Erneuerbare Energien: Zukunft gestalten, unsere Heimat erhalten!

Volksbank RheinAhrEifel eG. .

Nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie wird unsere Energieversorgung mehr denn je von den regenerativen Energien abhängen. Gleichzeitig ist die Bedeutung des Klimaschutzes und der Bewahrung unserer Umwelt im Bewusstsein der Bevölkerung gestiegen. Was bedeutet die bevorstehende Energiewende konkret für unsere Heimat?

Welche Chancen und Potenziale bieten sich für die Menschen in der Region? Diese und viele weitere Fragen beantworten die Referenten des von der Volksbank RheinAhrEifel initiierten ersten EnergieForums RheinAhrEifel am 20. April 2012 in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Die Veranstaltung berücksichtigt auch mögliche Herausforderungen, Probleme und Interessenkonflikte, die das Thema Erneuerbare Energien in sich birgt.

Neben der prominenten Schirmherrin Eveline Lemke (stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz und Staatsministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung) konnte die Regionalbank weitere Kooperationspartner für die Veranstaltung gewinnen: Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Koblenz, Handwerkskammer (HWK) Koblenz sowie Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

Das als Auftaktveranstaltung mit vertiefenden Folgeveranstaltungen zu Spezialthemen geplante Forum wendet sich primär an Unternehmer, Handwerker, Landwirte und politisch Verantwortliche, ist aber auch offen für alle am Thema interessierten Bürgerinnen und Bürger.

„Erneuerbare Energien bieten neben hoher Umweltverträglichkeit auch große volkswirtschaftliche Vorteile, die besonders der regionalen und kommunalen Ebene zugute kommen. Investitionen, stabile Energiepreise, Versorgungssicherheit und die Schaffung neuer Arbeitsplätze stehen dabei im Fokus“, macht Vorstandsvorsitzender Elmar Schmitz neugierig auf die Veranstaltung.

Die Tagesordnung sieht neben dem Impulsreferat der stellvertretenden Ministerpräsidentin einen Vortrag zum Energiemanagement im ländlichen Raum von Prof. Dr. Peter Heck (Fachhochschule Trier) und einen Beitrag zur Finanzierung nachhaltiger Energiegewinnung über Bürgerbeteiligungsmodelle von Bernhard Brauner (Genossenschaftsverband e.V.) vor.

Als weitere Programmpunkte sind die Präsentation nachahmenswerter Praxisbeispiele sowie eine anschließende Podiumsdiskussion geplant. ARD- und SWR-Moderator Holger Wienpahl wird durch die Veranstaltung führen.

Das EnergieForum RheinAhrEifel findet statt

am 20. April 2012,
um 15.00 Uhr,
im Dorint Parkhotel, Am Dahliengarten 1,
in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

 

Ökostrom perspektivisch die günstigste Energie

Laut einer aktuellen Studie, die mehrere deutsche Forschungseinrichtungen für das Bundesumweltministerium erarbeitet haben, wird Ökostrom innerhalb der nächsten Jahrzehnte günstiger sein als Energie aus fossilen Quellen. Der Studie zufolge wird Ökostrom bis zum Jahr 2030 pro Kilowattstunde knapp zwei Cent weniger Kosten als Strom aus Kohle und Gas.

Die Studie besagt desweiteren, dass die derzeitigen Ziele der Bundesegierung von mindestens 35 Prozent Ökostrom bis 2020 aller Voraussicht nach übertroffen werden. So wird in den Szenarien von einem mindestens 40-prozentigen Anteil zum Stichdatum ausgegangen. Bis 2050 könnte die deutsche Stromversorgung bereits zu rund 85 Prozent aus erneuerbaren Energien gepeist werden. Die wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende seien allerdings dringend benötigte Stromspeicher sowie deutlich ausgebaute Netze.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen zum Ergebnis der Studie: „Die neuen Zahlen zeigen, dass die Energiewende machbar ist. Kohle, Öl und Gas sind nur begrenzt verfügbar und müssen auch aus Gründen des Klimaschutzes Schritt für Schritt durch erneuerbare Energien ersetzt werden.“

