Rückblick auf unser Stromjahr 2023

Nein, unsere Stromerzeugung in 2023 sehen wir nicht ganz so euphorisch wie der englische Dichter William Blake (1757 – 1827), der einmal schrieb: «Energie ist ewige Freude». Aber, ja, unsere Solarparks haben uns im letzten Jahr wieder viel Freude bereitet – auch wenn der Ertrag nicht ganz so hoch war wie im Rekordjahr 2022. Dennoch konnten wir die Sollwerte, mit denen wir ursprünglich kalkuliert hatten, erreichen oder sogar übertreffen.

Unsere Solarparks stehen in Wissen (2,5 MWp), Grünebach (0,75 MWp), Wölferlingen (0,9 MWp), Boden (2,5 MWp) und Rennerod (0,8 MWp).

Sie haben eine Flächengröße von insgesamt 11 Hektar – das entspricht 15 Fussballfeldern. In 2023 erbrachten sie im Mittel 978 Volllaststunden – das heißt, pro installiertes kW in unseren Solarparks wurden durchschnittlich 978 kWh erzeugt. Spitzenreiter war mal wieder unser Park in Wölferlingen mit 998, Schlusslicht unser ältester Park, der Solarpark Rennerod mit 926 Volllaststunden.

Insgesamt haben wir im letzten Jahr rund 7,1 Millionen Kilowattstunden (oder 7,1 Gigawattstunden) Strom produziert: in Wissen 2.250.222 kWh, in Rennerod 750.327 kWh, in Wölferlingen 895.268 kWh, in Boden 2.441.358 kWh und in Grünebach 732.012 kWh.

Der ertragreichste Monat war der Juni, aber auch im September sind die Werte nochmal hochgegangen.

Die von uns erzeugte Strommenge würde ausreichen, um…

  • 5655 Menschen mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch oder
  • 2773 Elektrofahrzeuge mit einer Fahrleistung von 15.000 km

…ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Auch unsere Mitgliederentwicklung macht uns weiterhin Freude. Im letzten Jahr konnten wir unser 600. Mitglied begrüßen.

Die durchschnittliche Einlage pro Mitglied lag in 2023 bei knapp 4000,- €.

Und wie sieht der Ausblick für 2024 aus? Wir haben einige Projekte in der Pipeline, in den meisten Fällen wird es aber noch zwei bis drei Jahre dauern, bis wir Baureife erreichen. Wir gehen aber fest davon aus, dass noch in diesem Jahr ein sechster Solarpark entstehen wird. Bleiben Sie gespannt!

Nie wieder ist jetzt! Aufruf zur Teilnahme an Kundgebung am 4. Februar 2024

Die sechs demokratischen Fraktionen des Kreistages Altenkirchen sind die Initiatoren für eine Kundgebung am Sonntag, 04.02.2024, 14 Uhr auf dem Schlossplatz in Altenkirchen.

Maxwäll unterstützt den Aufruf zur Kundgebung.

Liebe Mitmenschen,
Pandemie, Krieg in Europa und auf der Welt, Klimawandel, Katastrophen, Neue Weltordnung, Inflation, Transformation der Wirtschaft und und und.
Gesellschaft und Politik stehen vor gewaltigen, nie dagewesenen Herausforderungen. Parallel dazu erhalten auf der Welt, in Europa und in Deutschland verfassungsfeindliche, menschenfeindliche, rechtsextreme und populistische Kräfte Zuspruch und Aufschwung. Die in weiten Teilen als gesichert rechtsextrem geltende „AfD“ erschwert zunehmend die Bildung demokratisch geprägter Regierungen in den Bundesländern.
Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gerät in Gefahr.
Das muss verhindert werden. Wir setzen uns für unsere Demokratie, den Rechtsstaat und eine solidarische Gesellschaft ein. Mit der Kundgebung in der Kreisstadt Altenkirchen setzen wir ein Zeichen gegen verdeckt und offen auftretende Nazis.
Nie wieder dürfen menschenverachtende und rechtsextreme Parteien und Strömungen in Deutschland die Chance zur Regierungsbeteiligung erhalten. NIE WIEDER IST JETZT!

