Ökostrom von Bürgern für Bürger: Maxwäll-Energie-Bürgerwerke
Wer sind die Bürgerwerke?
Die Bürgerwerke sind ein Verbund von aktuell 24 BürgerEnergieGesellschaften, die gemeinsam als neuer, bundesweit aktiver Ökostromanbieter antreten, um die Energieversorgung zu demokratisieren. Unter den Mitgliedern der Bürgerwerke befinden sich Energiegenossenschaften und regionale Vereinigungen von Bürgern, die vor Ort die Energiewende vorantreiben. Gemeinsam betreiben sie Bürgerenergieanlagen und vertreiben Ökostrom aus diesen Anlagen.
Mehr zu den Mitgliedern der Bürgerwerke: http://bit.ly/UnsereMitglieder
Was ist die Vision der Bürgerwerke?
Die Vision ist, dass Bürger ihre Energieversorgung selbst in die Hand nehmen. Diese Energieversorgung besteht zu 100% aus Erneuerbaren Energien. Die Bürger versorgen sich selbst mit Energie aus Bürgeranlagen vor Ort – umweltfreundlich, sicher und unabhängig. Mehr zu Vision und Mission: http://bit.ly/UnsereMotivation
Was macht den Bürgerstrom der Bürgerwerke aus?
Die Bürgerwerke haben innerhalb weniger Monate eines der hochwertigsten Ökostromprodukte Deutschlands auf den Weg gebracht. Die Merkmale im Überblick:
100% erneuerbar zu jeder Zeit: Zeitgleiche Einspeisung bei Verbrauch (zu jedem Zeitpunkt werden 100% Ökostrom geliefert)
In Bürgerhand: Die Bürgerwerke stehen für eine demokratische und unabhängige Energieversorgung. Deshalb setzen wir uns dafür ein, möglichst viel Strom aus Solar- und Windenergieanlagen in Bürgerhand zu liefern. Mehr zu den Anlagen der Mitglieder der Bürgerwerke: http://bit.ly/UnsereAnlagen
Aus deutschen Anlagen: Regionale, dezentrale und möglichst verbrauchsnahe Erzeugung. Mehr über unsere Erzeuger: http://bit.ly/UnsereErzeuger
Stromherkunft: 10% Solar- und Windenergieanlagen in Bürgerhand, 90% Deutsche Wasserkraft; der Bürgerenergieanteil wird kontinuierlich gesteigert
Wer kann den Bürgerstrom der Bürgerwerke beziehen?
Die Bürgerwerke bieten in ganz Deutschland Bürgerstrom-Tarife an. In Regionen, in denen BürgerEnergieGesellschaften aus dem Verbund der Bürgerwerke aktiv sind, gibt es darüber hinaus regionale Tarife.
In der Region Westerwald sind das die Maxwäll-Energie-Tarife:
Alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen in Deutschland können als Stromkunde oder als Mitglied einer Energiegenossenschaft Teil der Bürgerwerke und der Bürgerenergiebewegung zu werden.
Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März erinnert an Risiken und Kosten der Atomkraft.
Berlin, 9. März 2015 – Vier Jahre nach Beginn der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist klar: Die Atomkraft ist weder günstig noch nachhaltig. „Fukushima zeigt uns, dass Atomkraft letztlich immer nur auf Kosten der Umwelt, der Allgemeinheit und der kommenden Generationen betrieben werden kann. Eine Energiewende, die das Klima schützt und Kosten reduziert, ist nur mit Erneuerbaren Energien möglich.“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).
Bis heute sind die havarierten Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi in Japan nicht vollständig unter Kontrolle. Noch immer tritt radioaktiv verseuchtes Wasser aus. In und um die Sperrzone herum ist es fast 80.000 Bewohnern nicht gestattet, wieder in ihrer Heimat zu wohnen. Die langfristigen Folgen für Umwelt, Gesundheit sowie die regionale Land- und Fischereiwirtschaft sind noch längst nicht absehbar.
