Erfolgreiche Unternehmen mit „Drei E“

Vorstand und Aufsichtsrat der Maxwäll-Energie Genossenschaft zu Gesprächen in Rheinhessen, Odenwald und Wörrstadt

Das Führungsgremium der Westerwälder Maxwäll-Energie Genossenschaft eG besuchte drei Unternehmen, die erfolgreich sind mit den „Drei E“: erneuerbare Energie, effiziente Energienutzung und Energie-Einsparung. Es handelte sich dabei um die Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH (EDG) in Nieder-Olm, die Energiegenossenschaft Odenwald eG (EGO) in Erbach und JuWi in Wörrstadt. „Wir suchen das Gespräch mit Unternehmen der Energiebranche,“ sagte Friedrich Hageman, Aufsichtratsvorsitzender der Genossenschaft, „wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sondern von Erfahrungen profitieren und mit erfolgreichen Fachleuten zusammenarbeiten – zum Nutzen unserer Mitglieder.“

Jürgen Salowsky, Friedrich Hagemann und Peter Müller vor dem Bauvorhaben
Jürgen Salowsky, Friedrich Hagemann und Peter Müller (von links) vor dem Bauvorhaben „Haus der Energie“ der Energiegenossenschaft Odenwald eG (EGO)

In Nieder-Olm gab Geschäftsführer Dipl.Ing. Christoph Zeis einen genauen Einblick, wie die EDG, die in kommunaler Hand ist, in der Region auf dem Sektor Wärmeenergie-Contracting, Wind- und Solar-Energieerzeugung erfolgreich tätig ist. „Wir freuen uns sehr“, so Jürgen Salowsky, Vorstand der Mäxwäll-Energie, in Herrn Zeis einen Partner gefunden zu haben, der uns von Anfang an bei der Projektierung, beim Bau und beim Betrieb von Blockheizkraftwerken und Nahwärme-Heizanlagen überhaupt zur Seite stehen will.“

In Erbach im Odenwald wurden die Westerwälder Energiegenossenschaftler im „Haus der Energie“ empfangen. Die Energiegenossenschaft Odenwald baut hier einen ehemaligen Brauereigebäudekomplex zu einem Beratungsbüro und Ausstellungszentrum um. Herr Voigt von der EGO erläuterte die Erfolgsgeschichte und die beispielhafte Zusammenarbeit mit den Kommunen und der regionalen Volksbank eG. Letztere übernahm zum Start der Genossenschaft die Personalkosten der Akteure und unterstützte die Entwicklung der EGO mit Rat und Tat.

Schon beim Näherkommen zum Firmensitz der JUWI AG werden Ankommende von Windrädern und Solarpannelflächen begrüßt. Mit Markus Behr, Projektmanager Wind Germany, wurde vereinbart, das man sich im Januar wieder trifft. Dann im Westerwald, um vor Ort die verschiedenen Wind-Projekte zu besprechen und mögliche Zusammenarbeit zu sondieren.

„Es ist sehr wichtig für uns, Kontakte zu benachbarten Energie-Genossenschaften, sonstigen Unternehmen der Energiebranche und Projektentwicklern zu pflegen. Nur so können wir gemeinsame Interessen und Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung erkennen und konzeptionieren. Es geht uns immer um den größtmöglichen Nutzen für die Region und die Menschen im Westerwald!“, sagt Peter Müller, Vorstand der Maxwäll-Energie Genossenschaft.

Leserbrief von Manfred Müller: „Ewig-gestrige Allesverneiner“

Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 24. Oktober 2012, Seite 18

Leserbriefe

Energie Die Ausführungen des BUND-Mitgliedes Hagemann über Windkraft und Naturschutz in der WZ vom 2. Oktober stoßen auf Kritik

„Ewig-gestrige Allesverneiner“

Wir befinden uns im Jahre 2012 – nach Tschernobyl, Fukushima & Co.: Europas Atomkraftwerke haben noch immer vielfache Sicherheitsmängel, Kohlekraftwerke und andere Luftverpester beschleunigen den gefährlichen Klimawandel, und alle reden von der dringend notwendigen Energiewende zum Schutz unserer Umwelt. Ganz Rheinland-Pfalz? Nein! Einige unbelehrbare, „ewig-gestrige Allesverneiner“ von Verbänden, die angeblich unsere Umwelt schützen wollen, tun genau das Gegenteil und versuchen, reflexartig saubere Windenergie zu verteufeln, wo es nur geht! Schlüssige und zu Ende gedachte Alternativen nennen sie wohlweislich aber nicht! Zunehmende Unwetter, Dürren, Missernten und weltweite Hungerkatastrophen, verpestete Atemluft und saurer Regen werden irgendwann nicht nur Rotmilan, Schwarzstorch und Co. massiv bedrohen, sondern vor allem auch Menschen!

