Solarpark „Am Wolfsgestell, Rennerod“

Unter enormen Zeitdruck und mit größter Anstrengung konnte die kaufmännische Inbetriebnahme fristgerecht zum 30. Juni 2012 erfolgen. Damit sicherten wir die Einspeisevergütung nach bis dahin bestehendem Recht im EEG.
Es sowohl der extrem kurzen Planungsphase für das Projekt, als auch den durch die kurzfristige Änderung des EEG hervorgerufenen Lieferengpässe nicht weniger Hersteller von Modulen und Zubehör geschuldet, dass die Anlage noch auf Trafo und Anschluß ans Netz wartet. Wir versuchen bis Ende November ans Netz zu gehen.

„Vogelschutz führt zu Ausschlussflächen“

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 27. September 2012, Seite 29 von Andreas Neuser

Natur Betrachtungen zum Rotmilan, Schwarzstorch und Vogelzug

Auch mit dem Vorkommen von geschützten Vogelarten setzt sich BUND-Mitglied Friedrich Hagemann in seinem Positionspapier auseinander. Würden die von Vogelschützern angeregten Vorgaben umgesetzt, wäre für Windräder bald in ganz Rheinland-Pfalz kein Platz mehr vorhanden. Hagemann sagt: „Zu den seltenen Arten gehören … insbesondere auch der Rotmilan und der Schwarzstorch. Diese Arten sind vor allem deshalb von Belang, weil für ihre Vorkommen die Schädlichkeit von Windenergieanlagen durch einzelne Studien belegt zu sein scheint und Deutschland für diese Arten wichtig ist. Die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW) hält für den Rotmilan bei jedem Horst einen Abstand von einem Kilometer Radius für zwingend, was einem Flächenbedarf von 3,14 Quadratkilometer entspricht. Bei ca. 30 000 Rotmilanpärchen in Deutschland wäre also schon mehr als ein Viertel der Fläche Deutschlands Ausschlussgebiet.“

„Jetzt diskutiert der BUND übrigens gerade, dass eine Pufferzone um den Milanhorst größer sein muss als ein Radius von 1,5 Kilometern. Das entspricht einer Fläche von 7,065 Quadratkilometern. Aber bei 1,5 Kilometer Radius reichen 3000 Milanhorste aus, um rechnerisch den Bau jeder Windkraftanlage zu unterbinden. Dabei sind in diesem März 3000 Rotmilane in Rheinland-Pfalz gezählt worden“, so Hagemann weiter.

Für den Schwarzstorch ist festzustellen, dass sein Bestand in den letzten 40 Jahren stark angestiegen ist und sich etwa verzehnfacht zu haben scheint. Jedenfalls liegt seine Population, die neben dem Bundesland Nordrhein-Westfalen hauptsächlich in Rheinland-Pfalz anzutreffen ist, inzwischen bei über 500 Paaren. Hier hält die LAG VSW einen Puffer von drei Kilometer Radius um jeden Horst für geboten, was einer Fläche von 28 Quadratkilometern als Ausschlussgebiet pro Horst entspricht. Danach würde allein der Schwarzstorch auf einem Viertel der Fläche von NRW und unserem Bundesland den Ausbau der Windenergie verhindern. Nach den Vorstellungen der LAG VSW muss sogar in einem Radius von zehn Kilometern (das entspricht einer Fläche von mehr als 300 Quadratkilometern pro Schwarzstorchhorst!) um jeden Horst die mögliche Gefährdung geprüft werden. Potenzielle Ausschlussfläche bei Schwarzstorchvorkommen wäre danach eine Fläche von beinahe der dreifachen Größe von Rheinland-Pfalz und NRW. Naturschutzrechtliche Aspekte können sich also in ganz erheblichem Umfange als Ausbauhemmnis für die Windkraft erweisen, obschon das Bofinger-Gutachten ein Überangebot in Betracht kommender Flächen bescheinigt und die Artenvorkommen in den „konfliktfreien“ Gebieten anzutreffen sind.

