Erneuerbare können die Welt ab 2050 zu 100 Prozent mit Energie versorgen

Klimafreundliche Komplettwende kann 20 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen
Greenpeace-Studie: Erneuerbare können die Welt ab 2050 zu 100 Prozent mit Energie versorgen
Berlin, 21.9.2015 – Die globale Energieversorgung bis 2050 vollständig auf Erneuerbare umzustellen, ist technisch möglich, finanziell attraktiv und kann Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen.

 

Dies zeigt die neue Greenpeace-Studie Energy Revolution, die zusammen mit dem Institut für Technische Thermodynamik – Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Luft- und Raumfahrt Zentrums (DLR) erarbeitet wurde. Die darin durchgerechnete Umstellung kann zudem den CO2-Ausstoß so weit senken, dass der Temperaturanstieg unter der kritischen Grenze von 2 Grad bleibt. „Die Erneuerbaren Energien sind inzwischen erwachsen und können mit klimaschädlichen Kohlekraftwerken und riskanten Atommeilern konkurrieren. Wir dürfen nicht zulassen, dass Kohle- und Atomlobbyisten Regierungen daran hindern, jetzt rasch den Weg in eine saubere, sichere und wirtschaftliche Energiezukunft zu gehen“, so Sven Teske, Greenpeace-Energieexperte und Hauptautor der Studie.

Vor der UN-Klimakonferenz im Dezember in Paris belegt die Studie, dass der Ausbau klimafreundlicher Erneuerbarer Energien weitaus schneller als bislang voranschreiten kann. Zudem hätte sie auch enorm positive Auswirkungen. Laut Studie erfordert eine globale Energiewende bis 2050 jährliche Investitionen von durchschnittlich etwa einer Billion Dollar. Gleichzeitig würde die Umstellung auf Erneuerbare Energien jedoch Brennstoffkosten in Höhe von 1,07 Billionen Dollar pro Jahr einsparen. Der kostenneutrale Umbau des weltweiten Energiesystems kann zudem weltweit 20 Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze schaffen. Während die Zahl der Beschäftigten der globalen Energiebranche ohne beschleunigte Energiewende bis zum Jahr 2030 leicht auf 28 Millionen sinkt, würde die Branche bei einer Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare im gleichen Jahr 48 Millionen Menschen Arbeit geben.

Globale Energiewende bietet enorme Chancen für Deutschland

Als Mutterland der Energiewende kann Deutschland besonders von einer beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren profitieren. Schon heute beschäftigt die deutsche Windindustrie rund 138.000 Menschen. Bei einer Exportquote bei Windanlangen aus Deutschland von 60 Prozent im Jahr 2014 sichert der Weltmarkt inzwischen jeden zweiten dieser Jobs. „Folgt die Welt dem Energy-Revolution-Szenario, wird sich der globale Windenergiemarkt bis 2030 vervierfachen. Für Deutschland ist die nationale und die globale Energiewende eine Riesen-Chance“, so Teske.

Bei der UN-Klimakonferenz in Paris sollen erstmals die USA, China, Indien und die EU-Mitglieder ein gemeinsames Klimaabkommen mit knapp 200 Staaten unterzeichnen. Es soll einen Weg aufzeigen, die mit Dürren, Stürmen und Überschwemmungen immer deutlicher werdenden Folgen des Klimawandels in beherrschbaren Grenzen zu halten. Dabei sind der Ausstieg auf fossilen Energien wie Kohle, Öl und Gas und parallel ein Umstieg auf Erneuerbare Energien zentral. Im Jahr 2013 steuerten die Erneuerbaren bereits knapp ein Fünftel zum globalen Energiemix bei. Jedoch muss ihr Ausbau beschleunigt werden. Die Greenpeace-Studie Energy Revolution zeigt dafür den Weg.

Quelle: https://www.greenpeace.de/ Presseerklärung

Eckpunkte zum Eckpunktepapier

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 31. Juli Eckpunkte für Ausschreibungen für die Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen vorgelegt. Leider stellen die geplanten Regelungen für die Energiegenossen erhebliche Nachteile dar.

