10 Jahre Maxwäll & Generalversammlung 2022

Die diesjährige Generalversammlung der fast 500 Energiegenossen von Maxwäll Energie war etwas Besonderes. Die Freunde der Erneuerbaren Energien konnten auf ihr zehnjähriges Jubiläum zurückblicken. Als 2011 der Gedanke aufkam, eine Energiegenossenschaft zu gründen, um allen Bürgern des Westerwalds die Teilhabe an den „Rohstoffen der Natur“, an Wind und Sonne, zu ermöglichen, lag der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung in Deutschland noch unter 20 %. In den zehn Jahren seit Gründung der Genossenschaft ist er auf nahezu 50 % angestiegen, und die Genossenschafter, die mit dem Anspruch aufgetreten sind, die MAXimale WÄLLer Energie zu erzeugen, haben kräftig dazu beigetragen. Sie produzieren mit ihren Solarparks inzwischen jährlich mehr als sieben Millionen Kilowattstunden im Jahr. „10 Jahre Maxwäll & Generalversammlung 2022“ weiterlesen

Maxwäll-Energie eG: Die zweitbeste Lösung für die Energiewende

Folgenden Beitrag über unsere Genossenschaft, den unser Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Hagemann für ein regionales Magazin verfasste, wollen wir auch auf unserer Website dokumentieren:

Vor zehn Jahren fanden sich einige Interessierte in den Räumen des Hauses Felsenkeller in Altenkirchen zusammen, um eine Genossenschaft für die Erzeugung der MAXimalen WÄLLer regenerativen Energie zu gründen. Sie suchten gemeinsam einen Weg aus der atomar-fossilen Sackgasse und wollten einen Beitrag zur Energiewende leisten, die sich die damalige Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben hatte. Und damit begann eine Erfolgsgeschichte, die allerdings etwas anders verlief als gedacht. „Maxwäll-Energie eG: Die zweitbeste Lösung für die Energiewende“ weiterlesen

Regionalförderung 2021

Die Energiegenossen von Maxwäll beschlossen auf ihrer Generalversammlung im September, sich mit den Flutopfern im Ahrtal solidarisch zu zeigen. Auf Vorschlag der Mitglieder wurde der mit 5.000 € gefüllte Fördertopf glatt verdoppelt, um ganz gezielt den Menschen zu helfen, die durch die Katastrophe im Juli ihr Hab und Gut verloren haben und die noch heute unter den Folgen der Katastrophe physisch wie psychisch leiden. Im Westerwald hat sich eine Vielfalt von Initiativen gebildet, die den Nachbarn jenseits des Rheins Hilfe leisten wollen und deren Arbeit einer Unterstützung bedarf. „Regionalförderung 2021“ weiterlesen

Pressemitteilung zur Generalversammlung 2021

Das Corona-Virus schlug auch auf die Generalversammlung der Maxwäll Energiegenossenschaft durch. Nur 40 Teilnehmer, weniger als 10 % der Energiegenossen, konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich Hagemann in der Versammlung begrüßen. Dabei hatte Maxwäll eigens das luftige große Festzelt auf der Altenkirchener Glockenspitze angemietet, um einen „coronasicheren“ Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Der guten Stimmung unter den erschienenen Anhängern der Erneuerbaren Energien konnte die geschrumpfte Teilnehmerzahl keinen Abbruch tun. Denn die Zahlen, die der Vorstand den Mitgliedern präsentierte, konnten sich sehen lassen. „Pressemitteilung zur Generalversammlung 2021“ weiterlesen

Das große Ganze im Blick – das Handeln zum Nutzen der Region im Fokus

So oder so ähnlich könnte die Überschrift für die Generalversammlung der Maxwäll-Energie 2015 im Nachhinein lauten. Für die Presse ist die Maxwäll-Energie eine „waschechte Westerwälderin […] ganz in der Tradition von F.W. Raiffeisen“.

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Die zahlreich erschienenen Mitglieder folgen gespannt den Ausführungen von Dr. Ulrich Kleemann, Präsident des SGD-Nord.

Grußwort
Dr. Ulrich Kleeman, Präsident der Struktur- und Genehmigungs-Direktion Nord (SGD-Nord), der die Wirtschaftsministerin vertrat, lobte in seinem Grußwort das Engagement und den Beitrag zum Klimaschutz und zu der aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Dr. Kleemann sicherte dem Bürger-Windparkprojekt Oberholz seine Unterstützung zu. In dieser Arbeitsgemeinschaft (ArGe) Oberholz haben sich Alternative Energien Kroppacher Schweiz GmbH & Co KG (AEKS), die Wäller-Energie eG und wir, die Maxwäll-Energie Genossenschaft eG, zusammen geschlossen, um das Windenergieprojekt zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben.

ursprünglich für Ministerin Lemke gedacht bedankte sich peter Müller im Namen der Maxwäll-Energie für den Besuch und schenkte Dr. Kleemann als Gedächtnisstütze eine Schreibtischwindrat
Peter Müller bedankte sich im Namen der Maxwäll-Energie bei Herrn Dr. Kleemann für den Besuch und schenkte ihm als Gedächtnisstütze ein Schreibtischwindrad – mit der Bitte es gelegentlich an Ministerin Lemke weiter zu geben.