Wenn man mit der LAG NSW Pufferzonen in einem Radius von mindestens 1200 Metern um alle Naturschutzgebiete für erforderlich erachten wollte, ergäben sich für unseren Kreis weitere erhebliche Ausschlussflächen. Im Kreis sind 17 Naturschutzgebiete (NSGe) mit Flächen von 5 bis zu 1100 Hektar ausgewiesen. Geht man von einer durchschnittlichen Größe von knapp 100 Hektar aus und rechnet den Radius der Pufferzonen hinzu, erhöht sich die Schutzzone pro NSG von gut drei auf über 36 Quadratkilometer. Rein rechnerisch, also ohne Berücksichtigung der Überschneidungen, wäre allein damit die gesamte Fläche des Kreises Altenkirchen Ausschlussfläche für die Windenergie.

Ein anderer Aspekt, welcher von Naturschützern angeführt wird, welcher aber bei Bofinger nicht auftaucht, ist der Vogelzug. Wildgänse oder Kraniche benötigen auf ihrem Durchzug Rastplätze. Orte also, die nicht zu ihrem Lebensraum gehören, sondern wo sie sich an einigen wenigen Tagen oder Stunden aufhalten. Hier hält die LAG VSW für jeden Rastplatz eine Pufferzone von 3000 Meter Radius als Windkraft-Ausschlussgebiet für erforderlich, schreibt aber weiter vor, dass Gefahren für den Vogelzug in einem Radius von 6000 Metern um den Rastplatz geprüft werden müssen, da ein Ausschluss der Windkraft geboten sein kann. Da die Vogelzüge über ganz Rheinland-Pfalz hinweggehen und die Rastplätze bei den Vogelzügen durchaus wechseln können, kann sich auch hier ein riesiges Windkraft-Ausschlussgebiet auftun. an

„Windkraft: Fördert Naturschutz Artensterben?“

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 27. September 2012, Seite 29 von Redakteur Andreas Neuser

Energiewende BUND-Mitglied Hagemann richtet Augenmerk auf Gefahren durch Klimawandel – Position zu Giebelwald und Stegskopf überdenken

Kreisgebiet. Die Nutzung der Windkraft im Kreis Altenkirchen ist stark in der Diskussion. Für rund 100 Windräder wurden hier bereits Standorte ausgesucht. Auch der Giebelwald bei Kirchen und der Stegskopf sind als Standorte im Blick von Investoren. Doch genehmigt ist noch nichts. Vonseiten der Umweltschutzverbände, aktuell gestützt durch ein Vogelgutachten und auch den Landesentwicklungsplan, wird argumentiert, dass aus Naturschutzgründen Giebelwald und vor allem das „ökologische Juwel“ Stegskopf als Standorte von Windkraftanlagen außen vor sind. Roter Milan und Schwarzstorch seien dort zu schützen, ist ein Argument. Stattdessen sollte der Stegskopf zum Naturschutzgebiet werden. Auch in anderen Regionen des Kreises, so wird inzwischen bei der Kreisverwaltung befürchtet, könnten Windräder aus Gründen des Vogelschutzes nicht möglich sein.

Aber bei der BUND-Kreisgruppe Altenkirchen ist die Meinung zur Nutzung der Windkraft in FFH-Gebieten nicht einheitlich. So hat BUND-Mitglied Friedrich Hagemann aus Birken-Honigsessen ein eigenes Positionspapier erstellt. Er kommt zu der Erkenntnis, dass der BUND seine Position zu Giebelwald und Stegskopf noch einmal überdenken sollte.

