Bald doppelt so viel Erneuerbare Energie im Kreis AK durch Windpark im Wildenburger Land

Endlich wurde die Genehmigung erteilt: In Friesenhagen dürfen nun sieben Windkraftanlagen entstehen. Dadurch wird sich die Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien (d.h. incl. Solar, Wasserkraft, Biomasse etc.!) im Kreis Altenkirchen im Vergleich zum Stand Ende 2021 mehr als verdoppeln. Mitte 2019 hatten wir gemeinsam mit unseren Partnern von der Wäller Energie eG und der AEKS zu einer Mahnwache für mehr Klimaschutz durch Windkraft in Friesenhagen aufgerufen – als Gegenveranstaltung zu einer Demonstration von Windkraftgegnern gegen das Projekt im Wildenburger Land.

Maßgeblich für die neuerliche Entscheidung der Altenkirchener Kreisverwaltung pro Windkraft ist die EEG Novelle 2023. Das bietet Anlass zur Hoffnung, dass künftig auch im Norden von Rheinland-Pfalz Windräder ohne Umweg über die Verwaltungsgerichtbarkeit genehmigt und errichtet werden können.

Weitere Informationen in der Rhein-Zeitung vom 26. August 2023.

 

Der Transport von Windenergie-Anlagen: Szenen aus Deutschland

Der Ausbau der Windkraft stockt – aus vielen Gründen. Jetzt kommt noch ein weiterer Grund hinzu: die Schwerlasttransporte kommen nicht durch. Um einen knapp hundert Meter langen Flügel über die Strassen vom Herstellungsort zum Standort zu transportieren, können nur Kreisel mit Durchfahrtsspur gequert werden (gibt´s kaum). Enge Baustellen (war da was?) müssen umfahren werden. Ebenso marode Brücken (da war doch was). Pro Transport werden knapp 60 Einzelgenehmigungen benötigt, wobei jedes Bundesland eigene Vorschriften hat. Deren Bearbeitung dauert im Schnitt zwölf Wochen. Bei der Autobahn-GmbH stapeln sich mittlerweile 15.000 Transportanträge.

Und warum das Ganze? Weil in den letzten Jahren die Infrastruktur kaputtgespart wurde. Und nun kommt auch der Sektor Energieerzeugung nicht voran – wegen des Organisationsversagens der Autobahn GmbH unter Aufsicht des Bundesverkehrsministers.

Wie sagte neulich ein Maxwäll-Genosse: « Ich find’s schade, dass aus Cargolifter damals nichts geworden ist. Dann müsste man sich jetzt als Öko nicht auch noch für intakte Autobahnen stark machen…».

Quellen und weitere Infos:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/windkraftanlagen-schwerlasttransport-investitionsstau-100.html
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/faktencheck-windkraft-ausbau-genehmigung-transport-100.html

Der Windkraftausbau im Westerwald muss beschleunigt werden!

Windkraft für Kommunen und Bürger

Die Zeitenwende erfordert schnelles Handeln. Explodierende Energiepreise belasten Kommunen und Bürger. Der Klimawandel ist kaum noch zu verhindern. Der Naturhaushalt verschlechtert sich. Die drei im Westerwald tätigen Bürgerenergiegesellschaften zeigen einen Ausweg. Sie betreiben seit vielen Jahren gemeinsam mit rund 800 Leuten 6 Windräder und einige große Fotovoltaiken. „Der Windkraftausbau im Westerwald muss beschleunigt werden!“ weiterlesen

BUND informiert in Höchstenbach über Windanlagen

Quelle: Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 13. Mai 2015, Seite 23

