700 Mitglieder für die Energiewende im Westerwald

Die Energiegenossenschaft maxwäll wächst weiter: Anfang September durften wir unser 700. Mitglied begrüßen. Jörg Sturm aus Meudt ist der Jubiläumsgenosse und setzt damit gemeinsam mit vielen anderen Mitgliedern ein Zeichen für regionale Energieversorgung und lokale Wertschöpfung.

700 Menschen, die sich gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft im Westerwald engagieren – diese Zahl markiert einen besonderen Meilenstein für die Energiegenossenschaft maxwäll.

Zu maxwäll gekommen ist Jörg Sturm gerade jetzt durch die regionale Berichterstattung. „Aufmerksam geworden bin ich auf die Energiegenossenschaft durch die lokale Presse im Zusammenhang mit der Solaranlage in Boden“, berichtet er. Die dortige Berichterstattung über den neuesten Solarpark der maxwäll eG weckte sein Interesse an der Arbeit der Genossenschaft und schließlich führte sein Weg zur Mitgliedschaft bei maxwäll.

Gemeinsam für eine starke Region

Für Jörg Sturm ist der Westerwald vor allem eines: eine lebenswerte Region mit einer starken Gemeinschaft. „Gute Infrastruktur, ein ausgeprägtes Vereinsleben, was in weiten Teilen eine lebenswerte Gemeinschaft fördert“, nennt er als wichtige Faktoren. Dazu komme „der gute Mittelstand“, der für vielfältige Berufs-, Lebens- und Freizeitangebote sorge.

Gerade diese regionalen Strukturen sieht Jörg Sturm auch mit Blick auf die Zukunft als wichtige Grundlage. Für ihn geht es darum, sich wieder stärker auf das Miteinander zu besinnen, die heimische Wirtschaft zu stärken und lokale Kreisläufe zu fördern.

In diesem Zusammenhang sieht er auch die Idee der Genossenschaft als überzeugendes Modell: „Die Idee der Genossenschaften ist ein gutes Beispiel für die lokale Wertschöpfung.“

700 Mitglieder – ein gemeinsamer Weg

Mit Jörg Sturm zählt maxwäll nun über 700 Mitglieder, die die Arbeit der Energiegenossenschaft mittragen. Hinter dieser Zahl stehen Menschen aus der Region, die sich auf unterschiedliche Weise für eine zukunftsfähige Energieversorgung und eine Stärkung der regionalen Wirtschaft einsetzen.

Das 700. Mitglied ist damit nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern zugleich ein Zeichen dafür, dass die genossenschaftliche Idee im Westerwald fortwährend auf Interesse und Unterstützung stößt.

Wir freuen uns sehr, Jörg Sturm als 700. Mitglied bei maxwäll begrüßen zu dürfen und bedanken uns bei ihm sowie bei all unseren weiteren Mitgliedern für das Vertrauen!

Maxwäll auf der Klimamesse Vettelschoss

📅 Fr, 17. April 2026
🕑 14 – 19 Uhr
📍 Forum Vettelschoß
 
Am 17. April 2026 findet im Forum Vettelschoß die erste Klimamesse der Region statt – und Maxwäll-Energie Genossenschaft eG ist mit einem eigenen Stand dabei. Die Messe bringt Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und engagierte Akteure aus dem Westerwald zusammen, die sich für Klimaschutz und die Energiewende vor Ort einsetzen.

Besucht uns von 14 bis 19 Uhr und erfahrt aus erster Hand, wie eine Energiegenossenschaft funktioniert, welche Projekte wir im Westerwald voranbringen – und wie ihr selbst Teil davon werden könnt.

Unser Stand

Wir informieren über die Bürgerenergiegenossenschaft, unsere laufenden Projekte und die Möglichkeit zur Beteiligung. Gespräch, Beratung, Vernetzung – kommt gerne vorbei.

Was euch auf der Messe erwartet

Fachvorträge zu Klimaschutz und Energiethemen, Aussteller aus der Region sowie die Möglichkeit zu Netzwerken und persönlicher Beratung.

Weitere Infos auf der Website des Klimaschutzportals RLP.

Start der Bürgerbeteiligung am Solarpark Boden-Pletschmorgen

maxwäll bietet Bürgerinnen und Bürgern der Ortsgemeinde Boden ab dem 04. November die Möglichkeit, sich direkt an der Energiewende vor Ort zu beteiligen.