© 2012 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

Schwarz-Gelb einig über Einschnitte bei den Solarstromtarifen – kompliziertes Gemisch —— von Regeln und Ausnahmen

27.03.2012
ECOreporter.de -Schwarz-Gelb einig über Einschnitte bei den Solarstromtarifen – kompliziertes Gemisch von Regeln und Ausnahmen
Erneuerbare Energie: News:

Nach langem Hin und Her haben sich Union und FDP nun offenbar endgültig auf Einschnitte bei der Vergütung von Solarstrom geeinigt. Die Bundestagsfraktionen von Union und FDP streben ein Maßnahmenpaket an, über das der Umweltausschuss des Bundestages morgen, Mittwoch, abschließend beraten wird. Am Donnerstag soll dann der Bundestag den Gesetzentwurf in zweiter und dritter Lesung absegnen. Der Bundesrat wird ihn erst im Mai behandeln. Das Gremium könnte weitere Verzögerungen bewirken, indem es das Vorhaben ablehnt und den Vermittlungsausschuss anruft. Mit den unionsgeführten Landesregierungen haben sich die Regierungsfraktionen zwar in den letzten Tagen abgestimmt. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob sie nach den kritischen Stellungnahmen der letzten Wochen nun für die modifizierten Kürzungspläne stimmen werden.

 

Die Regierungsfraktionen im Bundestag haben die Kürzungspläne des Bundeskabinetts, die von den Bundesministerien für Umwelt und für Wirtschaft entwickelt wurden, noch deutlich verändert. Dies wurde gestern Abend bekannt. Zum Beispiel wurde die so genannte „Vermächtigungsverordnung“aus dem Gesetzentwurf gestrichen. Diese Regelung hätte es den Ministern der Ressorts Wirtschaft und Umwelt künftig erlaubt, die Vergütung von Grünstrom ohne Zustimmung des Bundestags zu beschneiden. Kritiker hatten gewarnt, dass eine solche Verordnung die Planungssicherheit für Grünstromprojekte massiv einschränken würde.

 

Es bleibt aber dabei, dass die Solarstromtarife für Neuanlagen zum 1. April 2012 stark sinken. Die Solarstromförderung wird für einzelne Marktsegmente um bis 32 Prozent reduziert. Zum Beispiel wird Solarstrom aus einer Kleinanlage auf dem Dach nur noch mit 19,5 Cent je Kilowattstunde vergütet anstatt 24,4 Cent wie bisher, wenn sie nach dem 31. März ans Netz geht. Von den Kürzungen besonders betroffen sind Bauvorhaben von Photovoltaik-Anlagen in der Landwirtschaft, der Wohnungswirtschaft und von Bürger-Energiegenossenschaften, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) in einer ersten Stellungnahme kritisiert.

Allerdings soll es Übergangsregelungen geben. Sie gelten etwa für Solaranlagen an oder auf Gebäuden oder Lärmschutzwänden, für die bis zum 24. Februar „nachweislich ein schriftliches oder elektronisches Netzanschlussbegehren unter Angabe des genauen Standorts und der zu installierenden Leistung der Anlage gestellt“ wurde. Laut dem neuen Gesetzentwurf können Betreiber solcher Anlagen noch die aktuell gültigen Tarife beanspruchen, wenn sie die Anlage bis zum 30. Juni ans Netz bringen. Betreiber von neuen Solarparks auf freier Fläche müssen nachweisen, dass bis zum 1. März ein Bebauungsplan vorlag oder ein Beschluss über dessen Aufstellung gefasst worden ist. Ist das der Fall, reicht es, wenn der Netzanschluss bis zum 30. September erfolgt. Auch dann können für solche Großprojekte noch die bislang gültigen Solarstromtarife beansprucht werden. Neue Solarparks auf freier Fläche mit einer Kapazität von über zehn Megawatt (MW), die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, haben nach dem 30. Juni 2012 keinen Anspruch mehr auf eine Einspeisevergütung.