Die heutigen „Allesverneiner“ in BUND, Nabu und sonst wo können sich dann nicht mehr erinnern oder nicht mehr gefragt werden, und im Übrigen, so dürften sie sagen, hätte die Politik ja das Ganze sehen und abwägen müssen. Man hätte ihren „konservativen, verbandsgesteuerten Tunnelblick“ ja nicht überbewerten oder sich dahinter verstecken müssen. Wir können daher dem erfahrenen und versierten BUND-Experten Hagemann nicht genug dafür danken, dass er mit seinem Zeitungsbeitrag und Positionspapier versachlicht und entzaubert hat. Insbesondere hat Herr Hagemann die realitätsfernen und oft verklausulierten Forderungen übersetzt und damit deren absurde Konsequenzen verdeutlicht.

Übrigens, auf Bundesebene fährt der BUND eine ganz andere verantwortungsvolle Linie, abgestimmt mit allen seinen Gremien! Zitat aus dem aktuellen BUND-Mitgliedermagazin: „Strom aus Windenergie zu erzeugen, das hat für eine zukunftsfähige Energieversorgung hohen Stellenwert. (…) In Naturparks, Landschaftsschutzgebieten und im Wald sollte die Nutzung der Windkraft möglich sein – gerade um andere Schutzgebiete freihalten zu können. (…) Statistisch gesehen, wird in den 35 Jahren Laufzeit eines Windrads einmal ein Rotmilan getötet.“

Fazit: Rette man uns also vor „realitätsfernen Pseudorettern“, deren überzogene Forderungen auch einen Verbandsmachtmissbrauch darstellen und noch nicht einmal den Milan retten, da ohne Energiewende und daraufhin folgenden Klimawandel auch deren Umwelt massiv bedroht wird.

Manfred Müller, Rückeroth, Bündnis90/Die Grünen Selters und BUND-Mitglied

Leserbrief an die Rheinzeitung: zu RZ 16.10.12 Seite 21 „BUND kritisiert Hagemanns Thesen zum Stegskopf“

Schade, der BUND-Landesverband hat eine große Chance verpasst. Er setzt sich bei seiner Kritik an Hagemanns Studie nur mit Nebensächlichkeiten auseinander, die gar nicht Teil dieser Studie sind, verlagert die Angriffe auf die persönliche Ebene und vermeidet es ganz gezielt, sich mit der entscheidenden These auseinanderzusetzen: Dem doppelten Bofinger-Paradox.
Zur Erinnerung: Bofinger ist der Kasseler Wissenschaftler, der belegt hat, dass es möglich ist, auf 2 % der Landesfläche die deutsche Stromversorgung auf Windkraft umzustellen. Und das doppelte Paradox besteht darin, dass
offensichtlich alle im BUND-Landesvorstand sich auf Bofingers Gutachten berufen, es aber scheinbar keiner gelesen hat, und zudem 2 % der Fläche in Rheinland-Pfalz ausreichen und auch zur Verfügung stehen, aber der Ausbau der Windenergie – und damit die Energiewende – an denen (im BUND) zu scheitern droht, die die Energiewende am lautesten gefordert haben.
Wer Bofinger gelesen hat weiß, dass er als seriöser Wissenschaftler auf zahlreiche Dinge hingewiesen hat, die er bei der Erfassung der Windkraft-Eignungsflächen mit seinem Computermodell gar nicht berücksichtigen konnte. Dies ignoriert der BUND und sorgt dafür, dass jeder Milan, jede Fledermaus dafür instrumentalisiert werden, die Umstellung der Energieversorgung auf Nachhaltigkeit zu verhindern. Wie erklärt sich der BUND, dass die Wirtschaftsministerin inzwischen öffentlich bezweifelt, dass 2 % der Landesfläche als Vorrangfläche ausgewiesen werden können? Wie erklärt sich der BUND, dass die Kreisverwaltung Altenkirchen Zweifel zu erkennen gibt, ob überhaupt nur eine einzige Windkraftanlage im Kreisgebiet genehmigt werden kann. Der Landrat von Altenkirchen, Herr Lieber, ist der Vorsitzende der regionalen Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald. Wer sollte die Möglichkeiten der Flächenausweisung besser beurteilen können als er?

