BUND informiert in Höchstenbach über Windanlagen

Quelle: Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 13. Mai 2015, Seite 23

Technik Bürger besichtigen Baustelle der Firma Schütz

Höchstenbach. Mehr als 70 BUND-Mitglieder und interessierte Bürger konnte der neue stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Michael Carl zu einer Informationsveranstaltung in Höchstenbach begrüßen. An der Baustelle der Firma Schütz stellten Winfried Heibel und Stefan Boden die im Bau befindlichen Windräder vor. Michael Carl, der gleichzeitig den Arbeitskreis Energie des BUND Rheinland-Pfalz leitet, betonte, dass der BUND als Hauptziel im Klimaschutz eine massive Energieeinsparung fordert. Gleichzeitig müsse aber für den Ausstieg aus Atom und Kohle der Anteil an erneuerbarer Energie noch enorm gesteigert werden. Dabei spiele die Windenergie eine tragende Rolle. Deshalb werde der BUND auch an dem, vom früheren Landesvorsitzenden Harry Neumann Anfang 2014 geforderten, Ziel zum Bau von weiteren 1000 Windrädern in Rheinland-Pfalz festhalten, so Carl.

Besonders interessant war die Besichtigung der Baustelle der Firma Schütz im Wald. In der Bauphase müssen größere Waldflächen in Anspruch genommen werden. Der das Projekt begleitende Biologe Bernhard Diefenthal wies in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, wie viele später nicht benötigte Flächen rekultiviert und der Natur zurückgegeben werden. Dass sich auf den natürlich wiederbegrünten Flächen eine artenreiche Fauna bildet, das zeigte eine anschließende Besichtigung der vor sieben Jahren gebauten Windräder am Hartenfelser Kopf. Beeindruckend war das als Ausgleich beim Bau des Windparks entstandene Naturschutzgebiet unterhalb von Mündersbach. Ortsbürgermeister Helmut Kempf, der dieses Projekt vorstellte, betonte den hohen Wert nicht nur für die Natur, sondern auch für die Bürger. Für die drei im Westerwald tätigen Bürgerenergiegenossenschaften (Wäller Energie, Maxwäll und Alternative Energie Kroppacher Schweiz) forderte deren Geschäftsführer Karl-Heinz Groß die Kommunen und das Land auf, geeignete Flächen nicht zu Fantasiepachten an ortsfremde Fonds zu verpachten, sondern den örtlichen Bürgern über Energiegenossenschaften eine Beteiligung zu ermöglichen. In einem abschließenden Vortrag wurde umfangreich zu der Diskussion um die Windkraft informiert. Dabei wurde deutlich, dass durch moderne Bau- und Transporttechniken der Eingriff in den Wald erheblich gesenkt werden kann. Es wurde erläutert, dass nach fachlichen Untersuchungen derzeit keine Tierpopulation im Bestand durch Windenergie gefährdet ist. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen stellt bei den derzeitigen Abständen der Windräder zur Wohnbebauung auch der oft angeführte Infraschall keine Beeinträchtigung dar.

Wie Michael Carl für den BUND betonte, ist die derzeitige überwiegend auf Atom, Öl und Kohle basierende Energieversorgung eine nicht zu vertretende Gefährdung kommender Generationen. Der BUND werde daher auch weiterhin engagiert, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, zu einer zukunftsfähigen Lösung des Energieproblems beitragen.

Öffentliche Informationsveranstaltung zur Windenergie

Zum Thema Energiewende und Klimaschutz wird der zuständige Arbeitskreis des BUND in diesem Jahr mehrere Informationsveranstaltungen durchführen. Begonnen wir mit dem vieldiskutierten Thema Windenergie.

Dazu lädt der BUND für Mittwoch den 29.4.um18.00 Uhr an die Baustelle der Fa Schütz an der B 8 oberhalb Höchstenbach Richtung Freilingen ein. Die Fa. Schütz wird ihren im Bau befindlichen Windpark vorstellen. Ein Fachbüro erläutert die Maßnahmen zum Ausgleich der Eingriffe in den Wald. Danach erfolgt eine Besichtigung der vor 7 Jahren gebauten Windräder im bestehenden Windpark Hartenfelser Kopf. Anschließend wird das als Ausgleich geschaffene Naturschutzgebiet Mündersbach besichtigt. Am Schluss werden Fakten zur Windenergie und Bürgerenergie im Sportlerheim der Gemeinde Mündersbach vorgestellt.