 

Die Regierungsfraktionen gehen zum Teil auch über die Pläne des Bundeskabinetts hinaus. So sollen Photovoltaik- Anlagen auf neu errichteten Nichtwohngebäuden wie Scheunen oder Schuppen künftig nur noch die niedrigere Freiflächenvergütung von 13,5 Cent je Kilowattstunde erhalten. Eine noch stärkere Belastung stellen auch Nachjustierungen beim so genannten Marktintegrationsmodell dar. Dieses sieht vor, dass Solarstrom aus Neuanlagen künftig nicht mehr zu 100 Prozent über das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) vergütet wird. Betreiber dieser Anlagen müssen fortan einen Teil des jährlich erzeugten Solarstroms frei am Markt verkaufen. Bei neuen Dachanlagen bis einschließlich zehn Kilowatt werden laut dem neuen Entwurf nur noch 80 Prozent des erzeugten Stroms nach dem EEG-Tarif vergütet. Der Strom aus Anlagen zwischen zehn und 1.000 Kilowatt soll nur noch zu 90 Prozent vergütet werden. Diese Werte liegen jeweils fünf Prozent unter dem, was die Pläne der Bundesminister vorsahen. Der BSW-Solar beklagt, dass vom Marktintegrationsmodell der überwiegenden Teil neuer Solarstromanlagen betroffen sei. Für deren Betreiber werde dies bedeuten, dass 10 bis 20 Prozent der erzeugten solaren Kilowattstunden generell nicht mehr gefördert werden. Ihnen sei es nur sehr eingeschränkt oder gar nicht, diese Menge selbst zu verbrauchen oder frei zu vermarkten. Diese Regelung wirke damit wie eine zusätzliche Förderkürzung. Auch die geplanten Einschnitte bei neu errichteten Photovoltaik-Freiflächen-Solarstromanlagen seien nach wie vor „nicht akzeptabel“, betont der Solarverband.

 

Für größere Anlagen von 1 bis 10 MW haben die Regierungsfraktionen das Marktintegrationsmodell zwar ganz gestrichen. Deren Betreiber können ihre Einnahmen somit sicherer kalkulieren. Ihnen droht aber durch die Regelung zum Anlagenbegriff ein erhöhtes Planungsrisiko. Denn auch der neue Gesetzentwurf stellt fest, dass Anlagen, die innerhalb von 24 Monaten in einem Abstand von bis zu vier Kilometern oder innerhalb derselben Gemeinde errichtet worden sind, zusammengerechnet werden. Wenn diese Summe zehn MW überschreitet, haben neue Photovoltaikanlagen in dieser Region für 24 Monate keinen Anspruch auf die Solarstromvergütung nach dem EEG. Das wiederum hätte zur Folge, dass der Bau einer leistungsstarken Freiflächenanlage in der näheren Umgebung den Zubau weiterer Solaranlagen stark vermindert oder gar gänzlich unrentabel macht. Und wer eine Solaranlage bauen will müsste stets damit rechnen, dass ein anderes Projekt in der Nachbarschaft vor seinem ans Netz geht und womöglich dazu führt, dass seine Anlage vorerst keine Solarstromvergütung beanspruchen kann.

 

Ebenfalls bleibt es dabei, dass die Solarstromtarife für Neuanlagen nicht nur zum 1. April 2012 stark beschnitten werden. Die Koalitionsfraktionen sind auch damit einverstanden, dass dann ab Mai die Einspeisetarife für Strom aus neu ans Netz gebrachten Photovoltaikanlagen in jedem Monat um jeweils ein Prozent sinken. In der Kombination mit den anderen Maßnahmen laufen diese weiteren Kürzungen laut dem BSW-Solar darauf hinaus, dass die Solarförderung „in zentralen Marktsegmenten binnen weniger Monate um über 40 Prozent zusammengestrichen wird“, zusätzlich zu erst im Januar 2012 durchgeführten Kappung der Solarstromtarife für Neuanlagen um 15 Prozent. Der Solarverband geht davon aus, dass „die Kosten von Solarstromanlagen nicht in einem vergleichbaren Tempo sinken können und viele Bürger von ihren geplanten Investitionen abrücken werden“.