Technik Bürger besichtigen Baustelle der Firma Schütz

Höchstenbach. Mehr als 70 BUND-Mitglieder und interessierte Bürger konnte der neue stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Michael Carl zu einer Informationsveranstaltung in Höchstenbach begrüßen. An der Baustelle der Firma Schütz stellten Winfried Heibel und Stefan Boden die im Bau befindlichen Windräder vor. Michael Carl, der gleichzeitig den Arbeitskreis Energie des BUND Rheinland-Pfalz leitet, betonte, dass der BUND als Hauptziel im Klimaschutz eine massive Energieeinsparung fordert. Gleichzeitig müsse aber für den Ausstieg aus Atom und Kohle der Anteil an erneuerbarer Energie noch enorm gesteigert werden. Dabei spiele die Windenergie eine tragende Rolle. Deshalb werde der BUND auch an dem, vom früheren Landesvorsitzenden Harry Neumann Anfang 2014 geforderten, Ziel zum Bau von weiteren 1000 Windrädern in Rheinland-Pfalz festhalten, so Carl.

Besonders interessant war die Besichtigung der Baustelle der Firma Schütz im Wald. In der Bauphase müssen größere Waldflächen in Anspruch genommen werden. Der das Projekt begleitende Biologe Bernhard Diefenthal wies in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, wie viele später nicht benötigte Flächen rekultiviert und der Natur zurückgegeben werden. Dass sich auf den natürlich wiederbegrünten Flächen eine artenreiche Fauna bildet, das zeigte eine anschließende Besichtigung der vor sieben Jahren gebauten Windräder am Hartenfelser Kopf. Beeindruckend war das als Ausgleich beim Bau des Windparks entstandene Naturschutzgebiet unterhalb von Mündersbach. Ortsbürgermeister Helmut Kempf, der dieses Projekt vorstellte, betonte den hohen Wert nicht nur für die Natur, sondern auch für die Bürger. Für die drei im Westerwald tätigen Bürgerenergiegenossenschaften (Wäller Energie, Maxwäll und Alternative Energie Kroppacher Schweiz) forderte deren Geschäftsführer Karl-Heinz Groß die Kommunen und das Land auf, geeignete Flächen nicht zu Fantasiepachten an ortsfremde Fonds zu verpachten, sondern den örtlichen Bürgern über Energiegenossenschaften eine Beteiligung zu ermöglichen. In einem abschließenden Vortrag wurde umfangreich zu der Diskussion um die Windkraft informiert. Dabei wurde deutlich, dass durch moderne Bau- und Transporttechniken der Eingriff in den Wald erheblich gesenkt werden kann. Es wurde erläutert, dass nach fachlichen Untersuchungen derzeit keine Tierpopulation im Bestand durch Windenergie gefährdet ist. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen stellt bei den derzeitigen Abständen der Windräder zur Wohnbebauung auch der oft angeführte Infraschall keine Beeinträchtigung dar.

Wie Michael Carl für den BUND betonte, ist die derzeitige überwiegend auf Atom, Öl und Kohle basierende Energieversorgung eine nicht zu vertretende Gefährdung kommender Generationen. Der BUND werde daher auch weiterhin engagiert, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, zu einer zukunftsfähigen Lösung des Energieproblems beitragen.

Mikrorevolution vom Dach

Quelle:  Photovoltaik

Kleinwind — Ein BHKW oder eine Windmühle können die Photovoltaikanlage im Winter unterstützen. Ein Start-up aus Niedersachsen zeigt, wie es geht: Seine Mikrowindanlage lässt die Preise pro Kilowatt installierter Leistung deutlich purzeln. Niels Hendrik Petersen dreht Fritz Unger die Schraube von der Narbe. Er nimmt den Rotor in einem Stück ab und hält ihn vor seine Brust. In dem Rotordesign stecken fünf Jahre Entwicklungsarbeit, es ist das Know-how der jungen Gründung aus Langenhagen bei Hannover. Der 23-jährige Unger ist Geschäftsführer von Fu Systems und Erfinder der Anlage. Er ist getrieben von dem Gedanken, den deutschen Kleinstwindmarkt mit seiner Skywind-Anlage umzukrempeln. „Der Rotor ist aus Duraluminium und wiegt nur 700 Gramm“, sagt Unger und fordert: „Heben Sie ihn ruhig an.“ Das Material wird auch in der Luftfahrttechnik eingesetzt. Der mattgraue Flügel fühlt sich leicht rau an. Er ist mit einem Pulver beschichtet und drei Millimeter dünn. „Genau darum reflektiert der Rotor kaum Licht, wenn er sich in der Sonne dreht“, beschreibt Unger. Im Windjargon heißt diese permanent auftretende Reflexion „Diskoeffekt“…..

lesen sie hier weiter.

