Start der Bürgerbeteiligung am Solarpark Boden-Pletschmorgen

maxwäll bietet Bürgerinnen und Bürgern der Ortsgemeinde Boden ab dem 04. November die Möglichkeit, sich direkt an der Energiewende vor Ort zu beteiligen.

Mit dem Solarpark Boden-Pletschmorgen entsteht derzeit auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar ein weiteres Gemeinschaftsprojekt für saubere Energie im Westerwald. Der Park wird künftig über 2 Millionen kWh Strom pro Jahr erzeugen – genug für den Jahresbedarf von rund 830 Menschen – und spart dabei mehr als 2.000 Tonnen CO₂ jährlich ein. Ergänzt wird die Anlage durch einen Batteriespeicher mit 4 MWh Kapazität, der für mehr Netzstabilität und lokale Wertschöpfung sorgt.

Beteiligungsmöglichkeit für Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde Boden

  • Gesamtvolumen: 150.000 €
  • Beteiligungsform: Genossenschaftsanteile à 100 €
  • Mindestbeteiligung: 5 Anteile (= 500 €)
  • Höchstbeteiligung: 50 Anteile (= 5.000 €)
  • Zeichnungsfrist: bis 01. Dezember 2025

Mitglieder profitieren von:

  • einer jährlichen Dividende (Ø 5 % in den letzten Jahren),
  • demokratischer Mitbestimmung und
  • einem Mitgliederstromtarif.

Projektstand

Nach dem Zuschlag in der EEG-Ausschreibung und der erteilten Baugenehmigung im Sommer 2025 läuft der Bau des Solarparks derzeit planmäßig.

Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2026 vorgesehen. Die Lieferung des Batteriespeichers soll später im Jahr 2026 erfolgen.

 

Regionalförderung 2024: Maxwäll unterstützt vielfältige Projekte im Westerwald

Auch in diesem Jahr stellt die Maxwäll-Energie Genossenschaft wieder Fördermittel für gemeinnützige Projekte in der Region zur Verfügung. Mit insgesamt 8.000 Euro unterstützen wir sieben zukunftsweisende Initiativen, die von unseren Mitgliedern vorgeschlagen wurden. Die geförderten Projekte decken ein breites Spektrum ab – von Naturschutz über erneuerbare Energien bis hin zu sozialen und kulturellen Vorhaben.

Nahwärmekonzept Kundert: Modellprojekt für die Wärmewende

 

 

 

Das größte Einzelprojekt ist die Förderung einer Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz in Kundert mit 2.000 Euro. Die Ortsgemeinde bietet aufgrund ihrer Topografie ideale Voraussetzungen für ein solches Netz. Eine erste Bachelor-Arbeit hat dies bereits bestätigt. Die nun geförderte Machbarkeitsstudie soll konkrete Umsetzungsmöglichkeiten und Kostenszenarien aufzeigen. „Dieses Projekt könnte beispielgebend für viele andere Gemeinden in unserer Region sein“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Hagemann. „Wir sehen hier die Chance, ein Modell für die Wärmewende im ländlichen Raum zu entwickeln.“

Naturschutz an der Nister

Die Arge Nister erhält 1.300 Euro für ein innovatives Projekt zum Kormoranmanagement. In Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz werden verschiedene Methoden getestet, um die Kormorane von einem Altarm der Nister fernzuhalten. Dabei kommen unter anderem spezielle Netze und eine mit verschiedenen Materialien behängte Wäscheleine zum Einsatz. Die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Koblenz gewährleistet eine genaue Dokumentation der Wirksamkeit dieser Maßnahmen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita

Ein besonders zukunftsweisendes Projekt ist die Waldgruppe der Kita Löwenzahn aus Katzwinkel. Mit einer Förderung von 400 Euro ermöglichen wir die Einrichtung von Niedrigseilgärten an vier verschiedenen Waldstandorten. Diese Einrichtungen fördern nicht nur die motorische Entwicklung der Kinder, sondern bringen ihnen auch einen nachhaltigen und respektvollen Umgang mit der Natur nahe. Die Waldgruppe arbeitet dabei eng mit dem örtlichen Förster zusammen und nutzt das Haus Marienberge in Elkhausen als Stützpunkt.

Energieeffizienz in kommunalen Einrichtungen

Die Gemeinde Fensdorf erhält 1.000 Euro für die Installation einer digitalen Anzeigetafel im Foyer des Bürgerhauses. Diese wird den Bürgerinnen und Bürgern anschaulich die Leistung der 2017 installierten Photovoltaikanlage vermitteln – von der aktuellen Stromerzeugung über die CO2-Einsparung bis hin zur Wirtschaftlichkeit der Anlage. Die Ortsgemeinde Ailertchen investiert mit unserer Unterstützung von 900 Euro in die energieeffiziente Modernisierung der Beleuchtung ihrer Gemeindehalle, wodurch jährlich 850 Kilowattstunden Strom eingespart werden können.

