Offener Brief: ERHALTET DEN STEGSKOPF – Aktiv eintreten für eine Entschleunigung des Klimawandels!

An alle, die sich engagiert für Umwelt- und Naturschutz einsetzen!

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
zu diesem großen Ziel – Entschleunigung des Klimawandels – wollen wir im Verbund mit allen Naturschützern, Kommunen und Behörden beitragen.

Wir sind eine Bürgergenossenschaft, die in Verbindung mit anderen Genossenschaften und vielen Naturschützern in unseren Reihen (mehrere hundert Mitglieder) für die Energiewende kämpft.
Aus dem mit vielen militärischen Altlasten belegten Truppenübungsplatz „Stegskopf“ kann auf Dauer ein vorbildliches Naturschutzgebiet – gekoppelt mit einer vorbildlichen Energieversorgung – werden. Den Weg dazu haben wir auf unserer Homepage in mehreren Dokumenten ausführlich beschrieben bzw. verweisen wir auf entsprechende Fundstellen (siehe Kategorie Windenergie).


Argumente, die für uns zählen:

  1. Große Teile des Übungsplatzes haben sich wegen der jährlichen Pflegemaßnahmen zu wertvollen Biotopen entwickelt. Daher sollten diese Flächen soweit als möglich unter Naturschutz gestellt werden. Der von NABU und BUND gestellte Antrag auf Naturschutz hebt insbesondere die wertvollen Offenlandbiotope hervor und ist bei den vorgenannten Verbänden abrufbar (siehe Altenkirchen.bund-rlp.de).
  2. Es gibt ein von NABU und BUND hervorragend ausgearbeitetes Konzept für ein „Natur- und Kulturzentrum“ am Stegskopf. Dieses lässt sich nur mit einem enormen finanziellen Aufwand realisieren und betreiben. Die im Konzept vorgesehene Finanzierung über Spenden und Sponsoring bleiben unserer Einschätzung nach höchstwahrscheinlich nur ein Wunsch. Eine dauerhafte Finanzierung für die Gestaltung des Stegskopfes wäre über den Bau einiger Windräder und den damit erzielten Pachteinnahmen möglich (siehe Seite 41 des Konzeptes).
    Das Konzept ist per Email abrufbar bei BUND und NABU, Ernst-Gerhard Borowski: altenkirchen@bund-rlp.de
    Wir haben dazu eine Stellungnahme veröffentlicht, siehe https://www.maxwaellenergie.de
  3. Für eine Energiewende werden 2% der Landesfläche für Windkraft benötigt. Die vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz herausgegebene Karte „Restriktionsgebiete Windenergie“ zeigt in Verbindung mit der vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten herausgegebenen Karte über das Windpotenzial in Rheinland-Pfalz auf, welche Flächen dafür möglicherweise in Betracht kommen. Für den windhöffigen Westerwald stehen nach Abzug aller Abstände zu Siedlungen und unter Berücksichtigung aller naturschutzfachlichen Einschränkungen keine 2% der Gesamtfläche zur Verfügung, so dass es partiell zu Eingriffen in die Belange des Naturschutzes kommen muss, will man die Energiewende erreichen. Es wäre sinnvoll, dass dabei die windhöffigsten Flächen beansprucht werden, so dass mit weniger Windrädern mehr Energie erzeugt werden kann. Siehe hierzu Offener Brief: Fakten zur Windenergie im Westerwald auf unserer Homepage.
  4. Wie sich die Belange des Naturschutzes und der Windenergie vereinbaren lassen –  auch am Stegskopf – zeigen wir ausführlich in unserem Schreiben Energiewende im Westerwald und am Stegskopf auf.
  5. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), die für das weitere Verfahren am Stegskopf zuständig ist, hat angekündigt, in einem neutralen Gutachten untersuchen zu lassen, ob und wo Windräder aufgestellt werden können (siehe Pressemitteilung auf unserer Homepage).
    Wir bitten diese Untersuchungen abzuwarten und keine voreiligen Beschlüsse zu fassen. Sinnvoll wäre, gemeinsam zu überlegen, wie die für den Bau von WEA zu leistenden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie die Pachteinnahmen für den Ausbau und die Erhaltung des Stegskopfes eingesetzt werden können. Das Konzept „Natur- und Kulturzentrum“ (Abschnitt 2) bietet dazu die fachlich besten Lösungen, dabei könnte auch das Umfeld des Stegskopfes mit einbezogen werden. Nach unseren Informationen ist die BIMA zu großen Zugeständnissen finanzieller Art bereit. Zahlreiche Beispiele der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass im Zusammenwirken zwischen Naturschutz, sogenannten Vorhabensträgern (Energiegenossenschaften) und Kommunen für den Naturschutz oft enorme Vorteile entstehen, wenn unvoreingenommen in der Planungsphase zusammengearbeitet wird. Wir sind hierzu jederzeit bereit. Es kommt uns dabei in erster Linie nicht auf große Gewinne an, die voraussichtlich auch nicht zu realisieren sind (siehe Fakten zur Windenergie im Westerwald), sondern auf ein Konzept, das es ermöglicht, das von BUND und NABU beworbene „Natur- und Kulturzentrum Stegskopf“ zu realisieren und den Stegskopf somit auf Dauer für Natur und Mensch zu erhalten.