BMWi Gabriel hält an seinem Bestreben, die Ausschreibungen spätestens zum 01.01.2017, aber möglichst noch früher einzuführen, fest. Sein Eckpunktepapier, das der Vorbereitung der Rechtsverordnung über die Ausschreibungen dient,  ist auf der Homepage des BMWi einsehbar. Es besteht für jedermann die Möglichkeit der Stellungnahme. Auch wenn die Hoffnungen gering sind, dass der Killer der Energiewende sich von seinen Absichten abbringen lässt, sollte die Gelegenheit zur Stellungnahme genutzt werden, da noch die eine oder andere Frage nicht abschließend geregelt ist. Auch damit deutlich wird, wie wir kleinen Akteure uns durch Gabriel verarscht fühlen. Denn die hiesigen Energiegenossenschaften können sämtlich bei ihren Planungen von den beabsichtigten Regelungen betroffen sein, und die Regelungen stellen für die Energiegenossen erhebliche Nachteile dar. Die Stellungnahme soll über diese eMail Adresse aus dem Gabrielschen Eckpunktepapier eingereicht werden.

Fest scheint nur zu stehen, dass an einer Ausschreibung seines Standortes nur teilnehmen kann, wer bereits eine bestandskräftige Baugenehmigung für seine Anlage(n) hat. Lediglich der Stichtag, ab wann die Anlagen von der Ausschreibung betroffen sein werden, ist noch offen.

Gegen den Entwurf ist einzuwenden, dass er über das hinausgeht, was europarechtlich geboten sein mag und dadurch Ziele des deutschen EEG gefährdet.
Eines der ausdrücklichen gesetzlichen Ziele des EEG 2014 ist die Akteursvielfalt. Diese bezweckt, dass die Energiewende nicht in die Hände der früheren Monopolisten gerät, sondern viele kleine Anbieter aktiv sind, damit mehr Bürger (z.B. durch Genossenschaften) profitieren können und die Gewinne nicht verschoben werden („Regionale Wertschöpfung“). Diese wird durch die Ausschreibungen gefährdet. Auf der Homepage des „Bündnis Bürgerenergie“ ist zu lesen, dass die 2. Ausschreibungsrunde für PV-Anlagen 136 Angebote brachte für 558 MW. Davon kamen 33 zum Zuge für 159,7 MW. Unter den erfolgreichen Bietern sollen sich nur die Großen, z.B. E.on oder EnBW, befinden. Bereits in der 1. Ausschreibung kamen weder natürliche Personen noch Genossenschaften zum Zuge. Von den 170 Geboten waren nur 11 von natürlichen Personen oder Genossenschaften. Das beweist: Die Ausschreibungen verringern schon im Vorfeld die kleinen und mittleren Akteure und lassen sie, wenn sie sich doch beteiligen, nicht zum Zuge kommen, was für kleine Anbieter mit relativ hohen Verlusten verbunden ist.

Die finanzielle Belastung ist ein weiteres Problem. Auch wenn das Eckpunktepapier „nur“ 30 € pro kW zu installierender Leistung als Bietsicherheit vorsieht, ist dies für kleine Akteure wie Maxwäll ein erheblicher Betrag und damit für Planungen eine Risikoerhöhung, die abschreckend für einen Einstieg in die Planungen wirkt.

Der entscheidende Kritikpunkt ist die Ablehnung der „De-minimis-Regelung“ in dem Eckpunktepapier. Die EU-Kommission hat in ihren Beihilfeleitlinien freigestellt, Windkraftprojekte von Ausschreibungen auszunehmen, wenn sie eine installierte Erzeugungskapazität von  6 MW oder 6 Erzeugungseinheiten nicht überschreiten. Gabriel will aber selbst soche Mini-Planungen der Ausschreibung unterwerfen und die Risiken für die Planer erhöhen. Als besonders grotesk empfinde ich es, dass dort, wo nur große Akteure auf dem Plan sind, nämlich bei der Offshore-Windenergie, die Ausschreibungen erst 2020 eingeführt werden sollen. Dies zeigt, dass kleine Akteure – entgegen der Intention des EEG – diskriminiert werden sollen.