Hagemann argumentiert, dass der Klimawandel unbedingt gestoppt werden müsse. Dazu sei der Ausbau der Windenergie zügig notwendig. Werde der Klimwandel nicht aufgehalten, dann drohe ein großes Artensterben. So befürchtet Hagemann, „wer Windkraft mit Naturschutz ausbremst, der läuft Gefahr, durch Förderung des Klimawandels dazu beizutragen, das zu fördern, was er gerade verhindern will: weltweites Artensterben, weltweite Naturvernichtung“.

In einem umfassenden Positionspapier, das 21 Seiten stark ist, führt das BUND-Mitglied aus: „Schon jetzt sterben Tag für Tag viele Arten aus. Die Rate für das Artensterben ist nach Angaben des Kopenhagener Forschers Carsten Rahbeck 100- bis 1000-mal so hoch, wie es der natürlichen Rate entspricht, so hoch wie kein Mal in den letzten 65 Millionen Jahren der Erdgeschichte. Schon jetzt trägt der Klimawandel zu dem Artensterben wesentlich bei. Der Beitrag des Klimawandels wird jedoch mit jedem zehntel Grad, den die Erdtemperatur ansteigt, größer. Es werden nicht nur alpine Pflanzengesellschaften sein, die durch den Klimawandel zugrunde gehen. Manche Schätzungen gehen davon aus, dass bei einem ungehemmten Anstieg der Klimagase und der Beschleunigung des weltweiten Temperaturanstiegs bis 2050 eine Million Arten aussterben werden. Wer dem vorbeugen will, muss sich für Energieeinsparung, Effizienz und 100 Prozent Erneuerbare engagieren. Wer die Vielfalt unserer Kulturlandschaft erhalten wissen will, muss der Klimaveränderung den Kampf ansagen. Wer die Windkraft aus Gründen des Naturschutzes ausbremsen will, ist in Gefahr, durch Förderung des Klimawandels dazu beizutragen, das zu fördern, was er gerade verhindern will: das weltweite Artensterben, die weltweite Naturvernichtung.

Darum muss der BUND, Bundesverband und Landesverband, seine Position zum Ausbau der Windenergie in Natura-2000-Gebieten überdenken. Wenn der BUND eine Verspargelung der Landschaft ablehnt, darf er nicht den Windkraftausbau an Schwachwindstandorten fördern. Und die Kreisgruppe des BUND ist gehalten, ihre Position zu den Natura-2000-Gebieten Giebelwald und Stegskopf zu überdenken.“

Umweltverbände beziehen sich bei ihrer Argumentation, dass FFH-Gebiete in Rheinland-Pfalz für Windräder nicht gebraucht werden, immer wieder auf die Bofinger-Studie zum Potenzial der Windenergie. Mit dieser Studie hat sich Hagemann intensiv auseinandergesetzt. Er vertritt die Auffassung, dass sie einige Dinge nicht berücksichtige, nur eine Plausibilitätsuntersuchung gewesen sei und von Umweltverbänden falsch interpretiert werde.

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Das umfangreiche Positionspapier von BUND-Mitglied Friedrich Hagemann finden Sie hier

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„Die Energiewende wird unschlagbar preiswert“

Quelle: Franz-Alt www.sonnenseite.com

„Wir können Windenergie im Binnenland schon heute günstiger als mit neuen Gas- oder Kohlkraftwerken erzeugen“, erläuterte JUWI-Vorstand Matthias Willenbacher auf der Windmesse in Husum. „Voraussetzung ist, dass wir weitere gute Standorte erschließen und auf die richtige Technik setzen. Höhere Türme und größere Rotoren sorgen … auch fernab der Küste dafür, dass Windräder im Jahr mehr als 4.000 Volllaststunden erreichen. Das sind Werte, die auch im Meer nicht wesentlich übertroffen werden.“