Helfen Sie mit, Lösungen zu realisieren, die die Energiewende Wirklichkeit werden lassen, und somit für das Leben auf unserer Erde Sorge zu tragen.

Mit  Wäller Grüßen

P.S. Wir freuen uns darüber, wenn Sie uns Ihre Ansicht zu dieser Thematik mitteilen!

VG Puderbach interessiert sich für Windkraft

Bürgermeister Volker Mendel in der Verbandsgemeinde Puderbach ist das Thema Energiewende so wichtig, dass er dazu jetzt die Führungskräfte der Verwaltung, die Mitglieder des Verbandsgemeinderats und die Ortsbürgermeister zu einer Informationsveranstaltung ins Gemeindehaus von Dürrholz einlud. Den Fachvortrag über die Möglichkeiten von Kommunen, sich an der Gewinnung von Windkraft zu beteiligen und damit auch noch Geld zu verdienen, hielt Peter Müller von der Maxwäll-Energie Genossenschaft e.G.

Bürgermeister Volker Mendel (vorne rechts) hatte Peter Müller (links) von der Maxwäll Energie Genossenschaft zu einem Fachvortrag über erneuerbare Energien eingeladen. Foto: Holger Kern
Bürgermeister Volker Mendel (vorne rechts) hatte Peter Müller (links) von der Maxwäll Energie Genossenschaft zu einem Fachvortrag über erneuerbare Energien eingeladen. Foto: Holger Kern

Müller beschwor die Einsicht in die Endlichkeit mineralischer Energieträger wie Öl und Gas. Er sieht eine zunehmende Akzeptanz bei den Menschen für die erneuerbaren Energien wie Windkraft, Wasserkraft und Sonnenenergie. Müller: „Es gibt ein Umdenken!“

Energiegenossenschaften haben sich laut Peter Müller bereits gegründet in Neuwied, Anhausen, Windeck, Daaden und Diez. Sein Unternehmen, die Maxwäll-Energie Genossenschaft, will Photovoltaikanlagen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Windenergieanlagen bauen. Dafür sammelt die Genossenschaft Mitglieder, auch Kommunen, die sich ab 500 Euro beteiligen können. Für die Verwirklichung eines Windparks mit drei bis fünf Windrädern sind Investitionen bis zu 20 Millionen Euro erforderlich. Einzelanlagen werden in Rheinland-Pfalz nicht mehr zugelassen. Maxwäll hat zurzeit 140 Genossenschaftsmitglieder.

Mit Kommunen, vielleicht auch mit Puderbach, sofern von dort Zustimmung signalisiert wird, will das Unternehmen Windenergieanlagen an Standorten im Westerwald realisieren. Die anwesenden Kommunalpolitiker und Verwaltungsfachleute stellten interessiert Fragen. Diese Veranstaltung war auch die Auftaktveranstaltung für weitere Info-Abende rund um das Thema erneuerbare Energien im Puderbacher Land.