Die Vorsitzenden der im Kreistag Altenkirchen vertretenen demokratischen Fraktionen erklären einmütig:
«In den Kommunen, im Land und im Bund streiten wir um die richtigen Ziele und Lösungen. Aber wenn es um die Ablehnung von Nazis und Rechtsextremen geht, müssen sich alle Demokraten einig sein.
Deshalb dieser Aufruf zur klaren Positionierung für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.»

Vanessa Mückler – Neue Energie für die Maxwäll eG

Seit Dezember 2023 unterstützt uns Vanessa Mückler aus Dürrholz als Assistenz des Vorstands tatkräftig bei der Verwaltung der Genossenschaft. Wir freuen uns, dass wir sie für unsere Sache gewinnen konnten und geben ihr im Folgenden die Gelegenheit, sich Ihnen einmal vorzustellen.

Liebe Mitglieder und Hallo miteinander,

gerne möchte ich mich Ihnen und euch als Neuzuwachs des Maxwäll-Teams vorstellen. Mein Name ist Vanessa Mückler, ich bin 32 Jahre alt und lebe mit meinem Mann Marius und unseren drei aufgeweckten Töchtern seit 2018 im schönen Dürrholz Daufenbach. Ich bin gelernte Drogistin (2010-2013) und Handelsfachwirtin (2015) und arbeite in Teilzeit bei dm drogeriemarkt, derzeit in der dm Filiale in Dierdorf. Mit dem in der Aus- und Weiterbildung erlangten kaufmännischen Wissen unterstütze ich seit Dezember 2023 Maxwäll als Vorstandsassistentin im Rahmen einer gegenwärtig geringfügigen Beschäftigung bei Bürotätigkeiten.

Darüber hinaus bin ich seit 2017 ehrenamtlich als Übungsleiterin mit C- und B-Lizenz in derzeit drei Sportvereinen tätig. Ich leite Rehasport mit Schwerpunkt Orthopädie im BSG Altenkirchen an, sowie Gymnastik im TSG Urbach und Funktionelles Training im FV Daufenbach. Von 2017 bis 2020 habe ich außerdem an der Universität Koblenz den Zwei-Fach Bachelorstudiengang Psychologie und Soziologie B.A. absolviert.

Nachhaltigkeit, Naturverbundenheit und Umweltschutz haben bei mir spätestens seit meiner Ausbildung zur Drogistin einen sehr hohen Stellenwert. Insbesondere durch unsere drei Töchter ist es mir auch persönlich ein großes Anliegen, eine lebenswerte Welt mitzugestalten und aktiven Klimaschutz zu betreiben. Im Privaten haben wir uns im Herbst 2021 für eine Solaranlage auf unserem Dach entschieden und ernähren uns seit Anfang 2021 vegan und überwiegend biologisch – als klimafreundlichste und ressourcenschonendste Ernährungsform. In meiner Freizeit singe ich seit 2008 im “Geheimen Küchenchor”, mit dem wir uns unter anderem auch im März 2019 auf einer fridays for future Mahnwache für unser Klima in Altenkirchen mit dem Klimasong “Do it now” beteiligt haben.

Ich freue mich daher sehr, nun mit dem Maxwäll Team und natürlich allen Mitgliedern der Genossenschaft den Ausbau erneuerbarer Energien in unserer Heimat dem Westerwald mitzugestalten.

Sonnige Grüße

Vanessa Mückler 

Regionalförderung 2023: «Energiegenossenschaft sorgt für Freude» (sagt die Rhein-Zeitung)

Auch in 2023 hat die Generalversammlung von Maxwäll beschlossen, finanzielle Mittel für die Förderung von regionalen Vereinen und Projekten bereitzustellen. Es wurden insgesamt 10.000 € bewilligt. Der Aufsichtsrat hat die eingegangenen Unterstützungs-Anfragen von regionalen Vereinen geprüft und die Förderungen beschlossen. Bei einer symbolischen Scheckübergabe mit Sektumtrunk wurden am 12. Dezember ’23 im Haus Felsenkeller die Vereine und Projekte vorgestellt. Hier die Details:

Die Erich-Kästner-Grundschule in Altenkirchen will eine integrationsfördernde Projektwoche „Trommelzauber“ mit Konzert und Tanz organisieren. Maxwäll unterstützt das Projekt mit 900 €, was 20 % der Kosten bzw. 2,50 € pro Schüler*in entspricht.