BUND-Landesverband entschuldigt sich bei Landesregierung für Diffamierungen aus dem Westerwald

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz entschuldigt sich bei Mitgliedern der Landesregierung und bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Hachenburg für diffamierende Äußerungen von BUND-Mitgliedern aus den Kreisgruppen Westerwald und Altenkirchen. „Landespolitische Äußerungen sind Sache des Landesvorstandes und nicht von Kreisgruppen, beleidigende und diffamierende Äußerungen sind nicht Stil des BUND“, erklärt der Landesvorsitzende Dr. Holger Schindler. „Kreisgruppen sind rechtlich unselbstständige Unterorganisationen des Landesverbandes und arbeiten im Auftrag des Landesverbandes an Sachverhalten, die ihren Landkreis betreffen.“ Für Äußerungen wie „Frau Lemke ist eine Katastrophe für die Landschaft, Menschen und Natur“, „die Landesregierung hat auf ganzer Linie versagt“ oder „Die VG-Verwaltung Hachenburg spielt ein übles Spiel“, gibt es keine Mehrheiten im BUND und für Kreisgruppen schon gar kein Mandat. Sie haben auch kein Recht, Windkraftfirmen aufzufordern, alle weiteren Planungen einzustellen. Das in der BUND-Landesdelegiertenversammlung mit sehr deutlicher Mehrheit beschlossene Abstimmungspapier zur Windenergie spricht da im Übrigen eine ganz andere Sprache.

Der Landesvorstand hat wegen wiederholter Verstöße gegen die demokratisch gefassten Beschlüsse des Landesverbandes der BUND-Kreisgruppe des Westerwaldkreises jetzt das Recht auf Abgabe von öffentlichen Verlautbarungen und Stellungnahmen entzogen.

So wird von diesen Personen der BUND immer wieder als Windkraftgegner dargestellt, was er definitiv nicht ist. Der BUND ist grundsätzlich für die Nutzung der Windkraft, weil ansonsten die Energiewende undenkbar ist, allerdings unter bestimmten Bedingungen. Der BUND distanziert sich von diesbezüglichen Äußerungen aus den Kreisgruppen im Westerwald gegen die Windenergie sowie von der einseitigen Opposition oder der Verteufelung gegen eine Partei, gegen die Landesregierung und die diffamierten Verwaltungen. Der BUND ist als Verband laut Satzung parteipolitisch unabhängig. Darum gibt es keine generelle einseitige Parteinahme, weder für noch gegen eine Partei. Dennoch wird der BUND-Landesverband auch weiterhin die Landesregierung kritisieren, falls es aus seiner Sicht fachlich geboten ist.

Der BUND kritisiert im Bereich der Windenergie insbesondere die sehr unsachliche Diskussion und den Missbrauch des Natur- und Artenschutzes für Eigeninteressen. Dies erkennt man z. B. daran, dass nach jedem Rotmilanhorst in der Nähe von Windkraftanlagen gesucht wird, sich die gleichen Personen aber nicht mit den anderen Bedrohungen dieser und anderer Arten beschäftigen. Auch die Verluste von Vögeln und anderen Tieren durch die Stromerzeugung mit konventionellen Energieträgern werden ignoriert. So werden durch den Abbau von Braunkohle ganze Lebensräume zerstört, Quecksilber aus Kohleverbrennung vergiften Vögel und andere Arten. Unter anderem deshalb widerspricht die Anti-Windkraft-Politik, wie sie oft von Bürgerinitiativen vertreten wird, klar den Interessen und Zielen des BUND. Auch die Leugnung des Klimawandels, die Behauptung, dass die Energieversorgung ohne Atom und Kohle nicht möglich sei, und an den Haaren herbeigezogene Aussagen wie Infraschall führe zu plötzlichem Kindstod oder Windkraftanlagen seien besonders umweltschädlich, da sie Neodym enthielten, sind weder offizielle Position noch Auffassung der überwiegenden Mehrheit des BUND.

