Stegskopf: Möglicher Windpark braucht Bürgerbeteiligung

Pressemitteilung:
CDU-MdLs Enders und Wäschenbach im Gespräch mit heimischen Energie-Gesellschaften – Windenergie könnte Naturschutz am Stegskopf mitfinanzieren
Altenkirchen, April 2013. Die Zukunft des früheren Truppenübungsplatzes Stegskopf stand im Mittelpunkt eines Gedankenaustauschs der heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth) mit Peter Müller, Vorstand der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG mit Sitz in Altenkirchen und Karl-Heinz Groß von der Alternative Energie Kroppacher Schweiz GmbH & Co. KG (AEKS) mit Sitz in Heimborn. Konkret ging es um die Nutzung des Areals für die Erzeugung von Windenergie.

Dem Stegskopf kommt nach Bewertung von Müller und Groß besondere Bedeutung zu, weil das Areal einer der besten Standorte für Wind-Energie-Anlagen (WEA) im gesamten Westerwald sei. Gleichwohl gelte es auch, die Belange des Naturschutzes zu respektieren. Deshalb setzen sie auf die Nutzung von Top-Standorten wie dem Stegskopf, weil hier der Ertrag pro Anlage bei geringerem Flächenverbrauch doppelt so hoch sei wie derjenige an weniger guten Standorten. „Der Stegskopf hat mit rund acht Metern pro Sekunden die höchste durchschnittliche Jahreswindgeschwindigkeit aller noch verfügbaren WEA-Standorte im Westerwald. Solche Standorte bewirken, dass eine fast durchgehende Stromerzeugung möglich ist“, so Müller und Groß – und eine günstige zudem: Der durch die gute Jahreswindgeschwindigkeit bedingte Ertrag macht es möglich. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fällt die Einspeisevergütung beispielsweise am Stegskopf schon nach wenigen Jahren von 8,93 Cent pro Kilowattstunde auf 4,87 Cent, der Strom würde billiger als der aus Kohle- oder Atomproduktion. Bei einem Standort mit einer Windgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunden dagegen zahle der Stromkunde die hohe Einspeisevergütung von 8,93 Cent 20 Jahre lang über die EEG-Umlage.

von lks MDL Michael Wäschebach, MdL Dr. Peter Enders, Peter Müller Maxwäll-Energie Genossenschaft eG, Karl-Heinz Groß Alternative Energien Kroppacher Schweiz

Müller und Groß stellten den Unions-Politikern Berechnungen vor, wonach sie im westlichen Bereich des Stegskopfes Potenzial für ungefähr zehn Anlagen sehen, die den nötigen Abstand von 800 – 1000 Metern zur Wohnbebauung einhalten und auch die Interessen des Naturschutzes berücksichtigen. Der Flächenbedarf läge bei etwa zehn der insgesamt 2000 Hektar großen Fläche. Fast alle Anlagen könnte man über vorhandene Wege erreichen. „Über 90 Prozent der Fläche blieben unbeeinträchtigt und könnten größtenteils Naturschutzfläche werden“, so Müller. Windenergie-Produktion und damit die Stromerzeugung für bis zu 45.000 Haushalte und Naturschutz gingen hier Hand in Hand, die Population von Schwarzstörchen und Milanen sei nicht gefährdet. Einnahmen aus der Windenergie-Erzeugung könnten dabei sogar die Belange des Natur- und Artenschutzes sowie das von BUND und NABU beworbene Grobkonzept eines „Natur- und Kulturzentrum Stegskopf“ mitfinanzieren. Diese Argumente haben die beiden Energie-Unternehmen auch in einem offenen Brief an die politisch Verantwortlichen im Land und in der Region zusammengefasst.