Ich bedauere sehr, zu erfahren welche Energie von Menschen im BUND aufgebracht wird die Dezentralisierung und Demokratiesierung des Energiesektors zu verhindern. Wollen diese Personen wirklich in der Konsequenz weg von der Bürgebeteiligung, regionaler, erneuerbarer Energieversorung und tiefgreifendem Umdenken im Umgang mit Erzeugung, Vertrieb und Verbrauch von Energie überhaupt? Ich bin überzeugt in nicht geringem Maße mit und durch die Energiewende haben wir die deutlich größere Chance den Kindern unserer Kinder schützenswertes zu hinterlassen. Ich appelliere besonders an scheinbaren „Medienprofis“ im BUND:“ Machen Sie Lösungsvorschläge und schüren sie nicht die Verhinderungskampagne! Letztere hat von Herrn Rösler im BMWI und Herrn Altmaier im BMU genügned prominente Unterstützung.

Peter Müller, Altenkirchen Maxwäll-Energie Genossenschaft eG, Vorstand

Offener Brief an den BUND KV Westerwald und die Naturschutzverbände in der VG Hachenburg

Karl-Heinz Groß, Heimborn
aktives Mitglied im B.U.N.D.
Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Hachenburg i.R. ,
Geschäftsführer der Alternative Energie Kroppacher Schweiz GmbH (AEKS)
schreibt an den B.U.N.D. und die in der VG Hachenburg aktiven Naturschutzverbände.

Er nimmt Stellung und macht Vorschläge zur Diskussion um die Standorte für Windenergieanlagen (WEA) in der VG Hachenburg:

An den
BUND-Kreisverband
Kopernikusstraße 8
56450 Montabaur

zur Kenntnis an die in der Verbandsgemeinde Hachenburg tätigen Naturschutzverbände

Beigefügtes Diskussionspapier zur Planung Windenergie in der Verbandsgemeinde Hachenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,  liebe Freunde der Erde,

mit dem beigefügten Diskussionspapier möchte ich einen nach meiner Ansicht gangbaren Weg aufzeigen, wie wir der Verbandsgemeinde Hachenburg helfen können, ein weiteres landesweit vorbildliches Umweltprojekt zu realisieren, ohne dabei erhebliche Naturschutzbelange zu beeinträchtigen. Gerade die Verbands-gemeinde Hachenburg hat in den letzten 20 Jahren eine Vorreiterrolle im Umweltschutz gespielt, so z.B. mit mehreren Blockheizkraftwerken, der ersten größeren Holzhackschnitzelheizung und dem ersten kommunalen Windrad in Rheinland-Pfalz, einer Photovoltaikanlage auf der Hauptschule, dem neuen großen Biomasseheizwerk, energetischer Gebäudesanierung und vielem mehr. Da ich als hauptamtlicher Beigeordneter 20 Jahre lang an vielen Projekten beteiligt war, habe ich erfahren, wie sich Bürgermeister, Verwaltung, der Rat und nicht zuletzt die in Verbandsgemeinde Hachenburg tätigen Umweltverbände in gemeinsamer Arbeit für Natur und Umweltschutz in der Verbandsgemeinde Hachenburg eingesetzt haben. Vielleicht hat dies auch dazu geführt, dass wir unsere gemeinsamen Anti-Atom-demonstrationen gerade in Hachenburg durchgeführt haben.
In über 20 Jahren Tätigkeit in der Regionalplanung war immer wieder festzustellen, dass dort Planungen meistens mit dem „kleinstmöglichen Nenner“ enden, weil man auf dieser Ebene keine ausreichende Ortskenntnisse hat und sich im bürgerfernen Raum bewegt. Insofern ist der bisherige planerische Ansatz der Verbandsgemeinde Hachenburg optimal. Dazu gehört insbesondere auch die von Bürgermeister Klöckner bekannt gegebene Absicht über eine verbandsgemeindeeigene Stromver-sorgung und eine breite Bürgerbeteiligung sowie dem Bau von Windkraftanlagen möglichst aus Westerwälder Produktion dafür zu sorgen, dass keine Großkonzerne und Hedgefonds die Naturstromerzeugung bei uns übernehmen, sondern Wester-wälder Bürger mit Anlagen, die Westerwälder bauen. Aus fast 20 Jahren Tätigkeit als ehrenamtlicher Geschäftsführer einer Bürgergesellschaft und in Zusammenarbeit mit der neuen Bürgergenossenschaft Maxwell weiß ich, dass sich zurzeit viele 100 Westerwälder gerne an der Realisierung der Hachenburger Pläne beteiligen würden.
Wir sollten daher nicht nur in Hachenburg gegen Atomenergie demonstrieren, sondern aufzeigen, dass durch aktive Unterstützung der Naturschutzverbände die von der Verbandsgemeinde angestrebten – schon sehr weit reduzierten – Planungen weitergeführt werden können.
Für eine Diskussion stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Heinz Groß