Unfall auf Kosten der Allgemeinheit Derweil explodiert die Schadenssumme des Unfalls: Nach Schätzung von Professor Kenichi Oshima von der Ritsumeikan Universität in Kyoto belaufen sich die allein bis heute entstandenen Kosten auf umgerechnet rund 84 Milliarden Euro. „Der AKW-Betreiber Tepco hat davon lediglich 16,6 Milliarden gezahlt. Für den Rest kommt die Bevölkerung auf, weiß aber darüber kaum Bescheid“, erklärt der Umweltökonom, der die japanische Regierung nach der Katastrophe zu den Kosten der Atomkraft beraten hatte. Seinen Recherchen nach werden etwa die Entschädigungszahlungen an die Opfer der Katastrophe auf die Stromverbraucher umgelegt, genauso wie die Kosten für die Aufräum- und Eindämmungsarbeiten an den Reaktoren. Die Zwischenlagerung von Dekontaminationsabfällen aus der betroffenen Region wird aus dem Staatshaushalt, also mit Steuermitteln finanziert. Massive Atomsubventionen in Europa In Deutschland steht nach dem erneuten Atomausstiegsbeschluss von 2011 erstmals die Abschaltung weiterer Meiler bevor. So wird im Mai dieses Jahres das Kraftwerk Grafenrheinfeld endgültig vom Netz gehen. Auf einem europäischen Strommarkt gilt es jedoch, auch die EU-Partnerländer vom Atomausstieg zu überzeugen. Denn massive neue Subventionen für die Atomkraft stehen einer europäischen Energiewende entgegen. So subventioniert etwa die britische Regierung den neuen Kraftwerksblock Hinkley Point C mit 35-jährigen Abnahmegarantien weit über dem Marktpreis inklusive Inflationsausgleich sowie Kreditgarantien und Entschädigungen bei Ertragsausfall. „Dass die Atomkraft nach mehr als 60 Jahren hochsubventionierter Entwicklungsgeschichte immer noch so teuer ist, zeigt, dass sie geradezu ein Fass ohne Boden ist“, sagt Philipp Vohrer. Trotz Atomausstieg werden auch in Deutschland die gesellschaftlichen Altlasten der Kernkraft noch lange bestehen bleiben. Ungeklärt sind nach wie vor die Kosten und Risiken für die Endlagerung nuklearer Abfälle. Auch der Rückbau der stillgelegten Reaktoren wird sich über Jahrzehnte hinziehen. „Ob die Rückstellungen der Energiekonzerne dafür reichen, ist mindestens fraglich. Es bleibt zu befürchten, dass letztlich die Steuerzahler für den Löwenanateil aufkommen müssen“, so der AEE-Geschäftsführer. Erneuerbare Energien immer günstiger Die Erneuerbaren Energien hingegen haben sich insbesondere Dank der bisherigen Förderung stark vergünstigt. Die Einspeisesätze für Wind und Sonne liegen mit etwa 10 Cent pro Kilowattstunde schon heute unter den von der britischen Regierung geplanten Abnahmegarantien für Atomstrom aus Hinkley Point. Nach aktuellen wissenschaftlichen Schätzungen wird dieser Trend noch lange anhalten. So werden für die kommenden 20 Jahre Kostensenkungen bis zu 33 Prozent in Deutschland prognostiziert. Für 2050 wird der Preis für Solarstrom in Mittel- und Südeuropa sogar auf zwei bis vier Cent je Kilowattstunde veranschlagt. Philipp Vohrer ist sich sicher: „Durch Förderung von Erneuerbaren Energien unterstützen wir eine Entwicklung, die das Klima für die Zukunft schützt und die Allgemeinheit vor Kosten und Risiken bewahrt – eine wirklich nachhaltige Investition.“
Als sich Hermann Scheers Todestag zum ersten mal jährte, hielt Sigmar Gabriel im Berliner Willy-Brandt-Haus die Gedenkrede.
Er pries den Solarpionier Scheer als Vorbild für die ganze Partei, der weltweit für die Energiewende gekämpft habe und der als erster begriffen hatte, dass das Solarzeitalter eine große Chance für die ganze Menschheit sei. Und nun: Was macht Gabriel selbst nachdem er in Deutschland seit einem Jahr die politische Verantwortung für die Energiewende hat?
Er will ein Klimaheld sein, aber als Wirtschaftsminister auch den Bossen und als SPD-Vorsitzender auch noch gleichzeitig den Gewerkschaften gefallen. Kann das gut gehen und kann das überhaupt gehen?