Voraussetzung für die energetische Nutzung des Stegskopfes ist jedoch, dass das im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ( BimA) dass eine Lösung gefunden wird, die die regionalen Akteure und ihre Möglichkeiten berücksichtigt und die vor allem Akzeptanz bei den Bürgern genießen. „Das Ziel sollte sein, am Stegskopf Windenergie-Anlagen unter Beteiligung der Kommunen und der Bürgerinnen und Bürger sowie der Naturschutzverbände zu etablieren“, so das Resümee von MdL Dr. Peter Enders. „Wenn eine Beteiligung beispielsweise über eine Genossenschaft und eines regionalen Zweckverbandes möglich würde, schafft das Akzeptanz bei der Bevölkerung und auch mehr Transparenz“, so sein Landtagskollege Michael Wäschenbach.

Die beiden Abgeordneten wollen sich weiterhin für eine sinnvolle konzentrierte Nutzung von Windenergie im Kreis Altenkirchen einsetzen, und da sei – wie bereits im verschiedenen CDU-Gremien beschlossen -, ein Teilbereich des Stegskopf geeigneter als andere diskutierte Flächen im Kreis.
Eine Zerspargelung des engen Siegtales und die Zerstörung des Landschaftsbildes auf dem Giebelwald komme für Ihn überhaupt nicht in Frage, so Wäschenbach.

Die beiden Abgeordneten werden sich weiter für ein Verfahren einsetzen, in dem die lokale Energiewende in Bürgerhand bleibt und in dem nicht ein anonymer Finanzinvestor aus Übersee Nutznießer der Einnahmen aus der Windenergie-Erzeugung am Stegskopf werde, sondern die heimischen Stromkunden und die Region selbst. Die BImA beispielsweise könne das Areal an einen Zweckverband verpachten, die Energie-Genossenschaften aus der Region könnten ihr fachliches Knowhow einbringen, so die gemeinsame Vorstellung von Enders, Wäschenbach, Müller und Groß.

KFW-Kredite für Speicher – juwi vermarktet eigenes Speichersystem

Staatliche Förderung und günstige KfW-Kredite für Batteriespeicher –
gültig für PV-Anlagen ab Jahrgang 2013 mit 30 kWp Maximalleistung

Mit Stichtag 1. Mai 2013 werden Batteriespeichersysteme für Dachsolaranlagen von der staatlichen KfW-Bankengruppe gefördert, teilt das Unternehmen juwi in einer Presseerklärung vom 22.04.2013 mit.

„Wer dann seine in diesem Jahr errichtete PV-Dachanlage von maximal 30 kWp Leistung mit einem juwi Home Power© Speichersystem ergänzt, bekommt knapp ein Drittel der Kosten erstattet und kann den Rest über einen günstigen, in den ersten Jahren tilgungsfreien Kredit finanzieren.

Mit einer Solaranlage auf dem Dach und der juwi Home Power© im Haus kann jeder den Stromkonzernen ein Schnippchen schlagen und sich unabhängig von deren Preispolitik machen. Weniger als 10.000 Euro kostet das Einstiegsmodell mit einer Speicherleistung von knapp 5 Kilowattstunden.

Und das Beste: Ab Mai gibt’s von Vater Staat bis zu 3.000 Euro als Förderung und zusätzlich über die KfW-Bank einen günstigen Kredit mit bis zu 20 Jahren Laufzeit.“

Link zur Presseerklärung: www.iwrpressedienst.de/Textausgabe.php

Die Förderung müsste es natürlich auch mit anderen Systemen geben!

TV-Tipp, Planet Wissen: „Ich mach‘ meinen Strom selbst – wie die Energiewende gelingen kann!“

Möchten Sie mit dabei sein, wenn Ursula Sladek mit der Journalistin Andrea Grießbaum in der Sendung „planet wissen“ spricht?  Es geht um …
– die bewegende Geschichte der Bürgerinitiative zur EWS Schönau
– neue Projekte der EWS und Zukunftsperspektiven
– aktuelle Fragen zur Bürger-Energiewende
– die Entzauberung einiger Mythen in der Energieversorgung
– technische, wirtschaftliche und philosophische Betrachtungen unser aller Energiezukunft

Sendetermin: 17. 04. 2013

Im Internet können Sie sich das Video zur Sendung ansehen:
Planet Wissen: „Ich mach‘ meinen Strom selbst – Wie die Energiewende gelingen kann!“