Die Gesamtschule in Windeck will an ihrem Standort Herchen eine «Gartenakademie» mit einem Hochbeet, weiteren Beeten und einem Lehrpfad einrichten. Die angebauten Feldfrüchte sollen in der Mensa oder in dem Kiosk, dessen Errichtung geplant ist, verwertet werden. Maxwäll stellt dafür Fördermittel in Höhe von 1.500 € zur Verfügung.

Die Ortsgemeinde Astert will zusammen mit anderen Gemeinden der VG Hachenburg Dauerblühflächen am Ufer der Nister und auch auf weiteren Grundstücken einrichten. Die Pflege der Blühwiesen wird durch längerfristige Verträge gesichert. Maxwäll unterstützt die Initiative mit 1.500 €, die für Saatgut für etwa einen Hektar Fläche ausreichen.

Der Sportverein SG Niederhausen-Birkenbeul will für das Vereinsheim eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher errichten. Maxwäll fördert die Suche des Vereins nach Möglichkeiten der Energieeinsparung und den Wunsch nach Eigenstromerzeugung und -verbrauch mit 1.000 €.

Der Kleingartenverein Queerbeet möchte in seiner Anlage ein Insektenhotel aufstellen und dabei die Kinder des angrenzenden evangelischen Kindergartens einbeziehen. Für dieses Vorhaben, das Ökologie und Pädagogik auf vorbildliche Art und Weise verknüpft, stellt Maxwäll 900 € zur Verfügung.

Der Käufer des Cinexx in Hachenburg will das zugehörige, defizitäre Programmkino «Wied-Scala» in Neitersen nicht übernehmen. Der langjährige Angestellte Daniel Tomasiello möchte das Kino weiterführen. Im Interesse des Erhalts dieser für die Region herausragenden Kultureinrichtung, in der in der Vergangenheit auch die meisten Maxwäll-Generalversammlungen stattfanden, werden 500 € für neue Technik bereitgestellt.

Der Förderverein CREARTE e.V. hat ein großes Konzert im Wissener Kulturwerk mit lateinamerikanischer Musik durchgeführt. Etwa erzielte Überschüsse werden von dem Verein als eine Art Sozialprojekt für Musikschulen in Chile verwendet, um Kinder aus den Wohnvierteln der Armen musikalisch zu beschulen. Maxwäll bewertet die Organisation eines von der Musikauswahl her völkerverbindenden Konzerts als eine förderungswürdige Veranstaltung und stellt einen Mietkosten-Zuschuss in Höhe von 400 € zur Verfügung.

Der Evangelische Verein Innere Mission (EVIM) will im Raum Westerburg-Rennerod eine Hospizbewegung gründen. Um den erheblichen Schulungsbedarf der Ehrenamtler abzudecken, soll eine Präsenzbibliothek aufgebaut werden. Maxwäll fördert die Anschubfinanzierung mit 1.000 €.

Der Förderverein für den Regionalladen Unikum in Altenkirchen will zwei Kühltruhen für regional erzeugte Produkte anschaffen, um das Angebotsspektrum zu erweitern. Dieses Projekt ist dazu geeignet, ökologische und regionale Wertschöpfungsketten im Lebensmittelsektor zu stärken. Maxwäll trägt die Kosten für die Truhen in Höhe von 1.200 €.

Zu guter letzt unterstützte Maxwäll auch die Durchführung einer Klimademo von Fridays for Future in Altenkirchen durch die Übernahme von Kosten in Höhe von 200 €.

Ach ja: Hier geht’s zum Freude-Artikel der Rhein-Zeitung vom 14.12.2023.