De Artikel aus der Photovoltaik  können Sie hier herunterladen :
[download id=”39″]

Flächen für Windpark Oberholz vertraglich gesichert

Interkommunal getragenes Bürgerenergieprojekt nimmt Fahrt auf

Nach den einstimmig gefassten Absichtserklärungen der vier Ortsgemeinderäte und der in Kürze bevorstehenden Entscheidung der Verbandsgemeinde Hachenburg zur Gründung einer gemeinsamen kommunalen Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) für den Windenergiepark Oberholz wurden in den letzten Tagen die Pachtverträge unterzeichnet.

Die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Hachenburg, Gabriele Greis, konnte neben den vier Ortsbürgermeistern auch die Vertreter der in der Region ansässigen Bürgerenergiegesellschaften, die Vertragspartner der künftigen AöR, begrüßen.
Sie führte einleitend aus, dass man nach den anfänglichen Bestrebungen zur Errichtung einer Vielzahl von Windenergieanlagen und der darauf ausgerichteten Flächennutzungsplanung mit dem derzeit noch verbleibenden Bereich am Oberholz gleich wohl einen wichtigen Teilerfolg verzeichnen könne. Es gelte jetzt, gemeinsam mit den Bürgerenergiegesellschaften und den Genehmigungsbehörden alle weiteren Schritte im Hinblick auf eine allseits verträgliche Realisierung des Projektes anzustreben.

Mit dem Abschluss der Pachtverträge und der seitens der Verbandsgemeinde Hachenburg bereits geleisteten Vorarbeit bei der Flächennutzungsplanung und den avifaunistischen Untersuchungen seien die maßgeblichen Grundvoraussetzungen bereits umgesetzt.

Obendrein sei es wichtig und richtig gewesen, den öffentlichen Interessen an der Energieversorgung im Allgemeinen und dem Projekt im Besonderen mit der Gründung der AöR Rechnung zu tragen. Mit der geplanten Betriebsführung durch die Verbandsgemeindewerke Hachenburg profitiere man von dem dort vorhandenen Know-how, das eine gute Aufgabenerledigung erwarten lasse.
Dass umweltfreundliche und naturschutzverträgliche Energie in Bürgerhand in der Verbandsgemeinde Hachenburg gewollt sei, bestätigten nicht zuletzt die unzähligen Interessenten, die ihren finanziellen Beitrag leisten wollten. Sobald eine belastbare Aussage zur Realisierbarkeit getroffen werden könne, werde man gemeinsam mit den Projektpartnern vor Ort Informationsveranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürgern durchführen, so Greis.

Für die beteiligten Bürgerenergiegesellschaften erklärte der Geschäftsführer der Alternativen Energie Kroppacher Schweiz GmbH & Co. KG (AEKS), Karl-Heinz Groß, der auch Mitglied des BUND ist, dass der Klimaschutz auch eine hohe Bedeutung für den Naturschutz habe. Es sei für ihn selbstverständlich, dass die örtlichen Belange des Natur- und Artenschutzes beachtet würden.

Die Arbeitsgemeinschaft Oberholz, bestehend aus der AEKS, der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG und der WÄLLER ENERGIE eG, habe auf Basis der bereits vorliegenden Untersuchungen einen Gutachter damit beauftragt, über Frühjahr, Sommer und Herbst insbesondere die örtliche Vogelwelt und die Fledermäuse zu beobachten.