Gabriel will allen gefallen. Das muss man wohl, wenn man Bundeskanzler werden will. In seinem Buch „Zurück zur Politik“ aus dem Jahr 1995 empfiehlt Hermann Scheer etwas ganz anderes: Ein Politiker darf nicht allen gefallen wollen, folge Deinem inneren Kompass, setzte Prioritäten, die mit Deinem Gewissen vereinbar sind, kämpfe für Deine Ideale, taktiere nicht nur, sondern verfolge Deine Strategie. Die Wähler werden diese Gradlinigkeit honorieren.
Gerhard Schröder hatte Hermann Scheer einmal als „gefährlich“ bezeichnet, weil „Du nicht nur Ideale hast, sondern sie auch noch ernst nimmst.“ So ähnlich hat wohl auch Sigmar Gabriel über Hermann Scheer gedacht als er als deutscher Umweltminister zu verhindern wusste, dass Scheer Gründungspräsident von IRENA wurde, obwohl er dafür von mehreren ausländischen Regierungen vorgeschlagen war. Scheer war immer sicher, dass wir im Angesicht des Klimawandels und den Folgekosten die Energiewende so rasch wie möglich erkämpfen müssen – er hielt sie in Europa bis 2040 für möglich und weltweit bis 2050. „100 % jetzt“ forderte er in seinem letzten Buch kurz vor seinem Tod.
Doch Gabriel bremst, er stolpert über seine eigenen Kompromisse. Der Wirtschaftsminister gibt ein Tempo vor, das die Energiewende frühestens in 100 Jahren ermöglicht. Knapp, sagt dazu Hermann Scheer, sind nicht die erneuerbaren Energien, knapp ist die Zeit, die uns noch bleibt. Gabriel argumentiert: „Wir können nicht gleichzeitig aus Atom und aus Kohle aussteigen“.
Hingegen Hermann Scheers Forderungen zusammengefasst:
Rasche Umstellung von Energie- und Rohstoffbasis auf erneuerbare und dauerhaft verfügbare und preiswerte Ressourcen
Eine Weltwirtschaftsordnung, die soziale und ökologische Eigeninitiativen von Staaten schützt und fördert
Strategien zur Entflechtung von Monopolen in der Wirtschaft, in politischen Institutionen und Medien
Eine neue Weltagrarordnung ohne Saatgutmonopole und Genpatentierung
Die Förderung von Konzepten für ökologisches Bauen und ökologische Verkehrssysteme
Den Ersatz der NATO durch eine eigenständige Sicherheitspolitik der Europäischen Union, vollständige atomare Abrüstung.
Nur so, meinte Hermann Scheer schon vor bald 20 Jahren, sei „eine archimedische Wende gegen den Zerfall der Demokratie“ möglich. Selten in der Weltgeschichte hat ein Politiker so recht bekommen. Politiker wie Sigmar Gabriel denken primär an die nächste Wahl – dafür demontieren sie auch gewachsene Sozialsysteme, opfern die Handlungsspielräume demokratischer Politik und erzeugen Staats-, Demokratie- und Parteienverdrossenheit. Hermann Scheer hingegen wollte langfristige Zukunftssicherung durch einen sozialökologischen Generationenvertrag. Er dachte primär an die nächste Generation.
Was ist wichtiger: Die nächste Wahl oder die nächste Generation?
Hermann Scheer
Gedenken an den EUROSOLAR-Ehrenpräsidenten Am 29. April 2014 wäre Hermann Scheer 70 Jahre alt geworden. Der Träger des Alternativen Nobelpreises wurde im Alter von 66 Jahren mitten aus einem Leben voller Ideen undInitiativen gerissen. In über 30 Jahren als Abgeordneter konnte er mit Mut, Weitblick und Entschlusskraft auf vielen Feldern den politischen Diskurs des Landes prägen. Allem voran hat der EUROSOLAREhrenpräsident die Energiewende Wirklichkeit werden lassen, die er früh als ökologisch und auch friedenspolitisch notwendig erkannt hatte. Er war Vordenker und Antreiber, Reformer und Revolutionär. Mit der Erinnerung an ihn verknüpft ist der Gedanke an ein gewaltiges Lebenswerk. EUROSOLAR dankt für die große Resonanz und Anteilnahme sowie den vielseitigen Erinnerungen an den Gründer und Ehrenpräsident.
Seit der Gründung unserer Energiegenossenschaft haben wir gemeinsam, wie ich meine, V I E L erreicht. Wir erzeugen in unseren Bürgeranlagen inzwischen erneuerbaren Strom für mehr als 500 Vier-Personen-Haushalte! Das ist doch was!