Für Rückfragen:

Sabine Yacoub, Landesgeschäftsführerin: 06131-62706-0 oder 0174-9971892


Sabine Yacoub
Landesgeschäftsführerin
BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)
Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz
Hindenburgplatz 3
55118 Mainz
Telefon: 06131 62706-0
Telefax: 06131 62706-66

sabine.yacoub@bund-rlp.de
Internet: www.bund-rlp.de

Einladung an Mitglieder und Interessierte – Sonntag 5 . Juli 14:00 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein am Sonntag bei den Dreharbeiten am Solarpark Steinkaut in Boden dabei zu sein. Im Auftrag der Bürgerwerke eG, unserer Dachgenossenschaft für den Stromvertrieb, wird dort eine Videoproduktion aufgezeichnet in der auch Maxwäll-Energie mit dem Sonnenkraftwerk, welches zukünftig der Hauptlieferant für die Maxwäll-Stromkunden sein wird, vorgestellt werden. Nutzen Sie die Gelegenheit bei bestimmt super Wetter sich den Park mal anzusehen!
Bitte sagen Sie uns kurz Bescheid ob Sie dabei sein können!
Tel/SMS mit Name, Anzahl, Personen und Steinkaut an: 02681-7889097,
oder besser eMail an info@maxwaell-energie.de oder Fax an 02681-989310

Wäre prima, wenn möglichst viele Mitglieder, Freunde, Bekannte, Interessierte mit Kind und Kegel auf dem Video zu sehen wären!

Wegbeschreibung:

https://goo.gl/maps/Y4Ke0

Sie Fahren auf der L300 von Moschheim Richtung Boden, kurz nach der Unterführung der B255 geht lks ein geteerter Wirtschaftsweg ab, dort fahren Sie rein und halten sich immer lks – eine ggf geschlossenen alte Schranke können sie umfahren- oder besser Ihr Auto so parken das Andere noch vorbei können – sie gehen/fahren  ca 250 m bis sie wieder unter der B 255 durchfahren und stehen dann am Fuße des Solarpark; umgehen/umfahren sie diesen im Uhrzeigersinn. Wir treffen uns am Haupttor welches sie an diesem Schild erkennen

Haupttor des Solarpark Steinkaut, Boden

Sollten Sie auf der B 255 von Rennerod Richtung Montabaur unterwegs sein, beginnt kurz vor Boden der ausgebuate Teil der Bundesstrasse; dann sehen Sie lauf der Rechten Seite den Solarpark; fahren sie die nächste Abfahrt ab auf die L 300 lks Richtung Boden unter der B 255 hindurch und dann weiter wie oben beschrieben.

 

Das Ende der Grundlast

Quelle:  by Lion Hirth • 

„….Seit Wochen wird erbittert um den BMWi-Vorschlag eines nationalen „Klimainstruments“ gestritten, der den CO2-Ausstoß von alten Kohlekraftwerken senken soll….“

weiter heißt es:
..“Wer füllt die Grundlastlücke? Welche Kraftwerke werden in Zukunft rund um die Uhr Strom erzeugen? Die beruhigende Antwort: Keine. Wir benötigen solche Kraftwerke nicht mehr. Die Grundlastlücke wird nicht gefüllt, sie verschwindet….“

http://phasenpruefer.info/wp-content/uploads/2015/05/Grundlast-Verschwindet.png

„Die Kurve basiert auf einer ökonomischen Optimierung – bei 45% Wind- und Sonnenanteil am Stromverbrauch ist es ökonomisch unsinnig, auch nur noch ein Grundlastkraftwerk am Netz zu halten. Die besten Technologien für Kraftwerke, die nur einen Teil der Zeit Strom erzeugen, sind solche, die geringe Kaptalkosten haben, also relativ günstig im Bau sind. Atom- und Braunkohlekraftwerke haben sehr hohe Kapitalkosten. Gasturbinen und Gas- und Dampfkraftwerke haben geringere Kapitalkosten. Der Niedergang des Grundlastkraftwerks wird sich also in einem technologischen Strukturwandel niederschlagen, hin zu kapitalärmeren Kraftwerkstypen. (Diese einfache Analyse basiert auf sogenannten Residuallastdauerlinien und lässt Vieles unberücksichtigt, darunter den Import und Export wie auch die Speicherung von Strom. Berücksichtigt man diese Faktoren, bleibt das qualitative Ergebnis robust: Der Bedarf an Grundlastkraftwerken verschwindet.)…“

Den vollständigen Artikel finden sie unter dem Link Quelle

Über den Autor:

Dr. Lion Hirth ist Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft neon neue energieökonomik in Berlin. Kürzlich hat er seine Doktorarbeit am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) unter Ottmar Edenhofer abgeschlossen. Von 2011 bis 2014 arbeitete Hirth als Analyst für erneuerbare Energien für den schwedischen Energiekonzern Vattenfall. Seine wissenschaftliche Arbeit setzt er derzeit am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change in Berlin (MCC) fort.