 

Ausgezeichnete Projekte

Begeisterung bei den Genossinnen und Genossen und große Freude bei den Projektteilnehmer/innen kam auf, als die Vertreter der BBS Wissen und Schülerinnen der BBS Montabaur ihre Preise erhielten:

Projektueberblick

1|  Burkhard Hensel, Lehrer an der BBS Betzdorf-Kirchen, Bereich Metall-/Umwelttechnik, erläuterte ein von Schülern entwickeltes Windrad, dessen Energieauswurf genutzt werden soll (Förderungssumme 1.000 Euro, dazu 500 Euro von einem Genossenschaftsmitglied).

2|  Die Schülerinnen, die die Bankfachklasse M13 der BBS Montabaur vertraten, bekamen rauschenden Beifall für ihre Produktentwicklung „Wäller Anteilssparen“.

DSC_0051    Kristin Herbst, Theresia Herborn, Jennifer Natalie Steinbacher, Katharina Baumann

Das sie begleitende Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Westerwald, Herr Dipl. Volkswirt Andreas Görg, war sichtlich stolz auf das Engagement und die Kreativität der Auszubildenden, wenn gleich er auf Nachfrage aus dem Publikum nicht verbindlich sagen konnte, ob und wann die Bank dieses tolle Bankprodukt auflegen wird.

Auch im nächsten Jahr wird die Maxwäll wieder in ihrem Regionalentwicklungsprogramm innovative, zukunftsfähige und für die Region Westerwald nachhaltig Nutzen bringende Projekte auswählen und fördern.

 

Bericht 2014

In der Generalversammlung, die von Herrn Friedrich Hagemann, Vorsitzender des Aufsichrates, geleitet wurde, konnten die Mitglieder Erfreuliches sehen und hören. Peter Müller präsentierte ein deutlich gesteigertes Ertragsergebnis. Die beiden Solarparks Wolfsgestell in Rennerod und Steinkaut in Boden laufen sehr gut und die vielen Sonnenstunden in 2014 sorgten für ein deutlich über den konservativen Planungen liegendes Ertragsergebnis.
Die Versammlung folgte dem Vorschlag des Vorstandes mit der Empfehlung des Aufsichtrates und beschloss eine Dividende von 4,5 % für 2014; eine deutliche Steigerung der Gewinnausschüttung.
Die Zustimmung zum Jahresabschluss 2014, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte einstimmig. Bei der Wahl zum Aufsichtsrat wurde der alte Rat bestätigt und durch die Wahl von Manfred Müller um eine Person verstärkt.
Auf Verständnis stieß die persönliche Erklärung von Murat Cakatay, dass er den Aufsichtrat aus gesundheitlichen Gründen um Abberufung von seinem Amt gebeten habe. Mit Wirkung zum 11. Mai 2015 erfolgte die Abberufung; Andreas Weller aus Gebhardshain trat die Nachfolge an.

 

Perspektive

Mit dem Blick in die Zukunft wusste Peter Müller mit den Plänen des Vorstandes trotz der sich verschlechternden Rahmenbedingungen im EEG (Erneuerbaren Energie Gesetz)  gute Perspektiven aufzuzeigen.

Der Stromvertrieb im Rahmen der Bürgerwerke eG entwickelt sich positiv. Allen voran sind die Mitglieder aufgerufen, ihren Strom bei ihrem Unternehmen zu kaufen. Es wird zukünftig deutlich mehr für die Akquise von Kunden im Bereich Haushalt und Gewerbe investiert werden, so Müller. Mit dem in Boden und Rennerod produzierten Solarstrom werden dann immer mehr Haushalte und Gewerbetriebe TATSÄCHLICH DIREKT mit regionalem, erneubaren Strom versorgt werden: Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung in der Region!

Um Kommunen mit ihrer oft schwachen Finanzausstattung, aber auch Privaten und Unternehmen Möglichkeiten der günstigen Solarstromnutzung vom eigenen Dach zu ermöglichen wurde das Kooperationsprojekt „PV-Mieten“ vorgestellt:pvmieten    pvmieten_2
Die Akquise und Umsetzung von Windenergie-Projekten nimmt erhebliche Kapazitäten in Anspruch und bedarf großer Ausdauer, so Müller weiter. Im Verbund der ArGe Bürgerwindpark Oberholz kommen wir aber doch nun voran. Weitere Gespräche führen wir mit den regionalen Windenergieanlagen-Herstellern Schütz in Selters bzw. Siershahn und FWT in Waigandshain. Ein Erfolgversprechendes Projekt zeichnet sich mit dem Windpark Knippen ab. Hier diskutieren wir intensiv mit der Projektentwicklungsgesellschaft (hinter der die Fa. Timbertower steht) die Übernahme des Windparks nach Fertigstellung. Sobald die Realisierung eines dieser Projekte auch zeitlich genauer terminiert werden kann, werden alle Mitglieder und die Bürger/innen im direkten Umfeld der Windräder informiert und mögliche Beteiligungen aufgezeigt.