Aber was macht die Bundesregierung? Sie unterstützt die teure Offshore-Windpolitik der Energiekonzerne und jammert dann über die angeblich unbezahlbare Energiewende. Solche schizophrenen Diskussionen liefern zurzeit täglich vor allem FDP-Spitzenpolitiker und Vertreter des CDU-Wirtschaftsflügels. Offshore-Windstrom wird etwa doppelt so teuer wie Windstrom im Binnenland.
Eine noch günstigere Preisentwicklung als die Windenergie hat in den letzten Jahren der Solarstrom genommen. 70 Cent kostete die Kilowattstunde im Jahr 2.000. Heute sind wir bei 17 bis 18 Cent beim Solarstrom vom eigenen Dach. Atom- oder Braunkohlestrom aus der Steckdose kostet 23 bis 25 Cent.
In Deutschland müssen jedes Jahr über 80 Milliarden Euro ausgegeben werden für die Einfuhr von fossilen Energieressourcen. Nach einem meiner Vorträge fragte mich ein Manager von EnBW, was ich dazu sage, dass 2013 die Stromverbraucher in Deutschland wahrscheinlich 20 Milliarden Euro an EEG-Umlage aufbringen müssten. Er hielte das für „ einen Wahnsinn. Ich bin für die Energiewende und die EnBW auch, aber sie muss bezahlbar sein.“
Mit diesem Argument wird insinuiert, dass wir uns mit der Wende Zeit lassen sollten. „Bitte nichts überstürzen“, höre ich jeden zweiten Abend bei meinen Vorträgen.
Was aber sind die 20 Milliarden jährliche Mehrkosten für den Umstieg in umweltfreundliche Energien im eigenen Land gegenüber 80 Milliarden für schmutzige Energie, die wir  jedes Jahr zu den Ölscheichs und Gasbaronen schieben?
Die 20 Milliarden für Erneuerbare bleiben überwiegend in Deutschland. Sie generieren hier Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Und vor allem: Sie schützen das Klima und entlasten uns von den Folgekosten der alten Energieträger.
Um von den  Preissteigerungen der atomar-fossilen Stromerzeugung abzulenken, werden in den nächsten Wochen ständig publizistische Kanonen geladen, welche die Mär verbreiten, dass die Energiewende wegen der erneuerbaren Energien leider, leider zu teuer sei.

Wirklich teuer wird aber der Klimawandel, wenn wir die richtigen, überall regional vorhandenen, erneuerbaren Energien nicht so rasch wie möglich organisieren.

Heimliche Liebe – Das Wirtschaftsmagazin Profit in WDR5 machte am 18. August das Thema Genossenschaften zum Thema.

Quelle: http://www.energiegenossenschaften-gruenden.de

Die Themen im Schwerpunkt Energie „Selbst Optionen schaffen“: Die EWS Schönau und ihre Nachahmer, Burghard Flieger beleuchtet die Qualifikation der Zukunft „Projektentwickler für Energiegenossenschaften“ und warum das Hauptstadt-Stromnetz in Bürgerhand gehört.

Die Sendung bei WDR5 zum Mithören

Zu WDR5 Profit

Windkraft soll Naturschutz finanzieren helfen

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Dienstag, 11. September 2012, Seite 15, Redakteur: Daniel Weber

Stegskopf Daadens Bürgermeister Schneider fordert weiter eine Mischnutzung aus Ökologie, Gewerbe und Energiegewinnung

Emmerzhausen/Daaden. In der Frage um die Zukunft des Truppenübungsplatzes Daaden machen die Anrainergemeinden des Stegskopfs weiter Druck. Sie wünschen sich nach dem Abzug der Bundeswehr auf dem Areal eine Kombination aus Ökologie, Gewerbe und Windkraft. Ein reines Naturschutzgebiet, wie von Umweltverbänden gefordert, lehnen sie ab. „Ich erwarte von Mainz ein klares Signal“, sagt Daadens Bürgermeister Wolfgang Schneider, der dafür plädiert, der Windkraft auf dem Stegskopf eine Vorrangstellung zuzuweisen. 2014 wird die Bundesanstalt für Immobilienfragen Eigentümerin des 2000 Hektar großen Areals, über eine mögliche Unterschutzstellung wird aber auf Landesebene entschieden.