 

Wir begrüßen das 600. Mitglied!

Im Oktober 2023 konnten wir das 600. Mitglied in unserer Genossenschaft begrüßen. Carsten Steindorf hat uns freundlicherweise ein Kurz-Interview gegeben:

Herr Steindorf, wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Sagen Sie uns bitte: 🙂 Woher wussten Sie, wann Sie Ihre Mitgliedschaft einreichen müssen, um der 600. Genosse zu werden?🙂 

Ich hatte keine Ahnung an welcher Stelle mein Mitgliedschaftsantrag eingegangen ist, bis Herr Pattberg mich telefonisch kontaktiert hat und mir die Nachricht überbracht hatte. Ich nenne es “reinen Zufall” 😉

Wann haben Sie zum ersten Mal von Maxwäll gehört und bei welcher Gelegenheit? Was hat Sie bewogen, Mitglied zu werden?

Ich habe einen Vortrag von Herrn Stein (Maxwäll-Vorstand) bezüglich Maxwäll gehört und war direkt an diesem Thema interessiert. Danach habe ich Google nach der Genossenschaft befragt und bin auch auf die informative Homepage gestoßen. Nach weiterer online-Informationsbeschaffung habe ich dann Herrn Stein eine Mail mit meinem Mitgliedschaftsersuchen geschickt. Nach einem dann erfolgten Telefonat habe ich dann den Antrag ausgefüllt und abgeschickt.

Wie würden Sie diesen Satz beenden? “Es wäre schön, wenn Maxwäll innerhalb der nächsten drei Jahre…..”

Es wäre schön, wenn Maxwäll innerhalb der nächsten drei Jahre stärker auf dem regionalen Strommarkt aktiv werden kann und und weiteren Gemeinden / Städten die Idee einer regionalen Stromerzeugung und Vermarktung näher bringen kann.

Vielen Dank, Herr Steindorf.

 

Die Illustration zum Beitrag wurde mithilfe der AI Illusion Diffusion generiert.

Kurz notiert: Gemeinderäte besichtigen Solarpark Wölferlingen

 

Am vergangenen Samstag durften wir Vertreter*innen zweier Gemeinderäte aus der Verbandsgemeinde Montabaur – genauer aus Stahlhofen und Daubach –  und weitere interessierte Bürger*innen  aus den jeweiligen Gemeinden zu einer Führung durch unseren Solarpark begrüßen.

Die Besichtigung unseres Solarparks war dabei für die Teilnehmer*innen der Abschluss eines ereignisreichen Tages unter dem Motto “PrimaKlima”, bei dem unter anderem das Nahwärmenetz in Neuerkirch (Rhein-Hunsrück-Kreis) besichtigt wurde. Ein interessanter, reich bebilderter Bericht hierzu kann auf der Website der Ortsgemeinde Stahlhofen nachgelesen werden.

 

Hier noch ein paar aktuelle Eindrücke aus Wölferlingen:

Solarschafe im Westerwälder Abendlicht

 

Wächst gut an: Von Maxwäll angepflanzte, regional abgestimmte Hecke am Ost- und Südrand des Solarparks

 

Maxwäll unterwegs: zu Gast beim Rotary Club Westerwald

Am vergangenen Montag war unser Vorstand Sebastian Pattberg als Referent beim Rotary Club Westerwald zu Gast im Sporthotel Glockenspitze. Thema des Vortrags war neben einer Vorstellung unserer Energiegenossenschaft der Stand der Energiewende im Westerwald. Im Vergleich der Landkreise ergibt sich dabei ein sehr heterogenes Bild (vgl. Bild oben; Quelle: energieatlas.rlp.de, eigene Berechnungen); besonders die immensen Nachholbedarfe im Kreis Altenkirchen lassen sich nicht beschönigen. Und so entspann sich im Anschluss an den Vortrag eine lebhafte und konstruktive Diskussion über Ursachen für die bisherigen Versäumnisse, zukünftige Ausbauziele, Vor- und Nachteile für den Artenschutz und Akzeptanz durch lokale Bürgerbeteiligung.