 

Applaus zum Resumé

Die Anwesenden applaudierten zu dem Erfolg, den die noch junge Maxwäll-Energie Genossenschaft eG schon verzeichnen kann, und zu den Plänen des Vorstandes, das Unternehmen zum regionalen Energieversorger im Westerwald zu entwickeln und zu einem starken und aktiven Player bei der Energiewende voranzutreiben – zum Nutzen der Mitglieder und Bürger/innen sowie den nachfolgenden Generationen in der Region.

 

Genossenschaften – Geld anlegen und mitbestimmen: Interview mit Michael Sladek, EWS Schönau

Quelle: ecoreporter

 

Michel Sladek ist einer der Köpfe hinter den „Stromrebellen“ der Elektrizitätswerke (EWS) Schönau eG. / Quelle: Unternehmen

 

Als ob Asterix und Obelix in der deutschen Stromwirtschaft zum Leben erweckt wären: Das ganze Land wird in den achtziger und neunziger Jahren von den Stromriesen mit ihren Atom- und Kohlekraftwerken und Leitungen beherrscht. Das ganze Land? Nein, die Bürger der kleinen Schwarzwald-Stadt Schönau wollen nach der Tschernobyl-Katastrophe 1986 nicht mehr mitmachen. Sie gründen die Netzkauf Elektrizitätswerke (EWS) Schönau eG, kaufen 1997 erst das Stromnetz in ihrem Ort, später bieten sie bundesweit grünen Strom an. Mittlerweile versorgen Sie mehr als 155.000 Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Industrie-Unternehmen mit sauberem Strom. Auch grünes Gas hat die EWS im Angebot, und sie betreibt eigene Erneuerbare-Energien-Kraftwerke.

Bundespräsident Joachim Gauck verlieh der EWS-Mitgründerin und Vorstandsfrau Ursula Sladek im Oktober 2013 den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Ihr Mann, der Arzt Michael Sladek, ist ebenfalls im Vorstand der EWS. Im Interview erläutert er, warum die EWS Geld von Anlegern brauchte und warum dieses Geld eine ganz andere Wirkung hat als das Kapital, das im üblichen Weltkreislauf der Finanzen pulsiert.

Lesen Sie das ganze Interview hier

 

Die Energiewende in Deutschland und die Partizipation der Bürger

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich melde mich bei Ihnen, da Ihr Bürgerenergie-Projekt vor einiger Zeit an einer Befragung von mir teilgenommen hat (Umfrage der Uni Siegen).
Insgesamt haben 80 Bürgerenergie-Projekte teilgenommen, 2800 Personen haben sich die Zeit für das Ausfüllen genommen.
Nun kann ich Ihnen die Ergebnisse der Gesamtbefragung präsentieren – erschienen im Newsletter des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Nr. 2 von 2014 (siehe Anhang).
Sie finden den Newsletter auch hier: http://www.b-b-e.de/archiv-des-newsletters/newsletter-archiv-2014/1-quartal-2014/newsletter-nr-2-vom-622014/

oder als download:   [download id=“35″]

Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit gerne an mich wenden.

Schließlich möchte ich Ihnen nochmals ganz herzlich für die Teilnahme danken – ohne Ihr Engagement und Ihre Bereitschaft wäre es nicht möglich gewesen, diesen sowohl repräsentativen als auch tiefen Einblick in Bürgerenergie-Projekte zu gewinnen. Sowohl für Wissenschaft, wie auch für Politik und Gesellschaft sind diese Informationen sehr hilfreich.

Ich hoffe, dass die Forschung und Verbreitung von Wissen auch Ihren Initiativen helfen und sie unterstützen kann. So haben viele BürgerInnen in der Umfrage angegeben, dass sie sich mehr Informationen wünschen.
Neben nackten Zahlen besteht das Fazit der Auswertung auch darin, dass sich sehr viele Bürgerinnen und Bürger sehr zufrieden zeigen und einfach froh sind, an dem Aufbau Erneuerbarer Energien teilzuhaben. Ich hoffe, dass dies auch in Zukunft gelingen wird.

In diesem Sinne beste Grüße

Jörg Radtke

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Jörg Radtke

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft
Arbeitsgruppe Energie und Infrastruktur
Universität Bremen
Raum 4110, Gebäude SFG
Tel. 0421/21867618

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