Forschernachwuchs stärkt die Zukunft der Erneuerbaren Energien in Deutschland

Immer mehr Studiengänge auf dem Gebiet der Erneuerbaren
Quelle: Pressemitteilung der Agentur für erneuerbare Energien

Berlin, 19. April 2013. Die Energiewende beschäftigt den Forschernachwuchs in Deutschland. Das zeigt der diesjährige Wettbewerb „Jugend forscht“, der nach dem Abschluss der Landeswettbewerbe nun auf Bundesebene in die entscheidende Phase geht. Unter den mehr als 100 Landessiegern, die vom 30. Mai bis 2. Juni in Leverkusen beim Bundeswettbewerb an den Start gehen, sind gleich mehrere interessante Projekte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien vertreten, darunter Offshore-Windkraft, Solarenergie und die Energiegewinnung aus Biomasse. „Die Erneuerbaren Energien beflügeln gute Ideen zur Nutzung sauberer Technologien“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien Philipp Vohrer. „Für den Umbau unserer Energieversorgung brauchen wir innovative Ideen, die dann entwickelt und umgesetzt werden müssen. Die Projekte der jungen Forscher bilden dafür einen reichen Fundus.“

Die für den Bundesentscheid qualifizierten Gewinner-Beiträge im Bereich der Erneuerbaren Energien haben häufig einen interdisziplinären Aspekt. So befassen sich die Physik-Landessieger aus Mecklenburg-Vorpommern, Liam Kreutschmann (18) und Carlo Michael Maßmann (18), mit der Vereinbarkeit von Natur und Technik. Ihnen geht es um die Verbesserung sogenannter Blasenschleiersysteme, mit denen der Lärm beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen gemindert werden kann, was den geräuschempfindlichen Schweinswalen entgegenkommt. Auf dem Meeresboden und in verschiedenen Höhen werden bis zur Wasseroberfläche Rohrringe mit Düsen um die Pfähle der Windräder installiert. Durch Druckluft wird dann ein Blasenschleier erzeugt, der die Ausbreitung des Schalls verhindert. Kern des Schülerprojektes ist es, in einem Modellversuch herauszufinden, durch welche Luftblasengröße die beste Minimierung der Schallemissionen ermöglicht wird.

Dem Thema intelligentes Stromnetz widmet sich der Landessieger Technik aus Hessen, Julian Reitz (19). Er entwickelte ein Verfahren zur Optimierung von Photovoltaikanlagen in privaten Haushalten. Durch den automatischen Ausgleich von Spannungsunterschieden, den sogenannten Schief¬lastausgleich, erhöht das System die Lebensdauer und Effizienz der Solaranlagen. Stark vertreten ist im diesjährigen Bundeswettbewerb die Bioenergie, so die Gewinnung von Biogas. Ziel der Arbeit von René Wurst (17) und Kira Behm (17) aus Baden-Württemberg ist es, pflanzliche Abfallstoffe energetisch möglichst effizient zu verwerten, um z.B. die Energieausbeute einer Biogasanlage zu optimieren. Rohstoffe für die Energiegewinnung sind Rübenschnitzel oder Grassilage.

Übrigens eröffnen die Erneuerbaren Energien nicht nur den Bewerbern des Nachwuchswettbewerbs „Jugend forscht“ viele Berufsperspektiven. Insgesamt 288 Studiengänge (2012: 280) im Bereich Erneuerbare Energien bieten die deutschen Universitäten und Fachhoch¬schulen derzeit an, was etwa zwei Prozent aller laufenden Studiengänge entspricht. Dabei nimmt Nordrhein-Westfalen mit 43 Studiengängen in absoluten Zahlen eine Führungsrolle ein. Auch Niedersachsen und Baden-Württemberg legen mit jeweils über 30 Studiengängen einen wichtigen Grundstein für den Ausbau von Lehre und Forschung im Bereich Erneuerbare Energien. In Schleswig-Holstein ist inzwischen jeder fünfundzwanzigste Studiengang den Erneuerbaren Energien zuzuordnen.