 

In den Gesetzentwurf haben die Parlamentarier von Schwarz-Gelb wieder das Prinzip des „atmenden Deckels“ eingebracht, dass im Entwurf des Bundeskabinetts aufgegeben wurde. In Zukunft sollen weitere Tarifkürzungen also wieder davon abhängigen, wie stark der Zubau neuer Solaranlagen ausfällt. Ab November soll dieses System wieder greifen. Doch dessen neue Ausgestaltung macht die Neuregelung der Solartarife noch undurchsichtiger.

Dabei ist das Prinzip einfach. Monatlich stellt die Bundesnetzagentur fest, wie viele neue Anlagen installiert wurden. Lassen diese Daten darauf schließen, dass im Gesamtjahr das Zubauziel von 2.500 bis zu 3.500 MW übertroffen wird, sinkt die Vergütung für Solarstrom fortan monatlich um ein Prozent und übers Jahr hinweg um rund elf Prozent. Je stärker das Zubauziel übertroffen wird, desto stärker fällt die Tarifsenkung aus. Bei einem jährlichen Zubau von 7500 MW, wie er für 2011 ermittelt wurde, würden die Solartarife monatlich um 2,8 Prozent sinken und damit übers Jahr gerechnet um 29 Prozent. Mit diesem Prinzip sollen Vorzieheffekt vermieden werden. Denn bislang hatte die längerfristige Ankündigung starker Tarifkürzungen stets einen Zubauboom ausgelöst, da versucht wurde, so viele Photovoltaikanlagen wie möglich noch vor dem Stichtag ans Netz zu bringen und so in den Genuss der Vergütungstarife zu kommen. Bei einer neu installierten Leistung von unter 2.500 MW würde weniger stark gekürzt, bei nur noch 1.000 MW Zuwachs im Jahr würden die Tarife für Neuanlagen gar nicht sinken.

 

Aber Schwarz-Gelb will nicht nur die monatliche Tarifsenkung flexibel gestalten, sondern auch das Zubauziel verändern, an dem die Tarifberechnungen ausgerichtet werden. Schon in 2014 sinkt das Zubauziel auf 2.100 bis 3.100 MW. Das bedeutet, dass es bereits zu einer monatlichen Kürzung der Tarife für Neuanlagen um ein Prozent kommen wird, wenn ein jährlicher Zubau von 2.100 MW ermittelt wurde. Diese Mindestmarke fällt dann von Jahr zu Jahr um 400 MW niedriger aus, bis sie in 2017 nur noch bei 900 MW liegt. Wie es bei solchen Zubauzielen gelingen soll, die deutsche Photovoltaikleistung wie von der Bundesregierung angekündigt bis 2020 auf 52.000 MW mehr als zu verdoppeln, erscheint fraglich.

 

Der BSW-Solar sagt voraus, dass die in dieser Woche zur Abstimmung stehenden Kürzungspläne kurzfristig zu Vorzieheffekten führen und erneut einen kurzfristigen Installationsboom auslösen werden. Dies deckt sich mit Erwartungen der Marktforscher von EuPD Research aus Bonn, über die wir berichtet haben (per Mausklick gelangen Sie zu dem Beitrag). Doch der Verband befürchtet, dass dann in Deutschland, dem bislang mit Abstand größten Solarmarkt der Welt, ab 2013 die Nachfrage nach neuen Solarstromsystemen massiv einbrechen wird. Dies werde sich gravierend auf die inzwischen weit über 100.000 direkten und indirekten Beschäftigten der deutschen Branche auswirken, auf kleine Handwerkerbetriebe ebenso wie auf Solarprojektierer und ihre Dienstleister sowie Solarhersteller.