Hier den Entwurf des Diskussionspapiers zum Herunterladen

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Informationen, warum es so wichtig ist Windenergie Anlagen (WEA) auf die am besten geeigneten Standorte zu bauen

Ziel der Landesregierung
ist es bis zum Jahre 2020 die Stromerzeugung aus Windkraft auf 14,8 TWh/a (14.800 GWh/a) zu verfünffachen. Es sind also für (vierfünftel von 14.800 GWh/a) entsprechend 11.842 GWh/a neue WEA zu bauen.

Die Erträge moderner 3 Megawatt Windenergie-Anlagen(3 MW-WEA)
bei durchschnittlicher Jahreswindgeschwindigkeit
von 5,5 m/s   rd.   7.100 MWh/a,       =        7,1 GWh/a bei 2.300 Volllaststunden
von 6 m/s      rd.   8.500 MWh/a,       =         8,5 GWh/a bei 2.830 Volllaststunden
von 7m/s       rd. 11.000 MWh/a,       =       11,0 GWh/a bei 3.670 Volllaststunden
von 8 m/s      rd. 13.250 MWh/a,       =       13,2 GWh/a bei 4.420 Volllaststunden;

Bei 8 m/s Windgeschwindigkeit werden per anno fast doppelt so viel Strom erzeugt wie bei 5,5 m/s

Konsequenz:
Um das erklärte Ziel der Landesregierung zu erreichen müssen
mit 6 m/s (11.842 GWh/a : 8,5 GWh/a)                                 rd. 1.400 WEA gebaut werden;
bei 8 m/s (11.842 GWh/a : 13,25 Wh/a)      aber nur            rd.    900 WEA.

Im Westerwald müssten demnach noch circa 150 bis 200 WEA errichtet werden. Berücksichtigt man alle Vogelschutzgebiete u. ä. stehen aber nur für 15 bis 20 Anlagen Flächen zur Verfügung.

Notwendigkeit
Für eine 3 MW-WEA wird wegen der notwendigen Abstände innerhalb eines Windparks eine Fläche von rund 20ha benötigt. Man braucht also:
für 1.400 Stk WEA 28.000 ha = 280 km² und für    900 WEA 18.000 ha = 180 km²

Rheinland-Pfalz hat eine Fläche von rund 20.000 km².
Es wären somit für Windparks bereitzustellen:
auf weniger guten Standorten
280 km² von 20.000 km²      entsprechend 1,4% der Landesfläche
und auf guten Standorten 180 km² von 20.000 km² entsprechend 0,9% der Landesfläche.

Noch ein Gesichtspunkt für die Ausweisung nur auf optimalen Standorten:

Obwohl sich Naturschutz nicht einfach gegen Ökonomie aufrechnen lässt, hier zum Nachdenken und Abwägen folgende Berechnungen:
Nach dem Energieeinspeisgesetz (EEG) fällt die Einspeisvergütung bei 8 m/s Wind schon nach 5 Jahren von z.Zt. 89,3 €/MWh auf 48,7 €/MWh. Bei einem Standort mit 6 m/s Wind fällt diese Vergütung aber erst nach rd. 13,3 Jahren. Bei einem Windpark bestehend aus z.B. 10 WEA bei 8 m/s (Jahresertrag: 10 x 13.250 MWh/a) ergibt sich gegenüber gleicher Stromerzeugung auf einer Fläche mit nur 6 m/s (16 WEA) im Verlauf von 20 Jahren Betriebszeit für den Stromkunden dadurch eine Ersparnis von rd. 45 Mio. €.