Längster Tag des Jahres: Reichlich Sonnenstrom auch bei durchwachsenem Wetter

Erfolgreicher Klimaschutz und stabile Netze mit Erneuerbaren Energien

Berlin, 22. Juni 2015 – Am gestrigen Sonntag war es in Deutschland so lang hell, wie an keinem anderen Tag im Jahr. In den Tagen rund um den kalendarischen Sommeranfang liegen mancherorts fast 17 Stunden zwischen Sonnenaufgang und Dämmerung. „Trotz des durchwachsenen Wetters leisteten die Erneuerbaren Energien gestern von vormittags bis zum späten Nachmittag rund 45 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland“, stellt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), fest. „Auch die Besitzer einer Solarstromanlage erfreuten sich einer reichen Solarernte.“

Der längste Tag des Jahres war kein Rekordtag für die deutschen Biergärten und Freibäder. Der 21.6.2015 war geprägt durch durchwachsenes Wetter. Dennoch lieferten die Photovoltaikanlagen in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung. Schon gegen 5 Uhr morgens kitzelte die Sonne die ersten Kilowattstunden aus den über eine Millionen Solarstromanlagen in Deutschland und schon um 6 Uhr wurde die 1 Gigawatt-Grenze überschritten und damit die Leistung eines Kohle- oder Atomkraftwerks. Erst gegen 21:30 Uhr stellten sie ihre Stromproduktion für ein paar Stunden wieder ein. Die Photovoltaikanlagen lieferten von 10 bis 16 Uhr trotz diffuser Lichtverhältnisse  durchgehend rund 10 GW Strom.

Auch die Windenergie trug mit bis zu 6 Gigawatt entscheidend zur Stromversorgung in Deutschland bei. „Der längste Tage des Jahres hat einmal mehr bewiesen, dass Sonne und Wind nicht nur Menge machen, sondern auch für Stabilität im Stromnetz sorgen“, so Vohrer. „Dazu trägt auch die sogennante 50,2-Hertz-Nachrüstung der Photovoltaikanlagen erheblich bei.“

Hunderttausende mittelgroße Solarstromanlagen zwischen 10 und 100 Kilowatt Leistung sind dank der 50,2-Hertz-Nachrüstung wichtige Dienstleister im Stromnetz. Sie wurden in einer bundesweiten Nachrüstaktion ertüchtigt, sich bei größeren Schwankungen der Netzfrequenz (Sollwert: 50 Hertz) gestaffelt vom Netz zu trennen, anstatt wie zuvor auf einmal bei 50,2 Hertz. Und auch die Windenergie stellt Regelenergie bereit, auch ohne im großen Stil abgeregelt zu werden. „Mit den Systemdienstleistungen moderner Erneuerbare-Energien-Anlagen bleiben die Netze stabil und sind für einen zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien gerüstet“, betont Philipp Vohrer. „Und ein beschleunigter Zubau wäre ein wichtiger Beitrag zum sicheren Erreichen der deutschen Klimaziele für das Jahr 2020.“

Hintergrundinformationen und Pressefotos finden Sie unter: www.unendlich-viel-energie.de/50-2-hz

Diese Pressemitteilung im Internet lesen auf der AEE-Webseite www.unendlich-viel-energie.de.

Pressekontakt:
Agentur für Erneuerbare Energien e.V.
Benjamin Dannemann
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
Tel: 030 200535 47
Fax: 030 200535 51
Mail: b.dannemann@unendlich-viel-energie.de

LAUDATO SI‘ – ein wegweisender Aufruf

Die soeben veröffenlichte Enzyklika von Papst Franziskus wendet sich ausdrücklich an alle Menschen: »Über die Sorge für das gemeinsame Haus«.