Quelle: NR-Kurier – Redakteur: Holger Kern

Offener Brief: FAKTEN zur Windenergie im Westerwald

Die Energiewende ist machbar und sie ist unbedingt notwendig aus Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen! Wir versuchen, diese Machbarkeit als eine Chance für unsere Region zu begreifen.

In dem Offenen Brief  an Entscheidungsträger/innen, Bürgermeister/innen, Mitglieder des Landtages, Mitglieder des Kreistages der Region Westerwald, Verbände und Unternehmen verdeutlichen wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern von der Alternative Energien Kroppacher Schweiz GmbH ( AEKS)  – den Pionieren der Windkraftnutzung im Westerwald – wie wichtig es ist, zu handeln!

Wir alle brauchen elektrische Energie und diese müssen wir aus erneuerbaren Quellen regional erzeugen – mit Unternehmen, in denen wir Menschen aus dem Westerwald beteiligt sind, mitreden und wenn möglich mitverdienen!

Lesen Sie den Offenen Brief, schreiben Sie einen Kommentar und geben Sie den Brief gerne weiter! Fühlen Sie sich eingeladen, mitzumachen und Lösungen für die Energiewende mitzugestalten!

Den kompletten Brief können Sie hier herunterladen.
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Alternative Energien Kroppacher Schweiz (AEKS) GmbH im Netz!

Wir gratulieren unserem engen Kooperationspartner bei der Entwicklung von Windenergieanlagen zur Internetpräsenz. Prima, dass die Pioniere der Windkraft in der Region Westerwald nun auch im Netz zu finden sind:

AEKS GmbH
Karl-Heinz Groß, Geschäftsführer
Wilhelmstraße 4
57629 Heimborn

Kontakt:
Telefon: +49 2688 8256
E-Mail: karl-heinz.gross@aeks-energie.de
Internet: http://www.aeks-energie.de

Energiewende im Westerwald und Entwicklung am Stegskopf

In enger Zusammenarbeit mit der Bürgergesellschaft „Alternative Energien Kroppacher Schweiz GmbH & Co KG” haben wir in einem Offenen Brief an kommunale Verwaltungen, Politiker und Verbände dargestellt, wie wichtig es ist, Wind-Energie-Anlagen (WEA) dort zu bauen, wo sie rentabel betrieben werden können. Wenn wir die Energiewende ernst meinen und Verantwortung dafür mit übernehmen, ist es notwendig, Lösungen zu suchen, das heißt in diesem Zusammenhang eben auch:  angemessene Standorte zu suchen – und zu finden. Verschiedene Interessen müssen erwogen werden, wir sollten darüber miteinander ins Gespräch kommen!

Auszug aus dem Offenen Brief:
Mensch und Natur brauchen eine Energiewende: eine Energie, die die Erde auf Dauer verkraftet – zum Wohle aller! Wir bitten Sie dabei um Ihre Unterstützung, um Ihr „Knowhow“, um sorgfältiges Abwägen der Interessen. Lassen Sie uns darüber ins Gespräch kommen!
Wir vertreten zwei der vielen Genossenschaften und Bürgergesellschaften, die es inzwischen in Rheinland-Pfalz gibt. Unsere beiden Gesellschaften hier in der Region Westerwald haben zusammen fast 300 Mitglieder – viele sind gleichzeitig auch Mitglieder in Naturschutzverbänden.
Unser Ziel ist es, im Westerwald eine Energiewende herbeizuführen, die „aus Bürgerhand – in Bürgerhand“ bleibt, also getragen wird von den Menschen, die hier leben. Das Interesse der Bürger ist groß, sich daran zu beteiligen: Energiewende im Westerwald könnte also gelingen! Leider fehlen zur Zeit notwendige Standorte, um zum Beispiel Wind-Energie-Anlagen (WEA) aufzubauen. Das ist ja das, was wir hier im Westerwald reichlich haben: Wind auf den Höhenzügen unseres Landstriches.
Mit den folgenden Ausführungen zeigen wir einen Weg auf, wie sich die Energiewende aufgrund bestehender Regelungen ermöglichen lässt, natürlich ohne die Belange des Naturschutzes nachhaltig zu gefährden. Diese Regelungen gelten für ganz Rheinland-Pfalz; im Besonderen gehen wir hier auf den Stegskopf ein, weil das hier im Westerwald mit Abstand der beste Windstandort ist …

Den kompletten Brief können Sie hier herunterladen
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Gern können Sie das Schreiben weitergeben; wir freuen uns, wenn Sie uns darüber informieren, an wen Sie es weiter gereicht haben. Danke.