Soziale und kulturelle Projekte

Der Verein Timao erhält 1.300 Euro für den Aufbau einer Freizeit- und Urlaubseinrichtung für Familien mit behinderten Kindern in Rothemühle. Das Projekt, für das bereits 80.000 Euro eingeworben wurden, soll eine wichtige Lücke in der Region schließen. Geplant sind sechs Häuser für Familien sowie Gemeinschaftsräume und eine Reithalle.

Das Kulturbüro des Hauses Felsenkeller, eine wichtige kulturelle Institution in Altenkirchen, wird mit 1.000 Euro bei der Instandsetzung ihrer Veranstaltungsausstattung unterstützt. Diese Förderung trägt dazu bei, das vielfältige kulturelle Angebot in unserer Region zu erhalten.

„Die große Bandbreite der eingereichten Vorschläge zeigt, wie lebendig und vielseitig unsere Region ist“, resümiert Hagemann. „Als regional verwurzelte Energiegenossenschaft freuen wir uns, dass wir einen Beitrag zur Förderung dieser wertvollen Initiativen leisten können.“

Die Mitglieder der Maxwäll-Energie Genossenschaft können jedes Jahr Vorschläge für förderungswürdige Projekte einreichen. Der Aufsichtsrat prüft diese Vorschläge sorgfältig und entscheidet über die Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel. Über die Möglichkeit weitere Projekte für die nächste Förderrunde einzureichen, werden die Mitglieder voraussichtlich im Spätsommer 2025 informiert.

Maxwäll Generalversammlung 2024: Regionalförderung hautnah erlebbar – Aufsichtsrat einstimmig bestätigt

Über 50 interessierte Mitglieder besuchten die diesjährige Generalversammlung der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG am 29. Juni um 10 Uhr bei ihrem langjährigen Kooperationspartner, der Wied-Scala in Neitersen. Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Hagemann eröffnete die Veranstaltung und führte souverän durch die verschiedenen Punkte der Tagesordnung.
Lesen Sie hier über unsere Regionalförderung 2023, die Entwicklung der Ertragslage, über die Dividendenausschüttung und über neue Projektplanungen.

„Maxwäll Generalversammlung 2024: Regionalförderung hautnah erlebbar – Aufsichtsrat einstimmig bestätigt“ weiterlesen

Rückblick auf unser Stromjahr 2023

Nein, unsere Stromerzeugung in 2023 sehen wir nicht ganz so euphorisch wie der englische Dichter William Blake (1757 – 1827), der einmal schrieb: «Energie ist ewige Freude». Aber, ja, unsere Solarparks haben uns im letzten Jahr wieder viel Freude bereitet – auch wenn der Ertrag nicht ganz so hoch war wie im Rekordjahr 2022. Dennoch konnten wir die Sollwerte, mit denen wir ursprünglich kalkuliert hatten, erreichen oder sogar übertreffen.

Unsere Solarparks stehen in Wissen (2,5 MWp), Grünebach (0,75 MWp), Wölferlingen (0,9 MWp), Boden (2,5 MWp) und Rennerod (0,8 MWp).

Sie haben eine Flächengröße von insgesamt 11 Hektar – das entspricht 15 Fussballfeldern. In 2023 erbrachten sie im Mittel 978 Volllaststunden – das heißt, pro installiertes kW in unseren Solarparks wurden durchschnittlich 978 kWh erzeugt. Spitzenreiter war mal wieder unser Park in Wölferlingen mit 998, Schlusslicht unser ältester Park, der Solarpark Rennerod mit 926 Volllaststunden.

Insgesamt haben wir im letzten Jahr rund 7,1 Millionen Kilowattstunden (oder 7,1 Gigawattstunden) Strom produziert: in Wissen 2.250.222 kWh, in Rennerod 750.327 kWh, in Wölferlingen 895.268 kWh, in Boden 2.441.358 kWh und in Grünebach 732.012 kWh.

Der ertragreichste Monat war der Juni, aber auch im September sind die Werte nochmal hochgegangen.

Die von uns erzeugte Strommenge würde ausreichen, um…

  • 5655 Menschen mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch oder
  • 2773 Elektrofahrzeuge mit einer Fahrleistung von 15.000 km

…ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Auch unsere Mitgliederentwicklung macht uns weiterhin Freude. Im letzten Jahr konnten wir unser 600. Mitglied begrüßen.

Die durchschnittliche Einlage pro Mitglied lag in 2023 bei knapp 4000,- €.