Die FAZ schreibt:
Die am Donnerstag veröffentlichte Enzyklika von Papst Franziskus hat Beifall nicht nur von Umweltorganisationen erhalten. Greenpeace sah sie wegen der Forderung nach einem Ausstieg aus allen fossilen Energieträgern als Aufforderung an die Politik, ohne weiteren Aufschub mit dem Ausstieg aus klimazerstörenden fossilen Energien zu beginnen.

Die TAZ schreibt:
Papst Franziskus legt Öko-Enzyklika vor. Befreiungstheologie in Grün.
In einer bislang unautorisierten Enzyklika »LAUDATO SI‘« fordert der Papst eine »ökologische Bekehrung«, mehr Rechte für Arme und das Ende von Kohle und Öl […]

Ein unbedingt lesenswertes Dokument, in dem der Papst zu neuem Wirtschaftsdenken, der uneingeschränkten Hinwendung zu den erneuerbaren Energien und einer kleinteiligen Unternehmensstruktur aufruft. Die vollständige Enzyklika können Sie hier herunterladen:
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Das große Ganze im Blick – das Handeln zum Nutzen der Region im Fokus

So oder so ähnlich könnte die Überschrift für die Generalversammlung der Maxwäll-Energie 2015 im Nachhinein lauten. Für die Presse ist die Maxwäll-Energie eine „waschechte Westerwälderin […] ganz in der Tradition von F.W. Raiffeisen“.

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Die zahlreich erschienenen Mitglieder folgen gespannt den Ausführungen von Dr. Ulrich Kleemann, Präsident des SGD-Nord.

Grußwort
Dr. Ulrich Kleeman, Präsident der Struktur- und Genehmigungs-Direktion Nord (SGD-Nord), der die Wirtschaftsministerin vertrat, lobte in seinem Grußwort das Engagement und den Beitrag zum Klimaschutz und zu der aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Dr. Kleemann sicherte dem Bürger-Windparkprojekt Oberholz seine Unterstützung zu. In dieser Arbeitsgemeinschaft (ArGe) Oberholz haben sich Alternative Energien Kroppacher Schweiz GmbH & Co KG (AEKS), die Wäller-Energie eG und wir, die Maxwäll-Energie Genossenschaft eG, zusammen geschlossen, um das Windenergieprojekt zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben.

ursprünglich für Ministerin Lemke gedacht bedankte sich peter Müller im Namen der Maxwäll-Energie für den Besuch und schenkte Dr. Kleemann als Gedächtnisstütze eine Schreibtischwindrat
Peter Müller bedankte sich im Namen der Maxwäll-Energie bei Herrn Dr. Kleemann für den Besuch und schenkte ihm als Gedächtnisstütze ein Schreibtischwindrad – mit der Bitte es gelegentlich an Ministerin Lemke weiter zu geben.

 

Ausgezeichnete Projekte

Begeisterung bei den Genossinnen und Genossen und große Freude bei den Projektteilnehmer/innen kam auf, als die Vertreter der BBS Wissen und Schülerinnen der BBS Montabaur ihre Preise erhielten:

Projektueberblick

1|  Burkhard Hensel, Lehrer an der BBS Betzdorf-Kirchen, Bereich Metall-/Umwelttechnik, erläuterte ein von Schülern entwickeltes Windrad, dessen Energieauswurf genutzt werden soll (Förderungssumme 1.000 Euro, dazu 500 Euro von einem Genossenschaftsmitglied).

2|  Die Schülerinnen, die die Bankfachklasse M13 der BBS Montabaur vertraten, bekamen rauschenden Beifall für ihre Produktentwicklung „Wäller Anteilssparen“.

DSC_0051    Kristin Herbst, Theresia Herborn, Jennifer Natalie Steinbacher, Katharina Baumann

Das sie begleitende Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Westerwald, Herr Dipl. Volkswirt Andreas Görg, war sichtlich stolz auf das Engagement und die Kreativität der Auszubildenden, wenn gleich er auf Nachfrage aus dem Publikum nicht verbindlich sagen konnte, ob und wann die Bank dieses tolle Bankprodukt auflegen wird.