„Die Branche der Erneuerbaren Energien zeichnet sich durch ein breites Spektrum an Tätigkeiten und entsprechend erforderliche Qualifikationen aus. Vom Meteorologen, der an noch genaueren Vorhersagen für die Wind- und Solarbranche arbeitet, über die Agraringenieurin, die an der Züchtung verbesserter Energiepflanzen vom Acker forscht, bis hin zu Servicetechnikern und Computerspezialisten reicht die Nachfrage quer durch die Branchen“, so Vohrer.

Zahl der Patentanmeldungen stark gestiegen
Indiz für die Innovationskraft der Erneuerbare-Energien-Branche ist auch die stark zunehmende Zahl an Patentanmeldungen. Laut Angaben des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) kletterte 2011 im Bereich der Erneuerbaren Energien die Zahl der Patentanmeldungen in Deutschland auf mehr als 2.000, nach 800 im Jahr 2008 und knapp 400 im Jahr 2005. Fast die Hälfte der Erfindungen wurde auf dem Gebiet der Solartechnik registriert; im Bereich Windkraftmaschinen erfasste das DPMA 726 Patentanmeldungen.

Weitere Informationen zur Verbreitung von Studiengängen im Bereich Erneuerbare Energien im AEE-Bundesländerportal föderal-erneuerbar im Menüpunkt Übersicht unter der Kategorie Forschung:
http://www.foederal-erneuerbar.de

Kontakt:
Agentur für Erneuerbare Energien
Alexander Knebel
Pressereferent
Tel: 030-200535-52
Mail:
a.knebel@unendlich-viel-energie.de

 

Offener Brief: ERHALTET DEN STEGSKOPF – Aktiv eintreten für eine Entschleunigung des Klimawandels!

An alle, die sich engagiert für Umwelt- und Naturschutz einsetzen!

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
zu diesem großen Ziel – Entschleunigung des Klimawandels – wollen wir im Verbund mit allen Naturschützern, Kommunen und Behörden beitragen.

Wir sind eine Bürgergenossenschaft, die in Verbindung mit anderen Genossenschaften und vielen Naturschützern in unseren Reihen (mehrere hundert Mitglieder) für die Energiewende kämpft.
Aus dem mit vielen militärischen Altlasten belegten Truppenübungsplatz „Stegskopf“ kann auf Dauer ein vorbildliches Naturschutzgebiet – gekoppelt mit einer vorbildlichen Energieversorgung – werden. Den Weg dazu haben wir auf unserer Homepage in mehreren Dokumenten ausführlich beschrieben bzw. verweisen wir auf entsprechende Fundstellen (siehe Kategorie Windenergie).


Argumente, die für uns zählen:

  1. Große Teile des Übungsplatzes haben sich wegen der jährlichen Pflegemaßnahmen zu wertvollen Biotopen entwickelt. Daher sollten diese Flächen soweit als möglich unter Naturschutz gestellt werden. Der von NABU und BUND gestellte Antrag auf Naturschutz hebt insbesondere die wertvollen Offenlandbiotope hervor und ist bei den vorgenannten Verbänden abrufbar (siehe Altenkirchen.bund-rlp.de).
  2. Es gibt ein von NABU und BUND hervorragend ausgearbeitetes Konzept für ein „Natur- und Kulturzentrum“ am Stegskopf. Dieses lässt sich nur mit einem enormen finanziellen Aufwand realisieren und betreiben. Die im Konzept vorgesehene Finanzierung über Spenden und Sponsoring bleiben unserer Einschätzung nach höchstwahrscheinlich nur ein Wunsch. Eine dauerhafte Finanzierung für die Gestaltung des Stegskopfes wäre über den Bau einiger Windräder und den damit erzielten Pachteinnahmen möglich (siehe Seite 41 des Konzeptes).
    Das Konzept ist per Email abrufbar bei BUND und NABU, Ernst-Gerhard Borowski: altenkirchen@bund-rlp.de
    Wir haben dazu eine Stellungnahme veröffentlicht, siehe https://www.maxwaellenergie.de
  3. Für eine Energiewende werden 2% der Landesfläche für Windkraft benötigt. Die vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz herausgegebene Karte „Restriktionsgebiete Windenergie“ zeigt in Verbindung mit der vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten herausgegebenen Karte über das Windpotenzial in Rheinland-Pfalz auf, welche Flächen dafür möglicherweise in Betracht kommen. Für den windhöffigen Westerwald stehen nach Abzug aller Abstände zu Siedlungen und unter Berücksichtigung aller naturschutzfachlichen Einschränkungen keine 2% der Gesamtfläche zur Verfügung, so dass es partiell zu Eingriffen in die Belange des Naturschutzes kommen muss, will man die Energiewende erreichen. Es wäre sinnvoll, dass dabei die windhöffigsten Flächen beansprucht werden, so dass mit weniger Windrädern mehr Energie erzeugt werden kann. Siehe hierzu Offener Brief: Fakten zur Windenergie im Westerwald auf unserer Homepage.
  4. Wie sich die Belange des Naturschutzes und der Windenergie vereinbaren lassen –  auch am Stegskopf – zeigen wir ausführlich in unserem Schreiben Energiewende im Westerwald und am Stegskopf auf.
  5. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), die für das weitere Verfahren am Stegskopf zuständig ist, hat angekündigt, in einem neutralen Gutachten untersuchen zu lassen, ob und wo Windräder aufgestellt werden können (siehe Pressemitteilung auf unserer Homepage).
    Wir bitten diese Untersuchungen abzuwarten und keine voreiligen Beschlüsse zu fassen. Sinnvoll wäre, gemeinsam zu überlegen, wie die für den Bau von WEA zu leistenden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie die Pachteinnahmen für den Ausbau und die Erhaltung des Stegskopfes eingesetzt werden können. Das Konzept „Natur- und Kulturzentrum“ (Abschnitt 2) bietet dazu die fachlich besten Lösungen, dabei könnte auch das Umfeld des Stegskopfes mit einbezogen werden. Nach unseren Informationen ist die BIMA zu großen Zugeständnissen finanzieller Art bereit. Zahlreiche Beispiele der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass im Zusammenwirken zwischen Naturschutz, sogenannten Vorhabensträgern (Energiegenossenschaften) und Kommunen für den Naturschutz oft enorme Vorteile entstehen, wenn unvoreingenommen in der Planungsphase zusammengearbeitet wird. Wir sind hierzu jederzeit bereit. Es kommt uns dabei in erster Linie nicht auf große Gewinne an, die voraussichtlich auch nicht zu realisieren sind (siehe Fakten zur Windenergie im Westerwald), sondern auf ein Konzept, das es ermöglicht, das von BUND und NABU beworbene „Natur- und Kulturzentrum Stegskopf“ zu realisieren und den Stegskopf somit auf Dauer für Natur und Mensch zu erhalten.

Helfen Sie mit, Lösungen zu realisieren, die die Energiewende Wirklichkeit werden lassen, und somit für das Leben auf unserer Erde Sorge zu tragen.

Mit  Wäller Grüßen

P.S. Wir freuen uns darüber, wenn Sie uns Ihre Ansicht zu dieser Thematik mitteilen!

VG Puderbach interessiert sich für Windkraft

Bürgermeister Volker Mendel in der Verbandsgemeinde Puderbach ist das Thema Energiewende so wichtig, dass er dazu jetzt die Führungskräfte der Verwaltung, die Mitglieder des Verbandsgemeinderats und die Ortsbürgermeister zu einer Informationsveranstaltung ins Gemeindehaus von Dürrholz einlud. Den Fachvortrag über die Möglichkeiten von Kommunen, sich an der Gewinnung von Windkraft zu beteiligen und damit auch noch Geld zu verdienen, hielt Peter Müller von der Maxwäll-Energie Genossenschaft e.G.