Rechenansatz: (13,3 – 5) x 13.250 x 10 x (89,3 – 48,7) = 44,65 Mio. € oder rd. 4,5 Mio. € je Anlage auf gutem Standort gegenüber 1,6 Anlagen auf schlechterem Standort. Die Ersparnis errechnet sich u. a. aus der Tatsache, dass man für die gleiche Strommenge bei 8 m/s nur 10 WEA, bei 6 m/s aber 16 WEA braucht, also 6 Anlagen mehr gebaut, finanziert, betrieben und letztlich vom Stromkunden bezahlt werden müssen.Darstellung der Mehrkosten bei nur 6ms Wind statt 8 ms

 

Bei 10 Stk  3 MW- Anlagen auf geeigneten Standorten beträgt die Einsparung im 6. bis 14. Jahr  und 45 Mio. Euro!

Im Klartext umgekehrt: Wenn z. B. ein Schwarzstorch oder Milan auf den Höhenlagen des Westerwaldes, dort einen Windpark mit 10 WEA verhindert, kostet das den Stromkunden 45 Mio. Euro in den 20 Jahren Betriebszeit.

Die Stromkosten je 10.000 MWh bei 6 und 8 ms Wind und die entsehenden Mehrkosten

Wenn in Rheinland-Pfalz statt auf guten Standorten (8 m/s) u. a. wegen Schwarzstorch und Milan auf weniger gute Standorte (6 m/s oder weniger) ausgewichen werden muss und dann statt 900 rd. 1400 WEA gebaut werden müssen, kostet dies die Stromkunden  (1.400 – 900) x 4,5 Mio. = 2,25 Milliarden € in den 20 Jahren für die 500 zusätzlich gebauten WEA.

Wie soll man das der Bevölkerung erklären?
Wenn z.B. Flächen mit 7 m/s entfallen und auf 5,5 m/s ausgewichen wird, liegen die Kostenrelationen ähnlich.
Wenn man Naturschutz auch nicht einfach mit Ökonomie verrechnen kann, soll mit den Rechenbeispielen einmal demonstriert werden, dass eine einseitig auf den Naturschutz fixierte Sichtweise nicht alle Belange der Bürger berücksichtigt.

Optimale Windstandorte haben außerdem den Vorteil, dass die dortigen WEA bis zu 4.000 Volllaststunden/a gegenüber 1.600 bis 2.000 auf den schlechteren Standorten erreichen, was eine wesentlich konstantere und sicherere Energieversorgung ermöglicht und evtl. notwendige Speicherkapazitäten verringert oder überflüssig macht.

Somit ist die Rechnung ganz einfach:

Je mehr man Windenergie-Anlagen auf guten Standorten konzentriert, desto weniger werden die übrige Landschaft und die Natur belastet.

Im Hinblick darauf, dass fast alle Kommunen Solidarpakte, Bürgerwindparks, Bürgerbeteiligung, Bürger-Energiegenossenschaften und ähnliches anstreben, um darüber möglichst viele Bürger vor Ort an Windkraftanlagen zu beteiligen, sollten die Kommunen von den Naturschutzverbänden unterstützt werden.

Es gilt Landschaft und Natur mit möglichst wenig WEA zu belasten, die Energiewende bezahlbar zu gestalten und mit den Kommunen sowie der Landesregierung den Weg zur Energiewende zu gestalten!

Hier können Sie den Artikel herunterladen:

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Quelle: gemeinsame Veröffentlichung der Alternative Energien Kroppacher Schweiz GmbH&Co KG ( AEKS ) un der Maxwäll-Energie Genossenschaft e.G.

 

 

EUROSOLAR legt Eckpunkte für die Fortentwicklung des EEG vor

Die Beschleunigung der dezentralen Energiewende spart Kosten und ist der wirtschaftlich vernünftigste Weg

Quelle: Eurosolar

„Das EEG ist weltweit das erfolgreichste Konzept zur Umsetzung der Energiewende“, erklären EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege und der Vorsitzende der EUROSOLAR-Sektion Deutschland Dr. Axel Berg. Um die wirtschaftlichen und sozialen Chancen der Energiewende optimal zu nutzen, sind bei der nächsten Novelle des EEG nach der nächsten Bundestagswahl einige Änderungen erforderlich. Mittelständische Wirtschaft, Energiegenossenschaften, Handwerker, Land- und Forstwirtschaft, Kommunen, Stadtwerke, Maschinenbauunternehmen, die anlagenproduzierende Industrie sowie die Bürgerinnen und Bürger sind die Träger der dezentralen Energiewende. Durch sie entsteht Wertschöpfung in der Region (2011: 8,9 Milliarden Euro in Deutschland). 380.000 Arbeitsplätze sind dadurch bereits entstanden. „Für die Volkswirtschaft ist die dezentrale Energiewende der beste Weg“, erklären Droege und Berg.

