Maxwäll Generalversammlung 2024: Regionalförderung hautnah erlebbar – Aufsichtsrat einstimmig bestätigt

Über 50 interessierte Mitglieder besuchten die diesjährige Generalversammlung der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG am 29. Juni um 10 Uhr bei ihrem langjährigen Kooperationspartner, der Wied-Scala in Neitersen. Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Hagemann eröffnete die Veranstaltung und führte souverän durch die verschiedenen Punkte der Tagesordnung.
Lesen Sie hier über unsere Regionalförderung 2023, die Entwicklung der Ertragslage, über die Dividendenausschüttung und über neue Projektplanungen.

»Die Rahmenbedingungen für die Sonnenenergie haben sich ab 2022 erheblich verbessert, aber das Neugeschäft für Maxwäll ist trotzdem schwieriger geworden«, stellte der Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich Hagemann in seiner Begrüßung fest. Was so paradox klingt, beruht – so Hagemann – darauf, dass Monopolisten ihre Monopole nicht kampflos aufgeben. Dieselben Konzerne, die früher die Erneuerbaren behindert haben, um Braunkohle und Gas zu verstromen, investieren jetzt zwar selbst in die Erneuerbaren, aber gleichzeitig erschweren sie der lästigen Konkurrenz, die sie in der Bürgerenergie sehen, den Zugang zum Stromnetz.

Aus den Mitteln der Maxwäll-Regionalförderung wurden 2023 unter vielen anderen Projekten die Arbeit des Vereins Crearte e.V. und ein Bienen-Lehrpfadprojekt der Biologie-AG und der Schülergenossenschaft der Gesamtschule Windeck gefördert. Frau Dr. Mai-Gebhardt von der Gesamtschule Windeck sowie Frau Michaela Weyand und Herr Eduardo Cisternas vom Verein Crearte e.V. stellten ihre Projekte eindrucksvoll vor. Letztere nahmen das Publikum auch musikalisch mittels einer gelungenen Mischung aus Gitarre, Akkordeon, Querflöte und Gesang mit in die Welt Lateinamerikas. Nach den bewegenden Bildern und schönen Klängen der Projektvorstellungen wurden die derzeit vier Mitarbeitenden der Maxwäll eG vorgestellt: Die Vorstände Sebastian Pattberg und Gerd Stein, sowie Ende 2023 neu hinzu gekommen Vanessa Mückler als Vorstandsassistenz im Bereich Mitgliederverwaltung und Christoph Weber im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Die Maxwäll Energiegenossenschaft steht für aktiven Klimaschutz in der Region: Energie von Wällern, für Wäller – so auch auf ihrem neuen Flyer zu lesen, der den anwesenden Genossen und Genossinnen dieses Jahr zugleich als Stimmkarte für die Versammlung diente. Die effektive Klimaschutzwirkung und die solide Entwicklung der Ertragslage konnte sowohl Herr Hagemann in seinem Bericht des Aufsichtsrates, als auch Sebastian Pattberg im Bericht des Vorstands mit Zahlen belegen: Nach Berechnungen der Genossenschaft konnten im Jahr 2023 durch die fünf Solarparks in der Region mit einer Produktion von 7,1 Millionen kWh »grünen« Stroms im Vergleich zur Braunkohleverstromung rund 7.800 Tonnen CO2 vermieden werden.

Den Vorschlägen der Verwendung des Jahresüberschusses 2023 wurde vom Plenum zugestimmt: Es werden erneut 8.000€ als Fördermittel zur Regionalentwicklung bereitgestellt sowie eine erfreuliche Dividendenausschüttung in Höhe von 6% an alle Mitglieder Ende August 2024 erfolgen.

Zum Ende des ersten Veranstaltungsteils übergab Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Hagemann das Wort an die Versammlungsleitung Vanessa Mückler zur Durchführung der anstehenden Wahl des Aufsichtsrates. Der bestehende Aufsichtsrat konnte erfreulicherweise im Block und einstimmig von den anwesenden Mitgliedern wiedergewählt werden. Wir gratulieren hierzu namentlich Volker Schmitz, Jörg Lerner, Johannes Malmedie, Berthold Wenz, Schriftführer Holger Siems sowie dem Vorsitzendem Friedrich Hagemann.

Nach einer kommunikativen Pause auf der sonnigen Terrasse der Wied-Scala mit herzhaften sowie süßen Speisen und Getränken berichteten die Vorstände Gerd Stein und Sebastian Pattberg sowohl vom technischen Zustand und der Instandhaltung der Bestandsparks als auch von geplanten Projekten und möglichen Standorten neuer Solarparks im gesamten Westerwald. Dieses Jahr soll nun auch der Bau eines weiteren Solarparks in Boden – nach Verzögerungen aufgrund zunächst unzureichender Bodenbeschaffenheit – endlich starten. Nicht unbeschrieben blieben auch andere Hürden und Herausforderungen, die der Genossenschaft auf dem mitunter langen und bürokratischen Weg bis zur Errichtung neuer Parks begegnen.

Dem Wunsch aus dem Plenum, die Anstrengungen und den Fokus neben den Solarparks stark auf die Realisierung von Windkraftprojekten zu setzen, um auch gerade in den sonnenschwachen Wintermonaten erneuerbare Energien in nennenswertem Umfang zu erzeugen, konnte das Team der Maxwäll eG nur zustimmen und versicherte, jeder Chance diesbezüglich tatkräftig nachzugehen. Neben dem Thema zunehmender Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der Sicherung von Netzanschlusskapazitäten wurde die Diversifizierung der Geschäfte, insbesondere die Chancen von Energiespeichern und Windenergie, eingehend erörtert. »Wir stehen vor wichtigen Entscheidungen für die Zukunft unserer Genossenschaft«, resümierte Vorstand Gerd Stein. »Mit unserem engagierten Team und der Unterstützung unserer Mitglieder werden wir die Energiewende in unserer Region weiter vorantreiben. Andere wollen gerade erst anfangen, wir sind schon seit zwölf Jahren dabei – gegen alle Widerstände

Das Team der Maxwäll eG bedankte sich bei den anwesenden Mitgliedern für ihr Engagement, die produktive und harmonische Versammlung sowie den konstruktiven Austausch. Dank gebührt darüber hinaus allen unserer über 600 Mitgliedern für ihr entgegengebrachtes Vertrauen und ihre Unterstützung, um gemeinsam auch in Zukunft nachhaltig neue Kraft für den Westerwald zu gewinnen.

Wir freuen uns jederzeit über neue Mitglieder, Bewerbungen von Initiativen für die Regionalförderung sowie geeignete Flächenangebote für Solarparks und Windkraftanlagen.

Die Verantwortlichen der Maxwäll-Energie Genossenschaft freuen sich über eine gelungene Versammlung und glänzende Zahlen.
Auf dem Bild abgebildet sind Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter von Maxwäll, v.l.n.r.:
Berthold Wenz (Aufsichtsrat), Volker Schmitz (Aufsichtsrat), Gerd Stein (Vorstand), Friedrich Hagemann (Aufsichtsratsvorsitzender), Vanessa Mückler (Mitarbeiterin), Johannes Malmedie (Aufsichtsrat), Sebastian Pattberg (Vorstand), Holger Siems (Aufsichtsrat).
Es fehlen: Jörg Lerner (Aufsichtsrat) und Christoph Weber (Mitarbeiter).