Bürgermeister Volker Mendel (vorne rechts) hatte Peter Müller (links) von der Maxwäll Energie Genossenschaft zu einem Fachvortrag über erneuerbare Energien eingeladen. Foto: Holger Kern
Bürgermeister Volker Mendel (vorne rechts) hatte Peter Müller (links) von der Maxwäll Energie Genossenschaft zu einem Fachvortrag über erneuerbare Energien eingeladen. Foto: Holger Kern

Müller beschwor die Einsicht in die Endlichkeit mineralischer Energieträger wie Öl und Gas. Er sieht eine zunehmende Akzeptanz bei den Menschen für die erneuerbaren Energien wie Windkraft, Wasserkraft und Sonnenenergie. Müller: „Es gibt ein Umdenken!“

Energiegenossenschaften haben sich laut Peter Müller bereits gegründet in Neuwied, Anhausen, Windeck, Daaden und Diez. Sein Unternehmen, die Maxwäll-Energie Genossenschaft, will Photovoltaikanlagen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Windenergieanlagen bauen. Dafür sammelt die Genossenschaft Mitglieder, auch Kommunen, die sich ab 500 Euro beteiligen können. Für die Verwirklichung eines Windparks mit drei bis fünf Windrädern sind Investitionen bis zu 20 Millionen Euro erforderlich. Einzelanlagen werden in Rheinland-Pfalz nicht mehr zugelassen. Maxwäll hat zurzeit 140 Genossenschaftsmitglieder.

Mit Kommunen, vielleicht auch mit Puderbach, sofern von dort Zustimmung signalisiert wird, will das Unternehmen Windenergieanlagen an Standorten im Westerwald realisieren. Die anwesenden Kommunalpolitiker und Verwaltungsfachleute stellten interessiert Fragen. Diese Veranstaltung war auch die Auftaktveranstaltung für weitere Info-Abende rund um das Thema erneuerbare Energien im Puderbacher Land.

Quelle: NR-Kurier – Redakteur: Holger Kern

Staatsministerin Lemke zum Thema Windenergie im Kreis Neuwied

Maxwäll-Energie Genossenschaft eG war eingeladen:     Quelle: NR-Kurier

Die Landtagsabgeordnete und Kandidatin für den Bundestag Elisabeth Bröskamp hatte zum Fachgespräch über die Windenergie im Kreis Neuwied eingeladen. Aus Mainz waren die Staatsministerin Eveline Lemke und Staatssekretär Dr. Thomas Griese in das Landhotel Westerwald nach Ehlscheid gekommen. Windkraftkritiker demonstrierten.

Das Podium war hochkarätig besetzt
Elisabeth Bröskamp, Peter Müller, Dr. Thomas Griese, Eveline Lemke, Thomas Neumann und Dr. Ulrich Rehberg (v.l.) waren die Akteure des Abends. Fotos: Wolfgang Tischler

Ehlscheid. Die Resonanz der Einladung hervorragend, viele Befürworter und auch Kritiker der Windkraft waren der Einladung von Elisabeth Bröskamp nach Ehlscheid gefolgt. Die Moderatorin des Abends, Elisabeth Bröskamp, zeigte zur Einstimmung zunächst zwei Filme, die den Klimawandel zum Inhalt hatten. Die Staatsministerin Eveline Lemke gab aktuelle Informationen zur Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms IV. Sie ging auch auf den Stand der Entwicklung im Kreis Neuwied ein.

Der einzige wirksame Flächennutzungsplan zur Steuerung der Windenergie im Landkreis Neuwied liegt in der Verbandsgemeinde Asbach mit einer einzelnen Fläche von 3,73 Hektar vor. Staatssekretär Griese ging auf die aktuellen Rahmenrichtlinien ein. Anhand von Karten zeigte er Restriktionsgebiete auf. Es war zu hören, dass Rheinland-Pfalz auf Platz vier im Ranking der Länder bei der Windenergie liegt. Der Staatssekretär bezeichnete Windkraftanlagen in den Naturparks für möglich, wenn dort bereits Störungen durch Autobahnen oder Fernstraßen gegeben sind. Es sollen aber Einzelprüfungen in diesen Fällen erfolgen. Dr. Thomas Griese plädierte dafür, dass die „geeignetsten und windhöffigsten Standorte gefunden werden müssen“. Die oberste Prämisse soll die Minimierung der Eingriffe in die Natur sein.