Auch im nächsten Jahr wird die Maxwäll wieder in ihrem Regionalentwicklungsprogramm innovative, zukunftsfähige und für die Region Westerwald nachhaltig Nutzen bringende Projekte auswählen und fördern.

 

Bericht 2014

In der Generalversammlung, die von Herrn Friedrich Hagemann, Vorsitzender des Aufsichrates, geleitet wurde, konnten die Mitglieder Erfreuliches sehen und hören. Peter Müller präsentierte ein deutlich gesteigertes Ertragsergebnis. Die beiden Solarparks Wolfsgestell in Rennerod und Steinkaut in Boden laufen sehr gut und die vielen Sonnenstunden in 2014 sorgten für ein deutlich über den konservativen Planungen liegendes Ertragsergebnis.
Die Versammlung folgte dem Vorschlag des Vorstandes mit der Empfehlung des Aufsichtrates und beschloss eine Dividende von 4,5 % für 2014; eine deutliche Steigerung der Gewinnausschüttung.
Die Zustimmung zum Jahresabschluss 2014, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte einstimmig. Bei der Wahl zum Aufsichtsrat wurde der alte Rat bestätigt und durch die Wahl von Manfred Müller um eine Person verstärkt.
Auf Verständnis stieß die persönliche Erklärung von Murat Cakatay, dass er den Aufsichtrat aus gesundheitlichen Gründen um Abberufung von seinem Amt gebeten habe. Mit Wirkung zum 11. Mai 2015 erfolgte die Abberufung; Andreas Weller aus Gebhardshain trat die Nachfolge an.

 

Perspektive

Mit dem Blick in die Zukunft wusste Peter Müller mit den Plänen des Vorstandes trotz der sich verschlechternden Rahmenbedingungen im EEG (Erneuerbaren Energie Gesetz)  gute Perspektiven aufzuzeigen.

Der Stromvertrieb im Rahmen der Bürgerwerke eG entwickelt sich positiv. Allen voran sind die Mitglieder aufgerufen, ihren Strom bei ihrem Unternehmen zu kaufen. Es wird zukünftig deutlich mehr für die Akquise von Kunden im Bereich Haushalt und Gewerbe investiert werden, so Müller. Mit dem in Boden und Rennerod produzierten Solarstrom werden dann immer mehr Haushalte und Gewerbetriebe TATSÄCHLICH DIREKT mit regionalem, erneubaren Strom versorgt werden: Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung in der Region!

Um Kommunen mit ihrer oft schwachen Finanzausstattung, aber auch Privaten und Unternehmen Möglichkeiten der günstigen Solarstromnutzung vom eigenen Dach zu ermöglichen wurde das Kooperationsprojekt „PV-Mieten“ vorgestellt:pvmieten    pvmieten_2
Die Akquise und Umsetzung von Windenergie-Projekten nimmt erhebliche Kapazitäten in Anspruch und bedarf großer Ausdauer, so Müller weiter. Im Verbund der ArGe Bürgerwindpark Oberholz kommen wir aber doch nun voran. Weitere Gespräche führen wir mit den regionalen Windenergieanlagen-Herstellern Schütz in Selters bzw. Siershahn und FWT in Waigandshain. Ein Erfolgversprechendes Projekt zeichnet sich mit dem Windpark Knippen ab. Hier diskutieren wir intensiv mit der Projektentwicklungsgesellschaft (hinter der die Fa. Timbertower steht) die Übernahme des Windparks nach Fertigstellung. Sobald die Realisierung eines dieser Projekte auch zeitlich genauer terminiert werden kann, werden alle Mitglieder und die Bürger/innen im direkten Umfeld der Windräder informiert und mögliche Beteiligungen aufgezeigt.

 

Applaus zum Resumé

Die Anwesenden applaudierten zu dem Erfolg, den die noch junge Maxwäll-Energie Genossenschaft eG schon verzeichnen kann, und zu den Plänen des Vorstandes, das Unternehmen zum regionalen Energieversorger im Westerwald zu entwickeln und zu einem starken und aktiven Player bei der Energiewende voranzutreiben – zum Nutzen der Mitglieder und Bürger/innen sowie den nachfolgenden Generationen in der Region.