Dieser Tage flatterte Schneider ein Schreiben von Landeswirtschaftsministerin Eveline Lemke auf den Tisch. Im Brief, der an alle kommunalen Verwaltungschefs ging, heißt es, das Land setze auf erneuerbare Energien, und wolle auf dieser Grundlage bis 2030 Stromexportland werden. Er sei „dankbar“ für diesen Ansatz, sagt Schneider. Denn geht es nach den Anrainergemeinden, wird der Wind über dem Stegskopf künftig einen wesentlichen Beitrag dazu leisten.

Schneider hat wiederholt betont, wie sehr das Areal für die Windkraftnutzung prädestiniert sei: Es handele sich um einen der windhöffigsten Standorte im Umkreis mit weitem Abstand zu den Wohngebieten. Breite, befestigte Straßen für den Bau seien vorhanden, „man muss also keine Schneisen mehr in den Wald schlagen“. Und letztlich könne man hier – statt einer weiteren Verspargelung der Landschaft – Windräder konzentrieren. „Eine ideale Situation, die es so im Kreis nirgendwo gibt. 20 große Windräder würden hier soviel abwerfen, dass der Kreis energieautark würde.“

Doch die Windkraft soll nur ein Aspekt sein. Nach den Plänen der umliegenden Kommunen sollen sich auf dem Noch-Militärgelände Gewerbebetriebe ansiedeln können und ein Stück weit den Wegfall der 120 zivilen Arbeitsplätze kompensieren. Im nordöstlichen Bereich des Truppenübungsplatzes bei Emmerzhausen wäre dies sogar ohne baulichen Aufwand möglich: Beim ehemaligen Mobilmachungsstützpunkt handelt es sich um eine fünf Hektar große Fläche mit mehreren Hallen, die über Wasseranschluss und gute Anbindung zu Autobahn und Flughafen verfügen. Auch eine Breitband-Versorgung wäre leicht zu realisieren. Sollten sich hier Betriebe ansiedeln, wäre das, so Schneider, „ein großer Schritt“ – zumal Gewerbeflächen in der VG Daaden rar gesät sind. Der Verwaltungschef sieht rund um den Stegskopf zudem reichlich Potenzial für einen sanften Tourismus.

Doch was ist mit dem Artenreichtum, den ökologisch kostbaren Wäldern und Offenlandschaften? Schneider stellt klar: „Wir reden bei der wirtschaftlichen Nutzung nicht über das gesamte Gelände. Uns allen ist klar, dass der Naturschutz einen besonderen Stellenwert behalten muss.“ In Reinform habe es diesen aber seit Eröffnung des Truppenübungsplatzes 1958 nie gegeben, und auch künftig könne man die Flächen nicht einfach sich selbst überlassen: Dann drohe Wildwuchs, der die schützenswerten Bereiche überlagere. Schneider schwebt deshalb eine Nutzung vor, die ökonomisch so viel abwirft, dass die Erträge die Kosten für die landschaftliche Unterhaltung abdecken: „Das Ziel ist: weg von den Fördertöpfen, hin zur eigenverantwortlichen Pflege.“

 

Erfolgreicher Start der Konversion in Westerburg: Wäller-Kaserne wird zum Wäller-Park

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz,Energie, und Landesplanung Rhlp

Konversionsprojekt

Erfolgreicher Start der Konversion in Westerburg: Wäller-Kaserne wird zum Wäller-Park

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke besuchte das landesweit bedeutsame Konversionsprojekt Wäller-Kaserne in Westerburg. Lemke: „Das exakt auf die Möglichkeiten des Areals und des regionalen Marktes zugeschnittene Konversionskonzept sowie die ersten Ansiedlungen bedeuten einen guten Einstieg in die zivile Nutzung im Wäller-Park. Hier werden nicht nur neue Arbeitsplätze geschaffen, der Wirtschaftsstandort Westerburg kann mit dem Wäller-Park zukünftig eine erhebliche Aufwertung erfahren.“