Quelle:

ECOreporter.de -Schwarz-Gelb einig über Einschnitte bei den Solarstr… http://www.ecoreporter.de/index.php?id=233&no_cache=1&tx_ttnews[…3 von 3 11.04.2012 18:30

„Solarstrom – Produktion steigt in Deutschland im ersten Quartal um über 40%“

aus: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.:

Photovoltaik-Branche befindet sich durch weltweite Überkapazitäten und unstete Förderpolitik in Konsolidierungsphase und erwartet mehr Rückendeckung von der Bundesregierung

Berlin, 10. April 2012. Die Solarstrom-Erzeugung in Deutschland ist im ersten Vierteljahr 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 40 Prozent gewachsen auf insgesamt 3,9 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht dem Stromverbrauch von rund vier Millionen Haushalten. In den letzten drei Jahren wuchs der Solaranteil an der deutschen Stromversorgung damit von einem auf rund vier Prozent.

Im gleichen Zeitraum ist es der Solarbranche durch eine Vielzahl von Innovationen und Rationalisierungsmaßnahmen gelungen, die Preise für schlüssel-fertige Solarstromanlagen zu halbieren und damit die wiederholte Reduktion der Solarstrom-Förderung weitgehend zu kompensieren. Der weitere Ausbau der Solarstrom-Nutzung wirkt sich damit kaum noch auf die Verbraucher-Strompreise aus, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Aktuell liegt der durchschnittliche Endkundenpreis für fertig installierte Solarstromanlagen bis 100 kWp Leistung bei 1.969 Euro ohne Mehrwertsteuer pro Kilowatt (1. Quartal 2009: 3.922 Euro).

Der internationale Wettbewerb in der Solarstrom-Branche hat sich in jüngster Zeit aber erheblich verschärft. Insbesondere in China wurden in den letzten Jahren staatlich gewollt gewaltige Produktionskapazitäten aufgebaut, erleichtert wesentlich durch sehr einfachen Zugang zu Kapital und besonders attraktive industriepolitische Rahmenbedingungen.

Die Solarstrom-Branche befindet sich gegenwärtig in einer Phase der Konsolidierung. Deutschland hat nach Einschätzung des BSW-Solar aber gute Chancen, weiterhin eine Führungsrolle bei den Erneuerbaren Energien zu übernehmen und auch für die Solarindustrie ein attraktiver Standort zu bleiben. Voraussetzung dafür sei aber ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur Energiewende, zum weiteren Vorrang Erneuerbarer Energien und die Korrektur jüngster Fehlentscheidungen bei der zu starken Reduktion der Solarstromförderung.

Die permanenten Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hätten die Situation der Solarbranche in den letzten Jahren unnötig erschwert. „Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung die Zweifel zerstreut, dass es ihr mit der Energiewende wirklich ernst ist,“ so Körnig. Allein in den letzten drei Jahren wurde das Fördergesetz vier Mal geändert. Die letzte Gesetzesnovelle mit gravierenden Einschnitten bei der Solarstrom-Förderung wurde gerade an den Bundesrat überwiesen. Die Branche hofft auf Nachbesserungen über den Vermittlungsausschuss, um die Erfolgsgeschichte der Photovoltaik in Deutschland fortschreiben zu können.

Die Bundesregierung sei gleichzeitig gefordert, in enger Zusammenarbeit mit der internationalen Staatengemeinschaft einen faireren globalen Wettbewerb um die besten Ideen und Technologien sicherstellen. Dieser sei eine Grundvoraussetzung für die schnelle Verbreitung sowie eine nachhaltige Kostensenkung und Markteinführung der Photovoltaik und ist von größter Relevanz für den Erhalt und den Ausbau der industriellen PV-Produktion in Deutschland.
„In Deutschland sind viele hoch innovative Solarunternehmen beheimatet, die in ihren Marktsegmenten weiterhin zur internationalen Spitze zählen“, sagte Körnig heute in Berlin. So können zum Beispiel der Photovoltaik-Maschinenbau, Wechselrichterhersteller, Spezialglas-Lieferanten und Silizium-Produzenten hohe Exportanteile ausweisen. Im internationalen Maßstab einmalig ist die Photovoltaik-Forschungslandschaft mit ihren über 50 Instituten und Universitäten. Für erhebliche Wertschöpfung in Deutschland sorgen außerdem das Installationshandwerk, Projektierer und die Betreiber der Solarstromanlagen.

