgeblicher Unterstützung durch Wirtschaftsminister Rösler, der stets die so hohe EEG-Umlage beklagt, nicht erhöht worden, sondern weiter gesunken. Das führt zu einer weiteren Absenkung des Börsenpreises und damit zu einer Erhöhung der EEG-Umlage (da die EEG-Umlage ja seit 2010 grob gesagt dem Vergütungspreis minus dem Börsenpreis entspricht). Jetzt kommt das entscheidende Verzerrungsmoment:

An der Strombörse wird nicht der gesamte Strom des Strommarktes gehandelt, sondern nur ein kleiner Teil, ca. 20-25 Prozent derzeit. Die Entwicklungen an der Strombörse sind kein Abbild des gesamten Strommarktes. Der EEG-Strom muss zu 100 Prozent an der Strombörse vermarktet werden, abgesehen von dem Teil, der direktvermarktet wird, der konventionell erzeugte Strom wird hingegen hauptsächlich am Terminmarkt gehandelt oder in individuellen Verträgen vereinbart.

Dadurch, dass die brennstoffkostenfreien preissenkenden erneuerbaren Energien aufgrund der Vorgaben der neuen Verordnung überproportional am Spotmarkt der EEX vertreten sind, ist die permanente Absenkung des Börsenpreises durch den Merit-Order-Effekt und damit synchron verlaufende Erhöhung der EEG-Umlage nochmals umso ausgeprägter!

Ein immer größerer Anteil der erneuerbaren Energien wird seit EEG 2012 direktvermarktet. Diese Kosten muss man im Ausgabenblock natürlich zusätzlich mit berücksichtigen (Pos. 1a im Ausgabenblock des EEG-Kontos). Dadurch, dass sich die Marktprämie aber ebenfalls anhand der EEG-Vergütungen und eines monatlichen Durchschnittspreise an der Börse berechnet, ist bei genauer Betrachtung auch dieser Kostenpart der Ausgabenseite nicht frei von den bereits beschriebenen Verzerrungsmechanismen.

Was an der Strombörse passiert, hat somit so gut wie nichts mehr mit der aktuellen Marktentwicklung zu tun. Eine Umlage, die jährlich die tatsächliche Zubau-Situation widerspiegeln würde, bliebe normalerweise konstant, wenn es keinen weiteren Zubau mehr gäbe. Das ist hier nicht der Fall. Was an der Strombörse und somit der weiteren Entwicklung der EEG-Umlage passiert, hat eben nicht nur mit den Neuanlagen zu tun. Hier wirkt sich jede EEG-Anlage aus. Die Altanlage von 2008 oder 2005 ebenso, wie selbst die Altanlagen von 1990. Grundsätzlich, sobald die Sonne scheint oder der Wind weht. Entsprechend stark sinkt der Börsenpreis und steigt die EEG-Umlage. Was in keinem direkten Zusammenhang mehr mit dem tatsächlichen Zubau und der dadurch bedingten Erhöhung der eigentlichen EEG-Kosten steht.

Und so kommt es, dass sich die eigentlichen EEG-Kosten in Form der ausbezahlten EEG-Vergütungen an alle Anlagenbetreiber seit schwarz gelb durch den stattgefundenen Anlagenzubau real nur etwa um Faktor 1,6 erhöht haben und mittlerweile stagnieren, die EEG-Umlage sich aber stattdessen mehr als vervierfacht hat und weiter explodiert!

Clevere Tricks, die hier angewendet werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass dieses Meisterstück der Intransparenz und Verbrauchertäuschung aus dem Parlament heraus entstanden ist durch Abgeordnete, von denen einige weder genau wissen, wie das EEG, noch wie der Strommarkt genau funktioniert. Wer den protokollarischen Erfahrungsbericht zum Entstehungsprozess von Gesetzen und Verordnungen eines Bundestagsabgeordneten liest samt detaillierter Beschreibung einer zunehmenden Selbstentmachtung des Parlaments bei gleichzeitiger Direktverbindung zwischen Ministerien und Wirtschaft, kann Überlegungen anstellen, wie der Verordnungsentwurf entstanden sein könnte, wer hier zuvor beratend tätig gewesen sein könnte oder mitunter Klauseln vorformuliert hat. Übrigens war der Autor sowohl zum Zeitpunkt seines Berichtes, als auch zum Zeitpunkt des Beschlusses der neuen Ausgleichsmechanismus-Verordnung Fraktionsmitglied einer damaligen Regierungspartei (große Koalition).