Allerdings legt uns die Politik immer wieder Steine für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in den Weg. Die garantierte Einspeisevergütung wird es wohl für zukünftige Anlagen schon bald nicht mehr geben. Deshalb müssen wir neue Wege der Stromvermarktung gehen, um weiterhin die Energiewende in unserer Region voranzubringen.
Unser nächster Schritt: Von der Energieerzeugung zur E N E R G I E – V E R S O R G U N G
Unser Strom soll zukünftig nicht nur ins Netz eingespeist werden, sondern an die Menschen gehen, denen die Anlagen gehören – an Sie! Damit schließt sich der Kreis: Wir werden von einer Energieerzeugungs-Genossenschaft zu einer Energieversorgungs-Genossenschaft und schaffen uns unseren eigenen Absatzmarkt für regionalen Ökostrom.
Nach dem Motto des Vordenkers aller Genossenschaften, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, „Was einer nicht schafft, das vermögen viele“, haben wir uns mit inzwischen 23 Energie-Genossenschaften im Verbund der Bürgerwerke eG zusammengeschlossen, um gemeinsam Strom aus insgesamt 130 Bürgeranlagen zu vermarkten und unsere Mitglieder mit Ökostrom zu beliefern. Die Bürgerwerke eG bündelt als Dachgenossenschaft zentrale Aufgaben der Strombelieferung und -vermarktung und arbeitet dabei zu Selbstkosten – so verbleibt die Wertschöpfung bei unserer Genossenschaft hier in der Region Westerwald.
U N S E R Ö K O S T R O M – von Bürgern für Bürger
Wir freuen uns sehr, dass wir seit Juni mit zwei Tarifen Ökostrom aus Bürgerhand liefern können: 1) Mitgliedertarif, für Mitglieder der Maxwäll 2) Regionaltarif, für A L L E Haushaltskunden und Gewerbebetriebe. Unser Ökostrom stammt aus mehreren Bürgerenergie-Anlagen und dem Laufwasserkraftwerk Töging in Bayern.
Selbstverständlich liefern wir zu fairen Konditionen: Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit und der Vertrag ist monatlich kündbar. Unsere Preise kalkulieren wir transparent auf Basis der tatsächlichen Kosten vor Ort. Im Tarifkalkulator können Sie nach Eingabe Ihrer Postleitzahl Ihren persönlichen Strompreis einsehen. Der Wechsel ist sehr leicht und dauert fünf Minuten: Füllen Sie das Wechselformular aus und schicken Sie es uns zu, oder wechseln Sie direkt online. Wir kümmern uns im Anschluss um alle Formalitäten, wie z.B. die Kündigung Ihres bisherigen Stromtarifs, und beliefern Sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit unserem Bürgerstrom. Eine Unterbrechung Ihrer Stromversorgung während des Wechsels ist ausgeschlossen.
S T E I G E N S I E J E T Z T U M – von Bürgern für Bürger!
Mit einem Wechsel zum Strom unserer Genossenschaft sorgen Sie dafür, dass wir uns auch zukünftig für die Energiewende vor Ort einsetzen können. Als Mitglied steigern Sie sich, ganz nebenbei, Ihre eigene Dividende. Erzählen Sie Ihrer Familie und Ihren Freunden davon. Gemeinsam können wir die Energiewende in Bürgerhand weiter voranbringen!
Wenn Sie Hilfe brauchen beim Ausfüllen des Formulars auf Papier oder Online melden Sie sich per eMail oder telefonisch 0 26 81 – 7 88 90 97; wir helfen Ihnen gern.
Für Sie ein kleiner Schritt.Für uns alle ein Meilenstein auf dem Weg zu dezentraler, eneuerbarer Stromversorgung aus Bürgerhand!
Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf, Donnerstag, 4. Dezember 2014, Seite 21
W I E E S I N Z U K U N F T M I T D E M S T E G S K O P F W E I T E R G E H E N S O L L Konversion Kreise und Bundesanstalt für Immobilien informieren
Daaden. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) sowie die Kreisverwaltungen Altenkirchen und Westerwald richten gemeinsam eine Informationsveranstaltung zur Zukunft des Stegskopfs aus:. Themen sind der aktuelle Sachstand der Konversion auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Daaden und die künftigen Nutzungsmöglichkeiten des Areals.