Mit freundlichen Grüßen

gez.: Michael Carl, Sprecher BUND-Arbeitskreis Energie RLP, stellvertr. BUND-Regionalbeauftragter Mittelrhein-Westerwald
( michael.carl@t-online.de)

Mit der Veranstaltung will der BUND Arbeitskreis zu einer sachlichen Aufklärung zum Thema Windenergie beitragen; daher sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen.

Künftige Banker bringen Energiewende voran

Quelle: Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 2. April 2015, Seite 1

Wettbewerb Fachschüler entwickeln neue Bankprodukte für erneuerbare Energien in der Westerwaldregion

Montabaur. Energiewende und Bankprodukte – geht das zusammen? Genau diesem Thema stellte sich die Bankfachklasse BM13 des zweiten Ausbildungsjahres der BBS Montabaur. In einem Joint Venture mit der Maxwäll-Energiegenossenschaft haben sich die Schüler in sieben Teams überlegt, wie man die Energiewende im Westerwald voranbringen kann. Dazu haben die Auszubildenden neuartige Bankprodukte zum Wohle der Kunden und der Umwelt des Westerwaldes kreiert und sich dabei einem Wettbewerb gestellt.

In einem simulierten Kundengespräch mussten die Teams einen Kunden von ihrem neuartigen Produkt überzeugen. Bewertet wurden diese Kundengespräche anschließend von den Personalverantwortlichen der Westerwaldbank, Nassauischen Sparkasse, Kreissparkasse Westerwald, Volksbank Montabaur-Höhr-Grenzhausen, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldes (Wilfried Noll) und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Maxwäll eG, Friedrich Hagemann. Zur Prämierung der besten Ideen stellten die vier Bankhäuser und die Maxwäll eG insgesamt 400 Euro zur Verfügung. Den Siegerpreis in Höhe von 200 Euro konnte dabei ein Team der Kreissparkasse Westerwald für sich verbuchen. Katharina Baumann, Theresia Herborn, Kristin Herbst und Jennifer Steinborn wussten den Kunden mit einem außerordentlich pfiffigen Produkt zu überzeugen. Die zweiten und dritten Plätze gingen an Teams der Westerwaldbank, Nassauischen Sparkasse und der Kreissparkasse Westerwald. Überreicht wird der Siegerscheck auf der Generalversammlung der Maxwäll eG in Neitersen durch die Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke. Die Prämierung der siegreichen Teams nahm Friedrich Hagemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Maxwäll eG, vor. Er betonte den außerordentlich engen Wettbewerbsausgang, lobte die Vielzahl sehr guter Ideen, mit den Banken des Westerwaldes die Energiewende weiterhin zu fördern.

In einem Schlusswort äußerte der Initiator des Projektes Stephan Vogt, Lehrer an der BBS Montabaur, die Hoffnung, dass die eine oder andere tolle Idee wirklich zu einem neuen Bankprodukt – zum Wohle der Kunden und der Umwelt des Westerwaldes – umgesetzt werden kann.

Das Team der der Kreissparkasse Westerwald siegte mit innovativen Ideen und wurde von Friedrich Hagemann ausgezeichnet. ( 3. von re)

Mensch vs. Umwelt: Diese Zahle zeigen, dass die Umwelt verliert:

Quelle:  Von in Umwelt

„Dass die Menschheit ein Problem mit Umweltverschmutzung hat, der Erderwärmung und immer aufwendig zu fördernden Ressourcen ist inzwischen bekannt. Um die Dringlichkeit der Probleme aufzuzeigen, ist es manchmal aber hilfreich, wenn diese Trends nocheinmal mit Zahlen zu Ursachen und Auswirkungen unterlegt werden.

Genau das haben jetzt der niederländische Chemiker Paul Crutzen und der Tscheche Stanisław Wacławek in einer aktuellen Zahlensammlung zur Entwicklung des Ressourcenverbauchs auf der Erde versucht……..“          weiterlesen hier

Der Original der Zahlensammlung können Sie downloaden:
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Menschenkette > Stoppt die Kohlebagger und Klimakiller!

Liebe Energie-Genossen/Innen und Klimaschützer/Innen,

es gibt Anlässe, bei denen man/frau „aufstehen“ und Widerspruch zeigen sollte.
Daher auf zur Menschenkette am 25. April in GARZWEILER, einem der übelsten Symbole für Kohlelobby, Mega-Klimakiller und manipulierte Subventionspolitik !!!