Mit den Überlegungen des Bundesumweltministers zur Energiewende würde das EEG zu einem teuren Instrument zur Förderung der großen Energiekonzerne umfunktioniert. Sein zugleich ausgerufenes Ziel zur Verlangsamung der dezentralen Energiewende ist für die Volkswirtschaft der schlechteste Weg und bedeutet für die dynamisch wachsenden regionalen Wertschöpfungsketten in den Bundesländern von Schleswig-Holstein bis Bayern und von Nordrhein-Westfalen bis Brandenburg den Zusammenbruch. Eine Verlangsamung der Energiewende nütze nur den großen Energiekonzernen und ihrer Oligopolstellung. EUROSOLAR legt nun frühzeitig Vorschläge zur mittelfristigen Überarbeitung des EEG vor.

Das Eckpunkte-Papier finden Sie hier
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Die wahren Profiteure der Energiewende

Quelle:  „Energiewende jetzt“ 02. Oktober 2012

Die Energiewende ist in der Diskussion. Kritiker machen die EEG-Umlage für die steigenden Strompreise verantwortlich und fordern eine massive Einschränkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Diese Sichtweise ist einseitig und torpediert die erfolgreiche Umsetzung einer Energiewende in Bürgerhand. Eine Klarstellung

Die 2003 eingeführte EEG-Umlage macht mit 3,59 Cent/kWh derzeit knapp 14 Prozent des Haushaltsstrompreises aus. Dagegen stieg der Strompreis im selben Zeitraum um durchschnittlich zehn Cent/kWh. Zwei Drittel der höheren Stromkosten haben also keinerlei Zusammenhang mit den Erneuerbaren Energien. Stattdessen sorgte zusätzlicher Strom aus regenerativen Quellen sogar dafür, dass der Börsenpreis für Strom im Schnitt um ca. 0,5 Cent fiel. Doch diese Kostenminderung haben die Stromversorger nicht an die Verbraucher weitergegeben, von ihr profitieren nur große Stromverbraucher.

Doch der niedrigere Strompreis durch den Ausbau der erneuerbaren Energien führt paradoxerweise zu einer höheren EEG-Umlage, denn die Differenz zwischen niedrigem Preis an der Strombörse und dem Garantiepreis für grünen Strom (die feste Einspeisevergütung) bezahlen die Stromverbraucher. Aber nicht alle. Denn hier gibt es Privilegierte.

Die Privilegierten

Die Politik hat energieintensive Unternehmen vollständig von der Zahlung der EEG-Umlage befreit. Aktuell sind 730 Unternehmen von der Abgabe ausgenommen – diese verbrauchen zusammen 18 Prozent des deutschen Stroms, zahlen jedoch nur 0,3 Prozent der EEG-Umlage. Ein Beispiel für die unsachgemäße Befreiung von der EEG-Umlage ist das Unternehmen Vattenfall-Mining, das Braunkohle-Tagebau betreibt. Durch die Befreiung spart es jährlich 40 Millionen Euro. Das oft vorgebrachte Argument, Unternehmen würden aufgrund der im internationalen Vergleich hohen Energiekosten abwandern, ist bei einem ortsgebundenen Tagebau absurd.

Was die Privilegierten nicht bezahlen, müssen die anderen tragen, nämlich kleinere Unternehmen und alle privaten Haushalte. Deswegen steigt der Strompreis für die Bürgerinnen und Bürger überproportional stark. Sie bezahlten im Jahr 2011 im Schnitt 1 Cent/kWh mehr EEG-Umlage als sie es ohne die Ausnahmeregelung für die energieintensive Industrie hätten tun müssen. Dementsprechend lag der Strompreis für Privathaushalte um rund 4 Prozent höher als nötig.