Dabei geht es insbesondere auch um den Status des Nationalen Naturerbes und die weitere Vorgehensweise hinsichtlich Lager und Mobilmachungsstützpunkt. Die Veranstalter hoffen auf zahlreiche Interessierte am Mittwoch, 17. Dezember, 17 Uhr, im Bürgerhaus in Daaden.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Landrat Michael Lieber gibt es anschließend Informationen zu den folgenden Themenbereichen – aktueller Sachstand zu den Aspekten Sicherheit und Kampfmittelbelastung: Christian Tölle und Claus Niebelschütz von der BImA, Peter Deipenbrock von der Ordnungsbehörde des Landkreises Altenkirchen und Andreas Müller von der OFD Niedersachsen, der Leitstelle des Bundes für Kampfmittelräumung, stellen ein strategisches Handlungskonzept vor. Alfred Walter erörtert für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die Planungen zum Nationalen Naturerbe Stegskopf.
Als Vertreter der anerkannten Naturschutzverbände wird Harry Neumann (BUND) die Chancen für die Natur im Nationalen Naturerbe und für eine naturverträgliche Nutzung beleuchten.
Auch der Zweckverband Stegskopf gibt Auskunft. Die übrigen Gemeinden aus dem WW-Kreis und dem AK-Land informieren zudem über die bisherigen Verfahrensstände und können außerdem selbst Fragen stellen.
Neben Kommunalpolitikern, Vertretern des Umwelt- und Wirtschaftsministeriums aus Mainz und interessierten Landwirten sind Interessierte, Bürgerinitiativen und Umweltverbände zu dieser offenen Infoveranstaltung eingeladen.
Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf, Donnerstag, 4. Dezember 2014, Seite 13:
I D E E N B Ö R S E : Jetzt für Workshops anmelden Redakteur Elmar Hering
Kreis Altenkirchen. Noch gut acht Wochen. Die Zeit drängt. Ende Januar muss das Bewerbungskonzept in Mainz vorliegen. Sechs Verbandsgemeinden aus dem AK-Land haben sich zusammengetan und möchten als Naturraum Sieg/Oberer Westerwald eine von vielen Leader-Regionen im Land werden. Es winken originäre EU-Fördergelder in Höhe von fast drei Millionen Euro.
Moderiert von den erfahrenen Büros CDI-Projekte (Friedrichshafen) und Neuland (Schwäbisch Hall) haben die sechs VGs und der Kreis bereits gute Vorarbeit geleistet. Mit von der Partie sind die Verbandsgemeinden Altenkirchen, Hamm, Wissen, Betzdorf und Kirchen sowie der Daadener Teil der VG Herdorf-Daaden. Mehr als 1000 Einladungsbriefe wurden verschickt, mehrere Bürgermeister befragt, rund ein Dutzend Interviews mit Wirtschafts- und Sozialpartnern geführt. Trotz des engen Fahrplans werden die nächsten Schritte getragen von einem gesunden Optimismus. „Ja, wir wollen das jetzt. Das ist eine echte Entwicklungschance für den Kreis“, sagen Berno Neuhoff, Leiter der Abteilung Demografie, Regional- und Kreisentwicklung, und sein Stellvertreter Lars Kober (Projektleiter). Vor allem bei Letzterem laufen viele organisatorische Fäden zusammen, nicht minder gefordert ist der Kreisbeigeordnete Günter Knautz als momentaner Leiter der sogenannten Steuerungsgruppe.
Derzeit zeichnen sich in ganz Rheinland-Pfalz 20 Bewerbungen ab, 15 sollen bis etwa Ende April von einer unabhängigen Jury den Zuschlag erhalten. Ob die Bewerbung des Naturraums Sieg/Oberer Westerwald von Erfolg gekrönt sein wird, hängt in erster Linie vom Engagement der Bürgerschaft ab. Menschen mit Ideen sind gefragt, Vereinsvertreter mit Visionen, Unternehmer mit Investitionsvorschlägen. In der kommenden Woche wird es in Hamm, Wissen, Daaden und Kirchen vier Workshops geben, bei denen Freiwillige mitarbeiten können. Ziel ist eine aussagekräftige Entwicklungsstrategie – gleichsam Grundlage für die Bewerbung und im Erfolgsfall Richtschnur für die förderfähigen Projekte. „Mit solchen partizipatorischen Ansätzen hat der Kreis schon Erfahrungen sammeln können, zum Beispiel beim Klimaschutzkonzept“, erinnert Berno Neuhoff.