Mit dem Solarpark Boden-Pletschmorgen entsteht derzeit auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar ein weiteres Gemeinschaftsprojekt für saubere Energie im Westerwald. Der Park wird künftig über 2 Millionen kWh Strom pro Jahr erzeugen – genug für den Jahresbedarf von rund 830 Menschen – und spart dabei mehr als 2.000 Tonnen CO₂ jährlich ein. Ergänzt wird die Anlage durch einen Batteriespeicher mit 4 MWh Kapazität, der für mehr Netzstabilität und lokale Wertschöpfung sorgt.

Beteiligungsmöglichkeit für Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde Boden

  • Gesamtvolumen: 150.000 €
  • Beteiligungsform: Genossenschaftsanteile à 100 €
  • Mindestbeteiligung: 5 Anteile (= 500 €)
  • Höchstbeteiligung: 50 Anteile (= 5.000 €)
  • Zeichnungsfrist: bis 01. Dezember 2025

Mitglieder profitieren von:

  • einer jährlichen Dividende (Ø 5 % in den letzten Jahren),
  • demokratischer Mitbestimmung und
  • einem Mitgliederstromtarif.

Projektstand

Nach dem Zuschlag in der EEG-Ausschreibung und der erteilten Baugenehmigung im Sommer 2025 läuft der Bau des Solarparks derzeit planmäßig.

Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2026 vorgesehen. Die Lieferung des Batteriespeichers soll später im Jahr 2026 erfolgen.

 

Generalversammlung am 28. Juni 2025

Maxwäll eG setzt auf Batteriespeicher und neuen Solarpark in Boden

Neitersen. Die Generalversammlung der Maxwäll-Energie Genossenschaft eG am 28. Juni 2025 in der Wied-Scala Neitersen zeigte einmal mehr, dass die Bürgerinnen und Bürger der Region die Energiewende entschlossen in die eigenen Hände nehmen. Auch wenn das vergangene Jahr durch schwächere Sonneneinstrahlung und rückläufige Marktpreise geprägt war, konnte die Genossenschaft auf eine stabile Entwicklung blicken – und präsentierte gleichzeitig ambitionierte Pläne für die Zukunft.

Mit einer Stromproduktion von 6,5 Millionen Kilowattstunden lieferten die fünf bestehenden Solarparks auch im Jahr 2024 genug Energie für den Bedarf von über 5.000 Menschen. Damit wurden über 7.000 Tonnen CO₂ gegenüber der Braunkohleverstromung eingespart. Trotz der rückläufigen Einspeisevergütung wird eine Dividende in Höhe von 4 % an die über 600 Mitglieder ausgeschüttet – ein Zeichen für solides wirtschaften und verlässliche Planung. Vorstand Gerd Stein berichtete zugleich von wachsenden Anforderungen an die technische Betriebsführung des wachsenden Anlagenportfolios.

Batteriespeicher als Schlüssel zur Energiewende

Ein zentrales Thema der diesjährigen Versammlung war der geplante Einstieg in den Geschäftsbereich der Batteriespeicher. Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Hagemann betonte die Notwendigkeit dieses Schritts: „In der aktuellen Situation am Markt für Erneuerbare Energien in Deutschland kristallisiert sich immer stärker heraus, dass der Ausbau von Batteriespeichern inzwischen eine notwendige Bedingung für den weiteren Hochlauf von Wind und Sonnenenergie geworden ist.“ Die zurückhaltende Speicherstrategie der bisherigen Bundesregierungen habe sich, so Hagemann, als nicht zukunftsfähig erwiesen – die aktuellen Marktentwicklungen und Ausbauerwartungen gingen längst über die politischen Zielsetzungen hinaus.

Maxwäll will sich künftig aktiv an dieser Entwicklung beteiligen und prüft – neben der fest vorgesehenen Kolokation von Speichern bei neuen Solarprojekten weitere konkrete Projekte zur Zwischenspeicherung von Erneuerbaren Energien. Ziel ist es, die regionale Netzstabilität zu erhöhen und perspektivisch dazu beizutragen, die aktuell auftretenden tageszeitlichen Preisschwankungen an den Strommärkten zu glätten.

Neuer Solarpark in Boden: Genehmigung liegt vor

Besondere Aufmerksamkeit erhielt im weiteren Verlauf die Ankündigung des zweiten Solarparks in der Ortsgemeinde Boden. Nach intensiven Planungen, zahlreichen Abstimmungen und der Überwindung mehrerer regulatorischer Hürden liegt nun die lang erwartete Baugenehmigung vor. Die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen. Maxwäll plant ein lokales Beteiligungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort – ein weiteres Beispiel für den Anspruch der Genossenschaft, Energiewende als gemeinschaftliches Projekt zu gestalten.