Mein Aufruf (siehe auch Link unten) geht an jede der drei WW-Energie-Genossenschaften. Neben Maxwäll sind das die „AEKS“ (Alternative Energie Kroppacher Schweiz)
und „Wäller-Energie“. Schließlich stehen wir mit unseren Genossenschaften für saubere, erneuerbare Energie … und gegen Garzweiler, Atom & Co. !!!

Grobplanung:
Bei genügenden, zeitnahen Anmeldungen kann ich einen Bus mieten. Abfahrt gegen 09:30 Uhr ab Hachenburg. Teilnahme an der Menschenkette und der Abschlusskundgebung
in Immerath (Raum Erkelenz), einer der Orte, der einfach „weg gebaggert“ werden soll.
Rückfahrt ab ca. 17:30 Uhr. Busfahrt und Aktion geben auch gute Möglichkeiten des Kennenlernens und der Vernetzung. Ein gemeinsames Event.
> gerundete Kosten laut Voranfragen:
z.B. bei einem 30-Sitzer Bus – ca. 16 €uro/Person, bei 44-Sitzer ca. 12 €uro/Pers.
Eingang der Anmeldung zählt. Also, je früher desto besser.
Anmeldeschluss: 09. April (24:00 Uhr) !

Macht doch bitte in euren Reihen mobil, damit der Bus voll wird. Verbindliche Rückmeldungen bitte per E-Mail an Maxwäll-Mitglied
manfred.mueller@norge-naturs.de

Bei ausreichenden Anmeldungen gebe ich Detail-Infos an Jede/n per Mail. Wenn nicht, dann leider die Absage.

Beste, erneuerbare Grüße 🙂
Manfred Müller

Hier einer der Links zur Menschenkette und ein Auszug daraus:
(Weitere Aufrufe unter Campact, BUND, Grüne…usw.)

http://anti-kohle-kette.de/home/aufruf/

Aufruf

Bis hierhin und nicht weiter:

Stoppt die Kohlebagger und Klimakiller!

2015 wird ein wegweisendes Jahr für den Klimaschutz. Wir haben die Chance, den Ausstieg aus dem Landschafts- und Klimakiller Kohlekraft einzuleiten. Die Bundesregierung entscheidet demnächst, ob die Energiekonzerne ihre CO2-Emissionen mindern und dafür Kohlekraftwerke abschalten müssen. In Nordrhein-Westfalen verhandelt zudem die Landesregierung über die Zukunft des Tagebaus Garzweiler II, wo RWE bis 2045 weiter Braunkohle fördern will. Im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris kommt beiden Entscheidungen große Bedeutung zu.
Doch die Kohlelobby macht massiv Front
gegen die Pläne, den boomenden Kohlestrom zurückzudrängen.

Deshalb ist jetzt der Protest von uns BürgerInnen gefragt. Mit einer Menschenkette entlang des Tagebaus Garzweiler II machen wir am 25. April klar: Bis hier hin und nicht weiter – der Kohleverstromung muss ein Ende gesetzt werden! (…)

Jetzt gilt es: Mit unserer Menschenkette stärken wir die breite Bürgerbewegung gegen Kohle und unterstützen den lokalen Widerstand. Gemeinsam bieten wir der Kohlelobby die Stirn.
Kommen Sie am 25. April 2015 zur Menschenkette am Tagebau Garzweiler und zur anschließenden Kundgebung im Ort Immerath, dem die Abbaggerung droht!

News zur Beschwerdewelle gegen Hinkley Point C

Liebe Mitstreiter,

Eine gigantische Beschwerdewelle von über 60.000 BürgerInnen und Bürgern ist dank Ihrer Unterstützung und der Solidarisierung von über dreißig Umweltschutz- und Antiatom-Verbänden herangewachsen. Wie wichtig unser Protest ist, sieht man bei einem Blick nach Brüssel: Die EU-Kommission stellte jüngst ihre Pläne für eine europäische Energie-Union vor, die der Renaissance der Atomenergie und dem Neubau von AKWs in Europa Tür und Tor öffnet. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Kampagnen-News, auf unsere Facebook-Seite oder in den Detailinformationen weiter unten.

Seit der Veröffentlichung der Pläne zur Energie-Union ist klar: Die Billigung der Subventionen für das britische AKW Hinkley Point ist nur die Spitze des Eisberges – umso wichtiger ist es, gerade hier gegen diese skandalöse Subventionspolitik konkret vorzugehen. Deshalb werden wir unsere Beschwerdeaktion weiter fortsetzen, um – wie geplant – die angekündigten Klagen von Österreich und Luxemburg vor dem Europäischen Gerichtshof zu flankieren.