Im Fokus des Besuchs der Ministerin standen die Neuansiedlungen. Die Freie Montessori-Schule nutzt ehemalige Unterkunftsgebäude von Soldaten und zählt bereits 40 Beschäftigte. Im laufenden Schuljahr 2012/2013 besuchen 203 Schüler die Schule. Ein weiterer Ausbau sowie die Errichtung eines Internats sind in Planung. Im ehemaligen technischen Bereich der Kaserne hat die Firma Krekel LagerLogistik seit Beginn des Jahres ihr neues Quartier. Jüngste Ansiedlung ist die Eventagentur onEvent Veranstaltungstechnik GbR. Neben den Flächen für Gewerbe und Bildungseinrichtungen sind im Wäller-Park auch Wohngebäude sowie ein Sondergebiet zur Erzeugung erneuerbarer Energien vorgesehen.

Der frühere Bundeswehrstandort Westerburg mit der Wäller-Kaserne und dem angeschlossenen Standortübungsplatz wurde Ende 2007 endgültig geschlossen. Die rund 40 Hektar große Kaserne grenzt unmittelbar an das bebaute Stadtgebiet. Die Gesellschaft für Städtebau und Konversion mbH (GSK) erwarb 56 Hektar, darunter die Kaserne sowie Teile des Standortübungsplatzes. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich des nachhaltigen Flächenrecyclings und wird die Umwandlung der ehemaligen Kasernenfläche durchführen. Daher wird demnächst ein städtebaulicher Vertrag zwischen dem Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Wirtschaftsministerium, der Stadt Westerburg und dem Investor GSK mbH abgeschlossen werden.

 

Ruth Boekle
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung
Tel. 06131/16-2549

 

Das EEG rechnet sich – Studie ermittelt hohen volkswirtschaftlichen Nutzen

Energie aus natürlichen Quellen Wie Wind, Wasser und Sonne gibt es nicht umsonst. Aber der Nutzen übersteigt der Studie zufolge den Aufwand.
Quelle: ECOreporter.de

Der Nutzen Erneuerbarer Energien überwiegt die Kosten für ihren Ausbau bei weitem. Das hat eine vom Bundesumweltministerium geförderte Studie vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und dem Institut für Zukunfts-EnergieSysteme (IZES) festgestellt.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das wichtigste Förderinstrument für die alternative Energieproduktion in Deutschland. Es verpflichtet die Stromversorger, Ökostrom bei den Produzenten zu einem festen Preis abzunehmen. Über die EEG-Umlage in der Stromrechnung wird dies von den Stromverbrauchern finanziert. Laut der nun von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) veröffentlichten Studie summierten sich die EEG-Zahlungen im vergangenen Jahr auf rund 13,5 Milliarden Euro. Der Nutzen der Erneuerbarer Energien durch vermiedene Umweltschäden und positive wirtschaftliche Effekte habe sich dagegen in 2011 allein im Strombereich auf mindestens 21 Milliarden Euro belaufen. „Erneuerbare Energien sind ein Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft“, folgert der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer.

Zu den positiven Effekten der Erneuerbaren Energien von mindestens 21 Milliarden Euro zählte die Studie laut Vohrer unter anderem Faktoren wie vermiedene Umwelt- und Klimaschäden (acht Milliarden Euro), vermiedene Energieimporte (2,9 Milliarden Euro) und auch die kommunale Wertschöpfung (7,5 Milliarden Euro). „Dazu gehören Arbeitsplätze bei mittelständisch geprägten Anlagenherstellern und in Handwerksbetrieben vor Ort ebenso wie Steuereinnahmen für die Kommunen“, erläutert Vohrer hierzu.