Selbst in der durch starke internationale Konkurrenz geprägten Herstellung von Photovoltaik-Modulen ist angesichts steigender Transportkostenanteile und wachsender Weltmärkte ein positiver Ausblick möglich. Körnig: „Die bereits getätigten Investitionen in die Photovoltaik-Technologie können sich auch volkswirtschaftlich für Deutschland auszahlen, wenn Deutschland jetzt Flaggschiff bei der Energiewende bleibt und diese Führungsrolle verantwortungsvoll ausfüllt.

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Kontakt:
Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
Friedrichstraße 78
10117 Berlin
Stellvertretender Pressesprecher
Christian Hallerberg
Tel.: 030 / 29 777 88-30
Mail: hallerberg@bsw-solar.de

Es könnte auch überschrieben sein mit: „Die Stromriesen haben noch mehr Einfluß als die Hotellobby“

RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 4. April 2012, Seite 20

Rüddel: Nun verlässliche Rahmenbedingungen
Reaktion MdB äußert sich zu Fotovoltaikproblematik

Kreisgebiet. „Der extrem hohe Zubau von Fotovoltaikanlagen im letzten Jahr und die damit verbundenen zusätzlichen Kosten für die Verbraucher sowie die Gefahren für die Stabilität der Stromnetze machen es erforderlich, das System der Förderung im Erneuerbare-Energien-Gesetz nachzujustieren. Wir haben erforderliche Änderungen beschlossen.“ Das teilt der heimische Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel (CDU) nach der Berliner Entscheidung mit. „Das Gesetz ist ein wichtiger Beitrag, den Ausbau der Fotovoltaiktechnik kostengünstiger und netzverträglicher zu gestalten und gleichzeitig unsere anspruchsvollen Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen. Es schafft verlässliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung heimischer Systemhersteller und für das Handwerk“, folgert Rüddel. Die jährliche Absenkung der Vergütung werde künftig monatlich um 1 Prozent erfolgen. Damit erfolge eine gleichmäßigere, weniger sprunghafte Absenkung. „Daneben war es uns wichtig, für bereits in Planung befindliche Vorhaben Vertrauensschutz zu sichern. Kleine Dachanlagen müssen bis zum 1. April 2012 kaufmännisch in Betrieb genommen sein, Bei Dachanlagen zwischen 30 und 100 MW gilt die Übergangsfrist 1. Juli 2012 für die technische Inbetriebnahme, allerdings nur dann, wenn das Netzanschlussbegehren beim Netzbetreiber bis zum 24. Februar 2012 gestellt war“, sagt Rüddel weiter. Größere Anlagen, insbesondere auf Frei- und Konversionsflächen, hätten einen längeren Planungsvorlauf.

Veranstaltung: Energie für die Zukunft – aus erneuerbaren Quellen oder aus endlichem Verbrauch der Ressourcen? Dezentrale Energieerzeugung! – Was können wir Bürger tun?

Seit dem Ausstieg aus der Atomkraft hören wir von der Bundesregierung und den ihr nahe stehenden Stromkonzernen ausschließlich, dass ein solcher Umstieg nur erfolgreich verlaufen kann, wenn wir in großem Stil quer durch Deutschland große Stromtrassen bauen, die den Offshore erzeugten Strom – oder noch besser, den in der Wüste erzeugten Strom – zu uns bringen.

Ist das wirklich so alternativlos, wie es uns vermittelt wird?
Oder welches Potential steckt in den Möglichkeiten der regionalen
Energieerzeugung aus erneuerbaren Ressourcen?