Lassen Sie uns daher jetzt den Druck der Bürgerinnen und Bürger auf die Politik weiter erhöhen und aus unserer Beschwerdewelle eine Beschwerdeflut gegen den Neubau von Atomkraftwerken auf Kosten der Steuerzahler machen: Helfen Sie mit, unsere Kampagne zu verbreiten: Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!

Es grüßt Sie ganz herzlich aus Schönau

Sebastian Sladek
Vorstand der Netzkauf EWS eG

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Detailinformationen:

Comeback der Atomenergie – Brüssel stellt Pläne für Energieunion vor

In dem Strategiepapier, das der Energiekommissar Miguel Arias Cañete und der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, Mitte Februar vorstellten, steckt jede Menge Zunder. Die vorgelegten Grundzüge der europäischen Energieunion enthalten Pläne, mit deren Hilfe sich Europa von Energieimporten unabhängiger machen will – und ein Baustein davon soll nach Meinung der EU-Kommission die Nutzung der Atomenergie sein. Damit liegt nun auf dem Tisch, was sich schon seit einiger Zeit angekündigt hatte: Die Atomkraft soll in Europa an Bedeutung gewinnen. Kommissionsvize Sefcovic kündigte bei der Vorstellung an, er werde noch dieses Jahr „einen illustrativen Ausbauplan“ für AKWs in Europa vorlegen. Denn die Atomkraft sei eine klimaschonende, weil CO2-arme Technologie.

Damit bricht die EU-Kommission nicht nur mit der klaren atomkritischen Position vieler Mitgliedsstaaten, sondern auch mit ihrer eigenen Linie: Noch im Dezember 2013 sprach sie sich explizit dagegen aus, die Atomenergie aufgrund angeblich geringer CO2-Emissionen als umweltfreundliche Technologie anzuerkennen. In den kommenden Monaten entfernte sich die Kommission jedoch zunehmend von dieser Haltung. So wurde unter anderem offenbar, dass das geplante 300 Milliarden Euro schwere Wachstumspaket der EU, möglicherweise eine ganze Reihe von Atomprojekten enthalten wird: Zwischen 80 und 100 Milliarden Euro könnten demnach in den Neubau und die Renovierung von Atomreaktoren fließen. Gleichzeitig bewilligte die EU-Kommission die höchst umstrittenen Beihilfen für das neue britische AKW Hinkley Point C – wohl wissend, dass dies der Türöffner für Atomprojekte in anderen Mitgliedsstaaten sein könnte.

Wesentliche Teile dieser Richtungsänderung dürften ausgerechnet auf das Konto eines deutschen Politikers gehen: Günther Oettinger, der als Energiekommissar sich dafür einsetzte, die Atomenergie wieder in das Energie-Portfolio der EU zu bringen. Mausert sich die Energieunion nun zur Atomunion? Die Brüsseler Pläne klingen danach. Wir werden uns entschieden dagegen einsetzen. Unterstützen Sie uns dabei und lassen Sie uns gemeinsam das Comeback der Atomenergie stoppen!

Klagen über Klagen gegen Hinkley Point

Die Klagefront gegen Hinkley Point C wächst: Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy hat eine Nichtigkeitsklage gegen die Genehmigung der Beihilfen für den AKW-Neubau beim EuG* angekündigt (Hier können unter strengen Voraussetzungen Wettbewerber wegen Wettbewerbsverzerrung klagen). Greenpeace Energy sieht den deutschen Strommarkt von den Folgen der staatlichen Förderung für Hinkley Point direkt betroffen und stützt seine Klage auf mögliche eigene wirtschaftliche Nachteile.

Schon seit Längerem hat die österreichische und luxemburgische Regierung Ihre Absicht bekannt gegeben, beim EuGH** Klage einzureichen (zugelassen sind hier nur Klagen von Organen der EU, also z. B. von Mitgliedsländern). Wir von der EWS haben uns mit unserer Beschwerde-Welle bei der EU-Kommission nicht für den juristischen, sondern für den politischen Weg entschieden, weil wir möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben wollen, sich dem Protest anzuschließen und ein kraftvolles öffentliches Signal zu setzen. Nichtsdestotrotz ist jeder Protest, ob juristisch oder politisch, wichtig. Insofern begrüßen wir selbstverständlich auch die Klageabsichten von Greenpeace Energy und drücken ihnen die Daumen.