Wer profitiert am stärksten von der neuen Berechnungsmethode der EEG-Umlage? All diejenigen, die zu Börsenpreisen einkaufen können. Das ist zum einen die Industrie, die zusätzlich aufgrund erweiterter Ausnahmeregelungen großflächig von der Zahlung der vollen EEG-Umlage ausgenommen ist. Aber auch die konventionelle Energiewirtschaft. Wenn zum Beispiel ein großer Energiekonzern Strom für einen Gewerbebetrieb über den Terminmarkt anbietet zu einem lohnenden Preis, der ein Jahr zuvor oder noch länger ausgehandelt wurde und zum Zeitpunkt der Lieferung gerade viel Sonnenstrom im Netz ist, kann es für den Energiekonzern durchaus noch lukrativer sein, in dem Moment Strom vom Spotmarkt zu beziehen als vom eigenen Kraftwerk. Selbst bei ohnehin gewinnträchtigen, steuerlich abgeschriebenen Altkraftwerken.

Ein schöner Batzen Zusatzgewinn für die konventionelle Energiewirtschaft. Zu Lasten des privaten Stromverbrauchers oder mittelständischen Gewerbes, die die volle EEG-Umlage zahlen und zugleich durch geschickte PR-Kampagnen gegen den Sündenbock EEG-Anlagen aufgehetzt werden, um das EEG und die damit verbundene Bürgerenergiewende zu beenden und die Investitionssicherheit für über 6000 Megawatt neue Kohlekraftwerke zu erhalten.

Wer Milliarden in neue Kohlekraftwerke investiert hat oder nach wie vor hohe Gewinne mittels steuerlich abgeschriebener AKWs generieren kann, hat rein ökonomisch oder den Renditewünschen seiner Aktionäre verpflichtet, derzeit kein wirkliches, glaubhaftes Interesse an einer Energiewende. 6000 Megawatt neue Kohlekraftwerke sind gesetzte Fakten und Weichenstellungen für die nächsten 30-50 Jahre.

Mittels vollmundiger Energiewende-Bekundungen und Greenwashing lässt sich zugleich eine vorübergehend Fukushima-aufgewühlte Bevölkerung besänftigen, um bei gewogener politischer Konstellation einige Zeit später zum gewohnten Kurs zurückkehren zu können.

Wer über genügend Kapital verfügt, hat den großen Vorteil, professionelle Agenturen im großen Umfang beauftragen zu können. Public Affairs heißt diese Berufsfeld im Fachjargon. Agenturen dieser Art gibt es in deutschen Großstädten unüberschaubar viele, vor allem in Berlin und Hamburg. Mittels solcher etwa hier beschriebenen Arbeitsweisen erhält der Auftraggeber schnell Meinungshoheit in der Debatte und kann den Entscheidungsprozess in die von ihm gewünschte Richtung lenken. So kann der Rubel rollen.

Doch Fukushima zeigte, dass auch starkes Kapital und professionelle Kampagnen ein Gegengewicht bekommen können, denn Bürgerwille und Bürgerzorn bewirkten, dass die Laufzeitverlängerung von Alt-AKWs (vorerst) zurückgenommen wurde. Der Wunsch nach einer dezentralen Energiewende und mehr Unabhängigkeit von einem Strom-Oligopol lässt sich nicht aufhalten.

Das EEG spielt eine immer kleinere Rolle in der Kaufentscheidung, stattdessen wird der Eigenverbrauch maximiert. Ob von mittelständischen Produktionen, neue Einfamilienhäusern mit Wärmepumpen oder Mietern mit Balkonkraftwerken. Die dezentrale Energiewende hat sehr viele Akteure und einen starken Mitmachcharakter. 1,3 Millionen Solarstromanlagenbetreiber, 23.000 Windkraftanlagen, mehr als 7200 Biogasanlagen und über 650 gegründete Energiegenossenschaften sind es bereits und eine sehr große Vielzahl an Menschen, die beruflich mit diesen Branchen verknüpft sind, ob direkt oder indirekt.

Kurzum: Die eine Seite hat zweifelsohne mehr Geld, die anderen sind aber einfach mehr 😉

– Tina Ternus ist Mitgründerin des photovoltaikbüros, das Endkunden unabhängige Beratung bietet, Bürgerkraftwerke projektiert sowie Gutachten und Fehleranalysen bei Mindererträgen erstellt. –

Bürger-Informations-Veranstaltung in Boden

am Donnerstag, 4. Juli 2013, um 18:30 Uhr

Gemeinsam mit der Ortsgemeinde Boden laden wir alle Interessierten zur Informationsveranstaltung in die Ahrbachhalle ein.