Und wie sieht der Ausblick für 2024 aus? Wir haben einige Projekte in der Pipeline, in den meisten Fällen wird es aber noch zwei bis drei Jahre dauern, bis wir Baureife erreichen. Wir gehen aber fest davon aus, dass noch in diesem Jahr ein sechster Solarpark entstehen wird. Bleiben Sie gespannt!

Wir begrüßen das 600. Mitglied!

Im Oktober 2023 konnten wir das 600. Mitglied in unserer Genossenschaft begrüßen. Carsten Steindorf hat uns freundlicherweise ein Kurz-Interview gegeben:

Herr Steindorf, wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Sagen Sie uns bitte: 🙂 Woher wussten Sie, wann Sie Ihre Mitgliedschaft einreichen müssen, um der 600. Genosse zu werden?🙂 

Ich hatte keine Ahnung an welcher Stelle mein Mitgliedschaftsantrag eingegangen ist, bis Herr Pattberg mich telefonisch kontaktiert hat und mir die Nachricht überbracht hatte. Ich nenne es „reinen Zufall“ 😉

Wann haben Sie zum ersten Mal von Maxwäll gehört und bei welcher Gelegenheit? Was hat Sie bewogen, Mitglied zu werden?

Ich habe einen Vortrag von Herrn Stein (Maxwäll-Vorstand) bezüglich Maxwäll gehört und war direkt an diesem Thema interessiert. Danach habe ich Google nach der Genossenschaft befragt und bin auch auf die informative Homepage gestoßen. Nach weiterer online-Informationsbeschaffung habe ich dann Herrn Stein eine Mail mit meinem Mitgliedschaftsersuchen geschickt. Nach einem dann erfolgten Telefonat habe ich dann den Antrag ausgefüllt und abgeschickt.

Wie würden Sie diesen Satz beenden? „Es wäre schön, wenn Maxwäll innerhalb der nächsten drei Jahre…..“

Es wäre schön, wenn Maxwäll innerhalb der nächsten drei Jahre stärker auf dem regionalen Strommarkt aktiv werden kann und und weiteren Gemeinden / Städten die Idee einer regionalen Stromerzeugung und Vermarktung näher bringen kann.

Vielen Dank, Herr Steindorf.

 

Die Illustration zum Beitrag wurde mithilfe der AI Illusion Diffusion generiert.

Maxwäll feiert 500. Mitglied: Gemeinsam für die Energiewende in der Region

Marlene Rhensius aus Maxsain wurde von Aufsichtsrat und Vorstand als 500. Mitglied feierlich in den Reihen der Maxwäll-Energie Genossenschaft willkommen geheißen. Damit ist sie nicht allein: Die Verantwortlichen von Maxwäll sind stolz darauf, dass immer mehr Westerwälder*innen der Genossenschaft beitreten. „Maxwäll feiert 500. Mitglied: Gemeinsam für die Energiewende in der Region“ weiterlesen

10 Jahre Maxwäll & Generalversammlung 2022

Die diesjährige Generalversammlung der fast 500 Energiegenossen von Maxwäll Energie war etwas Besonderes. Die Freunde der Erneuerbaren Energien konnten auf ihr zehnjähriges Jubiläum zurückblicken. Als 2011 der Gedanke aufkam, eine Energiegenossenschaft zu gründen, um allen Bürgern des Westerwalds die Teilhabe an den „Rohstoffen der Natur“, an Wind und Sonne, zu ermöglichen, lag der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung in Deutschland noch unter 20 %. In den zehn Jahren seit Gründung der Genossenschaft ist er auf nahezu 50 % angestiegen, und die Genossenschafter, die mit dem Anspruch aufgetreten sind, die MAXimale WÄLLer Energie zu erzeugen, haben kräftig dazu beigetragen. Sie produzieren mit ihren Solarparks inzwischen jährlich mehr als sieben Millionen Kilowattstunden im Jahr. „10 Jahre Maxwäll & Generalversammlung 2022“ weiterlesen

Pressemitteilung zur Generalversammlung 2021

Das Corona-Virus schlug auch auf die Generalversammlung der Maxwäll Energiegenossenschaft durch. Nur 40 Teilnehmer, weniger als 10 % der Energiegenossen, konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich Hagemann in der Versammlung begrüßen. Dabei hatte Maxwäll eigens das luftige große Festzelt auf der Altenkirchener Glockenspitze angemietet, um einen „coronasicheren“ Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Der guten Stimmung unter den erschienenen Anhängern der Erneuerbaren Energien konnte die geschrumpfte Teilnehmerzahl keinen Abbruch tun. Denn die Zahlen, die der Vorstand den Mitgliedern präsentierte, konnten sich sehen lassen. „Pressemitteilung zur Generalversammlung 2021“ weiterlesen