Unterstützung kommt auch von anderer Seite: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat am Rande eines Treffens der europäischen Energieminister die geplanten Subventionen deutlich kritisiert. „Wir werden auf gar keinen Fall zustimmen, dass jetzt die Atomenergie in Europa durch öffentliche Gelder, durch Steuergelder gefördert wird.“ Diese Aussage mag angesichts des Abstimmungsverhaltens des deutschen Kommissars Oettinger in dieser Sache irritieren, macht aber Hoffnung, dass sich die Bundesregierung doch noch den Klagen Österreichs und Luxemburgs anschließen wird. Darum ist es gerade jetzt wichtig, mit einer möglichst großen Beschwerdewelle den Druck auf die deutsche Politik zu erhöhen, damit den Worten auch Taten folgen.

Heute keine Übergabe der Beschwerdewelle

Unser Kampagnenpartner „Change – der Film / Fechner Media“ hat in seinem Newsletter zu einer Demonstration heute in Brüssel anlässlich der Übergabe der Beschwerdewelle der EWS und ihrer Kampagnenpartner aufgerufen. Hier liegt ein Missverständnis vor, für das wir uns entschuldigen möchten. Richtig ist, dass am 24. März 2015 in Brüssel eine Kundgebung gegen die Pläne die Atom-Ausrichtung der Energieunion und die Bewilligung der skandalösen britischen Subventionen für den AKW-Neubau in Hinkley Point stattfindet, an der auch Sebastian Sladek (Vorstand der Netzkauf EWS eG) teilnimmt. Die Übergabe der Beschwerdewelle wird jedoch noch nicht an diesem Tag erfolgen. Wir sind glücklich, dass die öffentliche Diskussion durch die angekündigten Klageeinreichungen an Fahrt gewinnt, und wollen noch möglichst vielen BürgerInnen und Bürgern die Möglichkeit geben, durch ihre Beschwerde den Klagen gegen die Bewilligung der skandalösen Atomsubventionen öffentlichen Druck zu verleihen. Selbstverständlich werden wir Sie hierzu rechtzeitig über den Newsletter informieren, sobald der Termin für die Übergabe feststeht.

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Netzkauf EWS eG
Friedrichstr. 53-55
79677 Schönau

Mikrorevolution vom Dach

Quelle:  Photovoltaik

Kleinwind — Ein BHKW oder eine Windmühle können die Photovoltaikanlage im Winter unterstützen. Ein Start-up aus Niedersachsen zeigt, wie es geht: Seine Mikrowindanlage lässt die Preise pro Kilowatt installierter Leistung deutlich purzeln. Niels Hendrik Petersen dreht Fritz Unger die Schraube von der Narbe. Er nimmt den Rotor in einem Stück ab und hält ihn vor seine Brust. In dem Rotordesign stecken fünf Jahre Entwicklungsarbeit, es ist das Know-how der jungen Gründung aus Langenhagen bei Hannover. Der 23-jährige Unger ist Geschäftsführer von Fu Systems und Erfinder der Anlage. Er ist getrieben von dem Gedanken, den deutschen Kleinstwindmarkt mit seiner Skywind-Anlage umzukrempeln. „Der Rotor ist aus Duraluminium und wiegt nur 700 Gramm“, sagt Unger und fordert: „Heben Sie ihn ruhig an.“ Das Material wird auch in der Luftfahrttechnik eingesetzt. Der mattgraue Flügel fühlt sich leicht rau an. Er ist mit einem Pulver beschichtet und drei Millimeter dünn. „Genau darum reflektiert der Rotor kaum Licht, wenn er sich in der Sonne dreht“, beschreibt Unger. Im Windjargon heißt diese permanent auftretende Reflexion „Diskoeffekt“…..

lesen sie hier weiter.

De Artikel aus der Photovoltaik  können Sie hier herunterladen :
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Flächen für Windpark Oberholz vertraglich gesichert

Interkommunal getragenes Bürgerenergieprojekt nimmt Fahrt auf

Nach den einstimmig gefassten Absichtserklärungen der vier Ortsgemeinderäte und der in Kürze bevorstehenden Entscheidung der Verbandsgemeinde Hachenburg zur Gründung einer gemeinsamen kommunalen Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) für den Windenergiepark Oberholz wurden in den letzten Tagen die Pachtverträge unterzeichnet.