  • Sie befürworten die Energiewende; weg vom fossilen Raubbau und nukleraen Risiken hin zu den Erneuerbaren Quellen!
  • Sie denken, dass es richtig ist, wenn wir die benötigte Energie dezentral erzeugen und die Menschen vor Ort an den Erträgen partizipieren.
  • Sie haben die Möglichkeit sich finanziell einzubringen.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen … aus der Region Westerwald sind eingeladen, sich zu informieren und, wenn gewünscht, mit zu machen.

Die Einladung zum Herunterladen und gerne zum Weitergeben finden Sie hier
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Informationen zum Solarpark Steinkaut finden Sie vorab hier
und mehr zu der Möglichkeit der Beteiligung finden Sie hier

Solarpark Steinkaut, Boden

Die Bauarbeiten am Solarpark Steinkaut in Boden sind abgeschlossen.

Auf Initiative der Ortsgemeinde Boden entwickelte die Firma Elektro Conze GmbH, einer der führenden Solarteure in der Region Westerwald, den Solarpark Steinkaut auf einer Südhang-Konversionsfläche. Mit einer Anlagenleistung von 2,5 Megawatt-Peak wird hier im Jahresmittel Strom für mehr als 500 Durchschnittshaushalte aus Sonnenenergie erzeugt.

In einer beispielhaften Bauzeit unter Einhaltung aller Kostenplanungen konnte die kaufmännische Inbetriebnahme zum 30. April diesen Jahres erfolgen.

Kaufmännische Inbetriebnahme am 30 April 2013
Kaufmännische Inbetriebnahme am 30. April 2013

Die restlichen Bauarbeiten, Einzäunung usw. wurden im Juni weitestgehend abgeschlossen. Ausgehend von der Einhaltung der Zusagen der Lieferanten sollen die Einrichtung der Übergabestation und Netzanschlussleitungen noch im Juli abgeschlossen werden und damit der Park ans Netz gehen und den erzeugten Strom einspeisen.

Allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Unternehmen (natürliche und juristische Personen) aus der Region Westerwald und speziell aus Boden ist es möglich, sich zu beteiligen. Auch die Ortsgemeinde Boden selbst hat ihre Beteiligung signalisiert. Mit dem Kauf von Genossenschaftsanteilen der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG partizipieren alle an den Erträgen aller Aktivitäten der Genossenschaft.
Weitere Details dazu finden Sie hier.

Selbst bei bewölktem Himmel produzieren die Higtec-Solarmodule noch Strom, wie hier im Mai 2013.

Auf Einladung der SPD Kreistagsfraktion Altenkirchen wurde die Energiewende in der Region beleuchtet

Um Kreativität, diesmal in regionalen Akzenten zur Energiewende, ging es auch in einem Gespräch der SPD-Fraktion mit dem Vorstand Peter Müller und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG, Fritz Hagemann.

Die beiden Energie-Aktivisten stellten die Genossenschaft vor und warben dafür, es hunderten Westerwäldern gleich zu tun und in die Energiewende mit weitestgehend heimischer Wertschöpfung zu investieren. Müller berichtete von zwei Groß-Fotovoltaikanlagen in Rennerod und Boden, die man bereits betreibe bzw. an denen man beteiligt sei. Man beabsichtige auch Windkraftanlagen zu projektieren und zu betreiben, es sei also Raum für neue Mitglieder.

Für Fraktionssprecher Bernd Becker sind – das wurde in der Diskussion deutlich – Energiegenossenschaften nach dem Muster der Maxwäll oder der Wäller Energie in Daaden nur die „zweitbeste Lösung“. „In erster Linie seien die Kommunen – vor allem die Kreisebene – gefordert, energiewirtschaftlich aktiv zu werden“, erklärte er. Da dies im Kreis Altenkirchen nur in ganz kleinen Ansätzen geschehe und die Kreistagsmehrheit sich dagegen sträube, sei es gut, dass Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv würden. Das werde dann auch von der SPD unterstützt.

Mit Vertretern der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG ( v.l.) Fritz Hagemann und Peter Müller diskutierte die SPD-Kreistagsfraktion, darunter Bernd Becker und SPD-Kreisvorsitzender Andreas Hundhausen (rechts), über die „Vor-Ort-Chancen der Energiewende“. Foto: Petra Stroh