Ein weiteres Privileg ist die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzentgelten, die rund 20 Prozent des Strompreises ausmachen. Damit wird auch der Ausbau und Erhalt der Netze einseitig auf die kleinen Verbraucher umgelegt. Durch solche Regelungen entzieht die Politik sämtliche Anreize zur Energieeinsparung. Stattdessen werden Unternehmen dazu veranlasst, ihren Stromverbrauch unnötigerweise und zu Lasten der Umwelt in die Höhe zu treiben, um die Befreiung von den Gebühren in Anspruch zu nehmen.

Diese Ausnahmeregelungen müssen sachlich und nachvollziehbar begründet und eingeschränkt werden. Langfristig führt aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit der fossilen Energieträger kein Weg an Erneuerbaren Energien vorbei. Dieser Transformationsprozess muss ohne Verzögerungen umgesetzt werden, damit Deutschlands internationale Vorreiterrolle für diese Industrie nicht gefährdet und die notwendigen Klimaziele erreicht werden können. Die dabei entstehenden vorübergehenden Mehr-belastungen müssen gerecht auf alle Schultern verteilt werden.

Die Folgekosten 

Umweltschäden, Klimaerwärmung, Gefahren für die Gesundheit, Kosten für die Atommüllentsorgung: Die Kosten für den „billigen“ Strom aus Gas-, Kohle- und Atomkraftwerken zahlt die Gesellschaft. „Die Energiekonsumenten von heute leben auf Kosten künftiger Generationen“, schrieb schon 1992 das Prognos-Institut in einer Expertise für das Bundeswirtschaftsministerium. Würde man diese Schäden zum Preis des Stroms aus fossilen Brennstoffen und der Atomkraft hinzurechnen, müsste herkömmlicher Strom fast ein Drittel teurer sein als er jetzt ist. Damit wäre er nicht mehr günstiger als Energie aus Sonne, Wind oder Biogas.

Wer macht das Geschäft? – Bremser und Befürworter

Bei der Energiewende geht es nur vordergründig um die Frage der Stromkosten. Es geht um die Energieversorgung der Zukunft. Wird sie wie in den letzten Jahrzehnten von den Interessen vier großer Energiekonzerne bestimmt oder wird sie dezentral organisiert sein? „Hinter dem Streit um die EEG-Umlage steckt mehr: Es ist ein Machtkampf zwischen den Befürwortern und Gegnern der Energiewende, zwischen neuen Anbietern und den etablierten Stromkonzernen“, schreibt die ZEIT. Nehmen Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Region die Energieversorgung selbst in die Hand, gefährden sie das bewährte Geschäftsmodell der großen Stromkonzerne. Deshalb bremsen diese die Energiewende von unten.

Die über 600 Energiegenossenschaften in Deutschland stehen für den dezentralen Weg, sie bringen nachhaltige, regionale Energiekonzepte auf den Weg. Eine starke Einschränkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes würde die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende mit bürgerschaftlicher Beteiligung gefährden.

Diese Pressemitteilung der Initiative Energiewende jetzt und der Heidelberger Energiegenossenschaft kann genutzt werden, um sich in die aktuelle Diskussion um das EEG einzumischen: Über die lokale Presse, die Mitglieder der eigenen Genossenschaft, Netzwerke, Mitglieder der eigenen Genossenschaft, Bündnispartner usw.

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Veränderte EEG-Vergütungssätze von PV-Anlagen ab dem 1.4.2012 im Überblick

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft

InbetriebnahmeDachanlagen bis 10 kWp (Ct/kWh)Dachanlagen 10 – 40 kWp (Ct/kWh)Dachanlagen ab 40 kWp (Ct/kWh)Dachanlagen ab 1.000 kWp bis 10 MWp und Freiflächenanlagen bis 10 MWp (Ct/kWh)
Ab 01.04.201219,5018,5016,5013,50
Ab 01.05.201219,3118,3216,3413,37
Ab 01.06.201219,1118,1316,1713,23
Ab 01.07.201218,9217,9516,0113,10
Ab 01.08.201218,7317,7715,8512,97
Ab 01.09.201218,5417,5915,6912,85
Ab 01.10.201218,3617,4215,5312,71

Wichtiger Hinweis:
Nach Änderungen des Vermittlungsausschusses vom 27. Juni 2012. Vorbehaltlich endgültiger Verabschiedung des Gesetzes! (Entscheidung des Bundesrates spätestens am 6. Juli 2012, Vergütungssätze treten rückwirkend in Kraft)

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