Anhand eines Filmberichtes über die „Energielandschaft Morbach“  im Hunsrück, wollen wir uns an diesem Abend darüber informieren, welche  Möglichkeiten der Stromgewinnung aus Sonne, Wind, Biomasse, Wasser … tatsächlich regional umsetzbar sind. Die Gemeinde Morbach im Hunsrück hat sich schon vor Jahren auf den Weg gemacht, um gemeinsam mit Partnern erneuerbare Energie im großen Stil in der eigenen Gemeinde zu erzeugen. Die Erfahrungen und derzeitigen Ergebnisse zeigen, wie und in welchem Ausmaß dies möglich ist und dass der Ausstieg aus Atomkraft nicht zwingend heißt, große Trassen quer durch Deutschland zu legen, sondern dass sogar eine bis zu 100% eigenständige Versorgung erreicht werden kann.

Energie in Bürgerhand!

Im zweiten Teil des Abends wird uns Herr Dietmar Freiherr von Blittersdorf über die Möglichkeiten für Bürger informieren, die regionale Energieerzeugung selbst mit in die Hand zu nehmen, zu unterstützen und zu befördern, um unabhängiger von den großen Energieunternehmen zu werden. Das Thema „Energie in Bürgerhand – Genossenschaft für Energieerzeugung“ und perspektivisch auch die Energievermarktung zeigt, dass wir konkret mehr tun können, als wir bisher gedacht haben.

Die derzeit in Gründung befindliche Energiegenossenschaft (MaxWäll-Energie e.G. in Gründungsvorbereitung) in unserer Region wird ebenfalls an diesem Abend vorgestellt.

„Außerdem sind wir natürlich schon jetzt als Konsumenten an einer entscheidenden Stelle, das Zünglein an der Waage zu sein: Mit unserer Entscheidung über wen wir unseren Strom beziehen und in wie weit wir uns mit dem Thema Energiesparen befassen“, so Peter Müller von der Gründungsinitiative MaxWäll-Energie.

Wann?       Dienstag, 17. April 2012  um 20:00 Uhr
Wo?           WiedScala, Neitersen

Karten:     6,00 € – online über www.ztix.de/infos/s2172.html
oder Telefon: 0 26 81 / 80 35 98

Dietmar Freiherr von Blittersdorf ist mit dem Projektmanagement und der Pädagogischen Leitung bei der Ev. Kirche der Pfalz betraut und zuständig für den Studiengang „Projektentwickler für Energiegenossenschaften“.

Plakat download

Eine Kooperations-Veranstaltung von:
Haus Felsenkeller  – LAG, anderes Lernen – WIBeN e.V.

 

Informationen des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

Was sind die Ziele des Solarenergie Fördervereins  Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.:

• Unser Ziel ist die Umstellung der Energieversorgung auf 100%
Erneuerbare Energien unter Schonung der natürlichen Umwelt und
des sozialen Gefüges.
• Umfassender Ansatz: Wir befassen uns mit dem Zusammenwirken
der verschiedenen Energietechniken und mit der Wirksamkeit der
unterschiedlichen Markteinführungsverfahren.
• Lösungsvorschläge erarbeiten wir ohne Rücksicht auf Partikular–
interessen. Kompromisse überlassen wir den Politikern.
• Energiesteuer: Wir verfolgen auch ein Konzept zur Schaffung von
Arbeitsplätzen durch Verlagerung der Steuerlast von der menschlichen
Arbeitskraft auf die Energie.
• Unsere Basis: Etwa 2800 Mitglieder tragen den Verein und sichern
seine finanzielle Unabhängigkeit.

Der Solarbrief 1. Ausgabe 2012 hier zum Download:

Der Solarbrief 1/ 2012

Informationen zum bisherigen Fortgang

INFORMATIONSSCHREIBEN an alle Aktiven und Fördernden der Initiative

Aus Westerwälder Zukunfts-Energie Genossenschaft wurde
„MaxWäll-Energie Genossenschaft“

Als erstes vielen Dank! Dank Ihrem Engagement und/oder Ihrer finanziellen Unterstützung wurde die Idee einer Westerwälder Energiegenossenschaft erst wirklich konkret.
Auf dem letzten Treffen in Altenkirchen haben wir in gemeinsamem Einvernehmen das Gründungsteam gebildet.