Da der Bau einer Windkraftanlage immer einen Eingriff in den Naturhaushalt bedeute, seien in der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden entsprechende Ersatz und Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen worden, die durchweg zu einer Aufwertung des Naturhaushaltes geführt haben. So sei beispielsweise für den Windpark Hartenfelser Kopf das von allen Naturschützern begrüßte Naturschutzgebiet bei Mündersbach realisiert worden.

Karl-Heinz Groß betonte abschließend, dass die in der Verbandsgemeinde Hachenburg vorgesehene Bürgerbeteiligung den Forderungen des BUND nach einer dezentralen Erzeugung regenerativer Energien in Bürgerhand entspreche.

 

Die Vertragspartner bei der Unterzeichnung der Pachtverträge.hintere Reihe v.l.n.r.: Karl-Heinz Groß (AEKS), Daniel Rahn (WÄLLER ENERGIE eG), Peter Müller (Maxwäll—Energie Genossenschaft eG), Gabriele Greis, Peter Bräuer (AEKS) vordere Reihe v.l.n.r.: Heinz Schneider (OB Steinebach), Beate Salzer (OB Alpen rod), Frank Petmecky (OB Lochum), Paul Kunz (OB Gehlert)

hintere Reihe, von links: Karl-Heinz Groß (AEKS), Daniel Rahn (WÄLLER ENERGIE eG), Peter Müller (Maxwäll-Energie Genossenschaft eG), Gabriele Greis, Peter Bräuer (AEKS)
vordere Reihe, von links: Heinz Schneider (OB Steinebach), Beate Salzer (OB Alpenrod), Frank Petmecky (OB

Wie es in Zukunft mit dem Stegskopf weiter gehen soll

Quelle:  RZ Altenkirchen, Betzdorf, Donnerstag, 4. Dezember 2014, Seite 21

W I E   E S   I N   Z U K U N F T
M I T   D E M   S T E G S K O P F  W E I T E R    G E H E N   S O L L
Konversion Kreise und Bundesanstalt für Immobilien informieren

Daaden. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) sowie die Kreisverwaltungen Altenkirchen und Westerwald richten gemeinsam eine Informationsveranstaltung zur Zukunft des Stegskopfs aus:. Themen sind der aktuelle Sachstand der Konversion auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Daaden und die künftigen Nutzungsmöglichkeiten des Areals.

Dabei geht es insbesondere auch um den Status des Nationalen Naturerbes und die weitere Vorgehensweise hinsichtlich Lager und Mobilmachungsstützpunkt. Die Veranstalter hoffen auf zahlreiche Interessierte am Mittwoch, 17. Dezember, 17 Uhr, im Bürgerhaus in Daaden.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Landrat Michael Lieber gibt es anschließend Informationen zu den folgenden Themenbereichen – aktueller Sachstand zu den Aspekten Sicherheit und Kampfmittelbelastung: Christian Tölle und Claus Niebelschütz von der BImA, Peter Deipenbrock von der Ordnungsbehörde des Landkreises Altenkirchen und Andreas Müller von der OFD Niedersachsen, der Leitstelle des Bundes für Kampfmittelräumung, stellen ein strategisches Handlungskonzept vor. Alfred Walter erörtert für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die Planungen zum Nationalen Naturerbe Stegskopf.

Als Vertreter der anerkannten Naturschutzverbände wird Harry Neumann (BUND) die Chancen für die Natur im Nationalen Naturerbe und für eine naturverträgliche Nutzung beleuchten.

Auch der Zweckverband Stegskopf gibt Auskunft. Die übrigen Gemeinden aus dem WW-Kreis und dem AK-Land informieren zudem über die bisherigen Verfahrensstände und können außerdem selbst Fragen stellen.

Neben Kommunalpolitikern, Vertretern des Umwelt- und Wirtschaftsministeriums aus Mainz und interessierten Landwirten sind Interessierte, Bürgerinitiativen und Umweltverbände zu dieser offenen Infoveranstaltung eingeladen.