Die vier Workshops (jeweils 18 bis 21 Uhr) sind thematisch ausgerichtet: Am Dienstag, 9. Dezember, geht es im Kulturhaus Hamm um „Tourismus & Direktvermarktung“. Am Mittwoch, 10. Dezember, im Kulturwerk Wissen lautet die Überschrift „Landwirtschaft, Energie, Natur“. Am Donnerstag, 11. Dezember, stehen im Bürgerhaus Daaden „Wirtschaft & Bildung“ im Mittelpunkt. Der vierte Workshop am Freitag, 12. Dezember, in der VG-Verwaltung in Kirchen befasst sich mit „Leben im Dorf“. Das Interesse scheint groß zu sein. „Zwischen 20 und 30 Personen haben sich schon für die einzelnen Workshops angemeldet“, sagt Lars Kober zufrieden, „aber natürlich können noch mehr hinzukommen.“ Generell, aber ganz besonders zum letztgenannten Workshop, wünscht er sich die engagierte Mitarbeit junger Leute. Deswegen soll noch einmal verstärkt die Werbetrommel gerührt werden, etwa über die Jugendpfleger.
An Ansatzpunkten für kleine und große Projektideen dürfte es also nicht mangeln. Vom Wirtschaftsweg bis zum schnellen Internet, vom Biotop bis zum Ferienangebot – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Neuhoff weiß aber auch: „Das Leader-Prinzip verlangt von den Ortsgemeinden die Fähigkeit, über den Tellerrand zu schauen und in konkreten Projekten zu kooperieren.“ Dass sich die Problemlagen ähneln, macht die Sache nur bedingt leichter. Kreisweit drängend ist zum Beispiel der demografische Wandel, jedoch nicht überall gleich stark, wie aktuelle Statistiken belegen: So gehen Berechnungen für die Jahre zwischen 2010 und 2030 davon aus, dass die Bevölkerung im Kreis Altenkirchen um 10,3 Prozent schrumpfen wird (mit Wanderung), das ist fast doppelt so viel wie im Landesdurchschnitt (minus 5,8 Prozent). Während jedoch die VGs Altenkirchen (minus 7,0 Prozent) und Hamm (minus 8,8 Prozent) noch relativ gut dastehen, liegen die VGs Betzdorf (10,8 Prozent), Wissen (13,9 Prozent), Kirchen (14,0 Prozent) und Daaden (15,2 Prozent) im negativen Sinne über dem Kreisdurchschnitt.
Quelle: RZ Altenkirchen, Betzdorf, Freitag, 28. November 2014, Seite 23
S P E N D E F Ü R W I N D R A D – P R O J E K T Maxwäll-Energiegenossenschaft gibt 1.500 Euro für Initiative der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen
Betzdorf/Kirchen. Schüler der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen (BBS) planen und bauen ein Windrad an der Schule auf dem Molzberg. Die RZ berichtete mehrfach. Seit zwei Jahren wird unter Anleitung von Lehrer Burkhard Hensel an dem Projekt gearbeitet. Ein Modell-Prototyp der Anlage ist fertig. Nun geht es langsam an die Umsetzung zum Bau der Anlage. Der Standort steht noch nicht ganz fest. Auf dem Dach des Schulgebäudes, so Schulleiter Michael Schimmel, sei die Energieausbeute besser. Aber wenn das Windrad neben der Schule aufgestellt werde, dann sei der Lerneffekt größer. Schüler können es direkt aus der Nähe betrachten. Auf dem Dach ist das nicht möglich.
Die Maxwäll-Energiegenossenschaft aus Altenkirchen, die für regionale Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien eintritt, findet die Idee der Schüler der BBS so gut, dass sie 1.500 Euro für das Projekt spendet. Friedrich Hagemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Energiegenossenschaft, und weitere Aufsichtsrats- wie Vorstandsmitglieder überreichten Mittwochabend den Scheck und informierten sich über das Windradprojekt. an
Friedrich Hagemann (vorne links), Aufsichtsratsvorsitzender der Maxwäll-Energiegenossenschaft, überreichte Lehrer Burkhard Hensel für das Windradprojekt der BBS einen Scheck über 1.500 Euro. Foto: Andreas Neuser