Friedrich Hagemann, Birken Honigsessen; Jörg Lerner, Elben; Ralf Kneisle, Hilgert; Gerd Stein, Eichelhardt; Jürgen Salowsky, Schöneberg, und Peter Müller, Altenkirchen,
haben die Aufgabe übernommen, die Vorbereitung der Gründungsversammlung zu organisieren und die Projektakquise voranzutreiben.

Schon die bisherigen (nur wenigen) Publikationen in der lokalen Presse haben ein sehr ermutigendes Echo gezeigt: Es gab viele, die ihr Interesse zeigten, und es gab eindeutige Erklärungen, Genossenschaftsanteile zeichnen zu wollen.

Am 22. Februar haben wir uns in einem Schreiben allen Verbandsbürgermeister/innen im Kreis Altenkirchen vorgestellt und den Nutzen von Maxwäll-Energie für die einzelnen Kommunen und deren Bürger/innen aufgezeigt. Mit einigen werden nun nach und nach Gesprächstermine vereinbart. Auch die im Brief enthaltene Bitte, diese Informationen an die Ortsbürgermeister/innen weiter zu leiten, zeigte erste Erfolge.

In Zusammenarbeit mit dem beauftragten Grafikbüro Bauwerk-Kommunikationsdesign, Carsten Liersch, haben wir nochmal neu über den Namen nachgedacht und schließlich  „MaxWäll-Energie Genossenschaft“ festgelegt, eine Ableitung von „maximale Westerwälder Energie“!
Damit wurde auch der neue Internetauftritt unter www.maxwaell-energie.de erstellt. Die Seiten sind noch im Aufbau; wir sind bemüht, alle interessanten Informationen rund um das Thema hier zu publizieren. Unter den Menüpunkten „Genossenschaft“ und „wir über uns“ finden Sie alle erarbeiteten Ausführungen zur Satzung, dem Konzept und der Strategie. Sie und alle, denen Sie diese Informationen empfehlen, sind eingeladen, über die sehr einfache Kommentarfunktion Ihre persönlichen Anmerkungen zu veröffentlichen;  wir bitten Sie und freuen uns darüber, wenn Sie Kritik, Empfehlungen, Hinweise, Lob und/oder einfach Ihre Meinung kund tun.
Noch in dieser Woche, so hoffen wir, werden wir uns für eine bildhafte Darstellung des Namens (Logo) entscheiden, die dann umgehend auf der Internetseite veröffentlicht wird.

Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, noch im ersten Halbjahr 2012 die Gründungsversammlung der Genossenschaft zu realisieren. Ab dann dürfen wir den Zusatz „eG i.G.“, also „Genossenschaft in Gründung“ führen.


Meine Bitte an Sie: Unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer aktiven Hilfe
– im Moment besonders bei der Suche nach Flächen für Photovoltaik- und Windenergie-Anlagen:

  • Haben oder kennen Sie Dachflächen mit (am besten) mehr als 400 m² ?
  • Kennen Sie Flurflächen in Höhenlagen, auf denen Windenergieanlagen gebaut werden können oder vielleicht schon beabsichtigt ist?
  • Haben Sie von Planungen für solche Anlagen gehört oder gelesen?

Geben Sie uns Ihre Hinweise bzw. konkreten Vorschläge. Wir sondieren, was genau möglich ist.
Verbunden mit dem Dank für Ihre bisherige Unterstützung und wertschätzenden Zuspruch freue ich mich, von Ihnen zu lesen/hören und verbleibe

mit energetischen Wäller Grüßen

i.V. Peter Müller
Gründungsteam MaxWäll-Energie Genossenschaft

PS: Empfehlen Sie die Internetseite weiter! Reden Sie über die Idee! Schon alleine das hilft, MaxWäll-Energie Genossenschaft – Die Region Westerwald stärken zum Nutzen der BewohnerInnen und BesucherInnen.