Energiewende in Rheinland-Pfalz: Windkraft und Naturschutz

Einladung zum 9. Mainzer Arbeitstag des Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz (LUWG)

Donnerstag, 28. Februar 2013  |  9.30–16.30 Uhr
im Forstersaal des Kurfürstlichen Schlosses, Mainz

„Energiewende und naturverträgliche Nutzung der Windkraft“ ist das Thema, das aus Sicht der Landesregierung, Anlagenbetreiber, Umweltverbände und Fachverwaltung dargestellt und diskutiert wird.
Diese ganztägige Öffentlichkeitsveranstaltung des LUWG richtet sich deshalb an TeilnehmerInnen aus Politik, Ministerien, Fach- und Vollzugsbehörden, kommunalen Verwaltungen (Kreise, Städte und Gemeinden), Umwelt-, Naturschutz- und Fachverbänden, Energieunternehmen sowie Planungsbüros.

Moderation der Tagung:
Dr.-Ing. Stefan Hill, Präsident des Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht, Mainz.

Weitere Informationen und Anmeldung:
mainzer-arbeitstage@luwg.rlp.de   Tel. 06131/6033-1902

Die Einladung können Sie hier herunterladen und gerne auch weiterleiten! Danke.
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Wann kommt die Revolution des E-Autos?

Quelle: Franz Alt

1980 gab es in den USA eine Umfrage des Gallup-Instituts. Die Frage hieß: Wie viele Mobil-Telefone wird es in Amerika in 20 Jahren geben? Die US-Amerikaner vermuteten im Durchschnitt: 900.000. Tatsächlich telefonierten in den USA im Jahr 2.000 bereits 120 Millionen Menschen mit Handys. Die technikgläubigen Amerikaner hatten sich um den Faktor 130 verschätzt.

Wird es beim Elektro-Auto eine ähnliche Entwicklung geben?

 

Wer in diesen Wochen liest und hört, was die hiesigen Medien über das Elektro-Auto veröffentlichen, muss vermuten, die Entwicklung sei bereits wieder abgeblasen oder zumindest zum Stocken gekommen.

Doch das Gegenteil könnte sich eher als richtig erweisen. Nach dem Willen der EU-Kommission sollen in den nächsten Jahren – schon bis 2020 – hunderttausende Ladestationen für Elektroautos entstehen – allein 150.000 in Deutschland. Heute gibt es hierzulande erst 1.937. Kein Wunder, dass es noch kaum Elektroautos gibt.

Der Brüsseler Verkehrs-Kommissar Siim Kallas hat richtig erkannt: „Es fehlt an der Infrastruktur“. Außerdem soll der hierzulande gebräuchliche Ladestecker zum europäischen Standard werden.

Jetzt erst kann ein europäisches Netzwerk für die E-Mobilität entstehen. Und damit die Voraussetzung für den Erfolg des E-Autos. Der bisherige Markt kränkelte an der fehlenden Infrastruktur. Alle paar Kilometer gibt es eine Benzintankstelle, aber noch immer kaum Elektrotankmöglichkeiten.
Deshalb keine Nachfrage nach Elektroautos und deshalb bleibt der Preis für diese umweltfreundliche Mobilität hoch. Bisher tat auch die deutsche Automobilwirtschaft viel zu wenig, um diesen Missstand zu beheben.
Doch jetzt werden die Deutschen aufholen: Von BMW über Daimler, VW und Opel wird man bald preiswerte E-Autos kaufen können.

Die Revolution auf der Straße kann erst beginnen, wenn die notwendige Infrastruktur da ist. Kleinere und leistungsfähigere Batterien werden jetzt entwickelt und gebaut werden. Und deren Preise werden durch Massenproduktion fallen. Dann wird auch der unschlagbare Vorteil der E-Mobilität zum Durchbruch kommen: leise, sparsam, abgasfrei.