Mit am Tisch in der Diskussionsrunde saß Revierförster und NABU-Mitglied Torsten Loose. Aus seiner Sicht ist der Kreis Neuwied nicht sonderlich gut für die Windkraft geeignet. Er untermauerte seine Aussage mit einer ganzen Reihe von Argumenten, wie eine Windhöffigkeit, die sich am unteren Rande der Wirtschaftlichkeit befinde, ungünstige Topografie, hoher Anteil von Siedlungs- und Verkehrsflächen, Naturparkkernzonen und FFH-Gebiete. NABU-Kollege Dr. Ulrich Rehberg stellte klar, dass der NABU „den Ausbau von Windkraft sinnvoll findet“. Er mahnte jedoch vor Fehlentwicklungen und nannte als Beispiel dafür die „Kuhheck“ in der Verbandsgemeinde Dierdorf.

Peter Müller, Vorstand der MaxwäLL-Energie Genossenschaft eG, propagierte die Gründung von Genossenschaften. Er mahnte zu schnellem Handeln in der Energiewende und zur Begrenzung der Klimaerwärmung. „Wenn wir drei bis vier Grand Klimaerwärmung auf unserer Erde erreichen, dann haben wir ganz andere Probleme als ein paar Tierarten zu schützen“, war die Meinung von Peter Müller.

Peter Müller Vorstand der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG, propagierte die Vorteile von Genossenschaften und erläuterte warum es so wichtig ist die Energiewende jetzt umzusetzen

In der anschließenden Diskussionsrunde konnten die Besucher Fragen stellen. Eine interessante Frage war: „Was passiert, wenn Schnee auf den Photovoltaikanlagen liegt und dann auch noch kein Wind weht?“ Dazu sagte Staatsministerin Eveline Lemke, dass uns heute noch „Technik zur kompletten Energiewende fehlt“, die noch entwickelt werden müsse. Insbesondere Speichermedien sind gefragt. Zwei Pumpspeicherkraftwerke sind konkret an Rhein und Mosel in Planung. Auch werde an der Möglichkeit aus Windkraft Gas herzustellen gearbeitet. Diese Technik ist machbar, aber derzeit noch nicht ausgereift.

Wichtig, dies kam in der Diskussion auch zum Ausdruck, ist der dezentrale Ausbau der Energieerzeugung, denn rund zehn Prozent des Stromes gehen beim Transport verloren. Eine offene Baustelle ist auch die Energieeinsparung, ohne die, die Wende nicht zu schaffen sei, darin bestand Einigkeit. Hierauf verwies auch Harry Neumann vom BUND in seinem Statement, das er als Besucher der Veranstaltung abgab. Er beschäftigte sich mit den geplanten Gebieten in Asbach, Unkel und Bad Hönnigen. Dort gibt es nach seiner Meinung erhebliches Konfliktpotential.

Dr. Thomas Griese erklärte nach dem Vortrag von Harry Neumann, dass aufgrund der Ausschlussempfehlung der Staatlichen Vogelschutzwarte im vorliegenden „Vogelschutzgutachten“ keine Windenergieanlagen in dem „FFH-Gebiet Asberg“ in der VG Unkel möglich seien und keine Genehmigung erteilt werden dürfe.
Redaktuer: Wolfgang Tischler

Monitoring Solarpark „Am Wolfsgestell“, Rennerod

Noch arbeiten wir an der automatischen, täglichen Abbildung der Anlagenleistung hier auf unserer Homepage.
Die Anlage läuft sehr gut! Am Sonntag haben wir, wie unten zu sehen ist, mit rund 4800 kWh mehr als den Jahresstromverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts erzeugt!!
Hier ein Screenshot des Monitorings, d.h. der Leistungskurve vom Sonntag 07. April 2013

Leistungsdaten Sonntag 07.04.2013