Auch die Vorstellung von regionalen Förderprojekten blieb ein fester Bestandteil der Versammlung. In diesem Jahr wurden exemplarisch zwei Vorhaben präsentiert: das Nahwärmenetz der Ortsgemeinde Kundert sowie ein Renaturierungsprojekt der ARGE Nister. Beide wurden mit Mitteln aus der Regionalförderung unterstützt. Die Mitglieder beschlossen mehrheitlich, auch 2025 wieder 8.000 € für die Regionalförderung bereitzustellen.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden auch das neue Mitgliederportal und der neue vergünstigte Mitgliederstromtarif in Kooperation mit Mann Naturenergie aus Langenbach vorgestellt. Und so endete die Versammlung mit viel Rückenwind für das kommende Jahr – und dem festen Vorsatz, die regionale Energiewende weiter voranzutreiben.

Kurz notiert: Gemeinderäte besichtigen Solarpark Wölferlingen

 

Am vergangenen Samstag durften wir Vertreter*innen zweier Gemeinderäte aus der Verbandsgemeinde Montabaur – genauer aus Stahlhofen und Daubach –  und weitere interessierte Bürger*innen  aus den jeweiligen Gemeinden zu einer Führung durch unseren Solarpark begrüßen.

Die Besichtigung unseres Solarparks war dabei für die Teilnehmer*innen der Abschluss eines ereignisreichen Tages unter dem Motto „PrimaKlima“, bei dem unter anderem das Nahwärmenetz in Neuerkirch (Rhein-Hunsrück-Kreis) besichtigt wurde. Ein interessanter, reich bebilderter Bericht hierzu kann auf der Website der Ortsgemeinde Stahlhofen nachgelesen werden.

 

Hier noch ein paar aktuelle Eindrücke aus Wölferlingen:

Solarschafe im Westerwälder Abendlicht

 

Wächst gut an: Von Maxwäll angepflanzte, regional abgestimmte Hecke am Ost- und Südrand des Solarparks

 

Am 15.09.2023: Globaler Klimastreik – auch in Altenkirchen

Fridays for Future ruft am 15.09.23 wieder zu einem globalen Klimastreik auf. Auch in Altenkirchen wird demonstriert. «Fridays for Future Altenkirchen» und «Parents for Future Altenkirchen» laden für 17:00 Uhr auf dem Schlossplatz zu einer Klima-Demo ein.

«Fordert mit uns eine Politik, die Klimaziele einhält und die soziale Verantwortung mitberücksichtigt. Wir könnten die schlimmsten Auswirkungen noch verhindern, doch anstatt notwendige Maßnahmen zu ergreifen, gehen Politik und Wirtschaft in den Verdrängungsmodus und betreiben skrupelloses Greenwashing. Ehrliches, schnelles Handeln ist dringend notwendig.

Wir wissen, dass wir auch im Westerwald viele Mitstreiter*innen haben und wollen allen die Möglichkeit geben, das auch zu zeigen. Der Zuspruch von Organisationen wie NABU, BUND, WWF und bei uns im Kreis vom «Westerwälder Initiativen- und Betriebe-Netz WIBeN» und der Evangelischen Kirche bestärkt uns darin, auf die Straße zu gehen.

Die jetzt schon verheerenden Auswirkungen des Klimawandels werden Jahr für Jahr sichtbarer. Uns bleiben noch zehn Jahre, um die Klimaziele umzusetzen, in dieser Zeit muss dringend mehr passieren als jetzt.»

Für Stimmung auf dem Schlossplatz sorgen Luc Ibrom und die Gruppe Yuma.  

Informationen:

Maxwäll unterwegs: zu Gast beim Rotary Club Westerwald

Am vergangenen Montag war unser Vorstand Sebastian Pattberg als Referent beim Rotary Club Westerwald zu Gast im Sporthotel Glockenspitze. Thema des Vortrags war neben einer Vorstellung unserer Energiegenossenschaft der Stand der Energiewende im Westerwald. Im Vergleich der Landkreise ergibt sich dabei ein sehr heterogenes Bild (vgl. Bild oben; Quelle: energieatlas.rlp.de, eigene Berechnungen); besonders die immensen Nachholbedarfe im Kreis Altenkirchen lassen sich nicht beschönigen. Und so entspann sich im Anschluss an den Vortrag eine lebhafte und konstruktive Diskussion über Ursachen für die bisherigen Versäumnisse, zukünftige Ausbauziele, Vor- und Nachteile für den Artenschutz und Akzeptanz durch lokale Bürgerbeteiligung.