Ganz so rasch wie die Handys werden sich die E-Autos wohl nicht durchsetzen. Aber es wäre keine Überraschung, wenn aus der einen Million Elektroautos, welche die Bundesregierung bis 2020 auf deutschen Straßen fahren sehen will, tatsächlich zwei Millionen würden. Die Revolution auf Europas Straßen wird sich beschleunigen, wenn bald überall preiswerter Ökostrom zur Verfügung steht. Gut, dass die EU jetzt Druck macht.

Wie das alles finanziert werden soll? Allein durch geringere Öl-Importe lassen sich jedes Jahr Milliarden Euro einsparen. Wer heute schon elektrisch fährt, zahlt für den notwendigen Strom noch ein Fünftel dessen, was er fürs Benzin bezahlt.

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Kommentar von P. Müller:

Welche Entwicklung im Bereich der Individualmobilität gut und wünscheswert ist, wird unterschiedlich gesehen. Sicher ist, dass sich aus den politischen Vorgaben und Weichenstellungen auf EU und Bundesebene zwangsläufig ein deutlich steigender Stromverbrauch ergibt. Wenn Strom in diesem Bereich Erdöl nach und nach substituiert, kann dieser nur aus erneuerbaren Quellen produziert werden. Wenn diese Quellen in nicht unerheblichen Umfang aus der Windenergienutzung gespeist werden, sind z.B. die Planungsannahmen von Bund und Land für notwendige WEA Standorte neu zu bedenken und deutlich nach oben zu korrigieren.

 

 

Globaler Atlas für Sonnen- und Windenergie online

Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hat während ihrer Generalversammlung in Abu Dhabi den weltweit ersten globalen Atlas für erneuerbare Ressourcen veröffentlicht. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert die Entwicklung der neuen Internet-Plattform.

Der Atlas nutzt Datenbanken und Karten und ist im Internet frei zugänglich. Das DLR hat mit seinem Wissen in der Energie-Systemmodellierung, der Fernerkundung und der Verarbeitung von Geodaten wesentlich zur Entwicklung beigetragen.
Der globale Atlas ist die bisher größte Initiative, um Ländern und Unternehmen dabei zu helfen, die Potentiale erneuerbarer Energien weltweit zu ermitteln. Dabei bringt er Daten und Karten von den führenden technischen Institutionen und privaten Unternehmen zusammen. Zur Zeit können Daten zu Solar- und Windenergie abgerufen werden. Informationen für weitere erneuerbare Ressourcen sollen 2013 und 2014 folgen.

Mächtiges Werkzeug für den Ausbau der Erneuerbaren Energien

Die internetbasierte Plattform –  www.irena.org/GlobalAtlas  – soll das Bewusstsein über die weltweiten erneuerbaren Ressourcen erhöhen und Ländern helfen, die in ihren Ausbau investieren wollen. „In den nächsten zehn Jahren erwarten wir einen starken Anstieg der Investitionen in Erneuerbare Energien. Der globale Atlas für Solar- und Windenergie wird dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, sagte Martin Lidegaard, Dänischer Minister für Klima, Energie und Bauwirtschaft und Präsident der dritten Generalversammlung der IRENA.
Auch für Adan Z. Amin, den Generaldirektor der IRENA, ist der Globale Atlas ein mächtiges Werkzeug beim Ausbau der Erneuerbaren Energien: „Mit 22 Ländern, die sich nun an dieser Initiative beteiligen und weiteren Interessenten, ist dies ein klares Signal unseres politischen Willens zum Übergang zu sauberer, erneuerbarer Energie.“
Das offene und flexible Internetportal wurde federführend in der Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik in Stuttgart entwickelt. Carsten Hoyer-Klick, Koordinator des technischen Teams: „Mit unserem Wissen in der Energiesystemmodellierung, der Fernerkundung und der Verarbeitung von Geodaten konnten wir das internationale Team aus Wissenschaftlern der weltweit führenden Institutionen ideal unterstützen.“
Die bei der Entwicklung des Portals involvierten Institutionen waren das National Renewable Energy Lab (USA), Mines-ParisTech (Frankreich) und das Masdar Institute (Vereinigte Arabische Emirate).