Die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Hachenburg, Gabriele Greis, konnte neben den vier Ortsbürgermeistern auch die Vertreter der in der Region ansässigen Bürgerenergiegesellschaften, die Vertragspartner der künftigen AöR, begrüßen.
Sie führte einleitend aus, dass man nach den anfänglichen Bestrebungen zur Errichtung einer Vielzahl von Windenergieanlagen und der darauf ausgerichteten Flächennutzungsplanung mit dem derzeit noch verbleibenden Bereich am Oberholz gleich wohl einen wichtigen Teilerfolg verzeichnen könne. Es gelte jetzt, gemeinsam mit den Bürgerenergiegesellschaften und den Genehmigungsbehörden alle weiteren Schritte im Hinblick auf eine allseits verträgliche Realisierung des Projektes anzustreben.

Mit dem Abschluss der Pachtverträge und der seitens der Verbandsgemeinde Hachenburg bereits geleisteten Vorarbeit bei der Flächennutzungsplanung und den avifaunistischen Untersuchungen seien die maßgeblichen Grundvoraussetzungen bereits umgesetzt.

Obendrein sei es wichtig und richtig gewesen, den öffentlichen Interessen an der Energieversorgung im Allgemeinen und dem Projekt im Besonderen mit der Gründung der AöR Rechnung zu tragen. Mit der geplanten Betriebsführung durch die Verbandsgemeindewerke Hachenburg profitiere man von dem dort vorhandenen Know-how, das eine gute Aufgabenerledigung erwarten lasse.
Dass umweltfreundliche und naturschutzverträgliche Energie in Bürgerhand in der Verbandsgemeinde Hachenburg gewollt sei, bestätigten nicht zuletzt die unzähligen Interessenten, die ihren finanziellen Beitrag leisten wollten. Sobald eine belastbare Aussage zur Realisierbarkeit getroffen werden könne, werde man gemeinsam mit den Projektpartnern vor Ort Informationsveranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürgern durchführen, so Greis.

Für die beteiligten Bürgerenergiegesellschaften erklärte der Geschäftsführer der Alternativen Energie Kroppacher Schweiz GmbH & Co. KG (AEKS), Karl-Heinz Groß, der auch Mitglied des BUND ist, dass der Klimaschutz auch eine hohe Bedeutung für den Naturschutz habe. Es sei für ihn selbstverständlich, dass die örtlichen Belange des Natur- und Artenschutzes beachtet würden.

Die Arbeitsgemeinschaft Oberholz, bestehend aus der AEKS, der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG und der WÄLLER ENERGIE eG, habe auf Basis der bereits vorliegenden Untersuchungen einen Gutachter damit beauftragt, über Frühjahr, Sommer und Herbst insbesondere die örtliche Vogelwelt und die Fledermäuse zu beobachten.

Da der Bau einer Windkraftanlage immer einen Eingriff in den Naturhaushalt bedeute, seien in der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden entsprechende Ersatz und Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen worden, die durchweg zu einer Aufwertung des Naturhaushaltes geführt haben. So sei beispielsweise für den Windpark Hartenfelser Kopf das von allen Naturschützern begrüßte Naturschutzgebiet bei Mündersbach realisiert worden.

Karl-Heinz Groß betonte abschließend, dass die in der Verbandsgemeinde Hachenburg vorgesehene Bürgerbeteiligung den Forderungen des BUND nach einer dezentralen Erzeugung regenerativer Energien in Bürgerhand entspreche.

 

Die Vertragspartner bei der Unterzeichnung der Pachtverträge.hintere Reihe v.l.n.r.: Karl-Heinz Groß (AEKS), Daniel Rahn (WÄLLER ENERGIE eG), Peter Müller (Maxwäll—Energie Genossenschaft eG), Gabriele Greis, Peter Bräuer (AEKS) vordere Reihe v.l.n.r.: Heinz Schneider (OB Steinebach), Beate Salzer (OB Alpen rod), Frank Petmecky (OB Lochum), Paul Kunz (OB Gehlert)

hintere Reihe, von links: Karl-Heinz Groß (AEKS), Daniel Rahn (WÄLLER ENERGIE eG), Peter Müller (Maxwäll-Energie Genossenschaft eG), Gabriele Greis, Peter Bräuer (AEKS)
vordere Reihe, von links: Heinz Schneider (OB Steinebach), Beate Salzer (OB Alpenrod), Frank Petmecky (OB