Einladung zum Bürgerdialog am 11.03.2024 in Niederwambach

Ein neues Projekt bahnt sich an: Die Gemeinde Niederwambach hat vor einiger Zeit beschlossen, auf einer Fläche von 2,5 Hektar einen Solarpark errichten zu lassen. In Gesprächen mit verschiedenen Investoren konnten wir uns mit unserem genossenschaftlichen Ansatz durchsetzen und freuen uns sehr, dass die Gemeinde unsere Genossenschaft als Partner ausgewählt hat.

Wenn alles glatt geht und keine unvorhergesehenen Hindernisse auftauchen, werden wir den Solarpark voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb nehmen können. Für uns als Genossenschaft wäre es sowohl unser erster Solarpark im Kreis Neuwied als auch das Projekt, das mit Abstand am nächsten an unserem Sitz im Haus Felsenkeller in Altenkirchen gelegen ist.

Die genaue Lage kann anhand der Karte nachvollzogen werden:

Bevor wir allerdings ins formelle Planverfahren einsteigen, möchten wir am 11. März 2024 gemeinsam mit der Gemeinde eine Informationsveranstaltung durchführen, um das Projekt vorzustellen. Konkret sehen unsere Planungen aktuell eine Anlage mit 2 Megawatt vor, die jährlich rund 2 Millionen kWh Strom erzeugt. Dadurch würden im Vergleich zur Braunkohleverstromung rund 2200 Tonnen CO2 eingespart und der Stromverbrauch von über 1500 Menschen gedeckt. Im Planverfahren können sich hier aber noch Änderungen ergeben.

Alle interessierten Anwohner*innen und Bürger*innen laden wir zum «Bürgerdialog Solarpark Rotbitz» ein – am Montag, 11. März 2024 um 18.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Steimeler Str. 23, 57614 Niederwambach.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte und auf einen spannenden Austausch.

Rückblick auf unser Stromjahr 2023

Nein, unsere Stromerzeugung in 2023 sehen wir nicht ganz so euphorisch wie der englische Dichter William Blake (1757 – 1827), der einmal schrieb: «Energie ist ewige Freude». Aber, ja, unsere Solarparks haben uns im letzten Jahr wieder viel Freude bereitet – auch wenn der Ertrag nicht ganz so hoch war wie im Rekordjahr 2022. Dennoch konnten wir die Sollwerte, mit denen wir ursprünglich kalkuliert hatten, erreichen oder sogar übertreffen.

Unsere Solarparks stehen in Wissen (2,5 MWp), Grünebach (0,75 MWp), Wölferlingen (0,9 MWp), Boden (2,5 MWp) und Rennerod (0,8 MWp).

Sie haben eine Flächengröße von insgesamt 11 Hektar – das entspricht 15 Fussballfeldern. In 2023 erbrachten sie im Mittel 978 Volllaststunden – das heißt, pro installiertes kW in unseren Solarparks wurden durchschnittlich 978 kWh erzeugt. Spitzenreiter war mal wieder unser Park in Wölferlingen mit 998, Schlusslicht unser ältester Park, der Solarpark Rennerod mit 926 Volllaststunden.

Insgesamt haben wir im letzten Jahr rund 7,1 Millionen Kilowattstunden (oder 7,1 Gigawattstunden) Strom produziert: in Wissen 2.250.222 kWh, in Rennerod 750.327 kWh, in Wölferlingen 895.268 kWh, in Boden 2.441.358 kWh und in Grünebach 732.012 kWh.

Der ertragreichste Monat war der Juni, aber auch im September sind die Werte nochmal hochgegangen.

Die von uns erzeugte Strommenge würde ausreichen, um…

  • 5655 Menschen mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch oder
  • 2773 Elektrofahrzeuge mit einer Fahrleistung von 15.000 km

…ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Auch unsere Mitgliederentwicklung macht uns weiterhin Freude. Im letzten Jahr konnten wir unser 600. Mitglied begrüßen.

Die durchschnittliche Einlage pro Mitglied lag in 2023 bei knapp 4000,- €.

Und wie sieht der Ausblick für 2024 aus? Wir haben einige Projekte in der Pipeline, in den meisten Fällen wird es aber noch zwei bis drei Jahre dauern, bis wir Baureife erreichen. Wir gehen aber fest davon aus, dass noch in diesem Jahr ein sechster Solarpark entstehen wird. Bleiben Sie gespannt!

Nie wieder ist jetzt! Aufruf zur Teilnahme an Kundgebung am 4. Februar 2024

Die sechs demokratischen Fraktionen des Kreistages Altenkirchen sind die Initiatoren für eine Kundgebung am Sonntag, 04.02.2024, 14 Uhr auf dem Schlossplatz in Altenkirchen.

Maxwäll unterstützt den Aufruf zur Kundgebung.

Liebe Mitmenschen,
Pandemie, Krieg in Europa und auf der Welt, Klimawandel, Katastrophen, Neue Weltordnung, Inflation, Transformation der Wirtschaft und und und.
Gesellschaft und Politik stehen vor gewaltigen, nie dagewesenen Herausforderungen. Parallel dazu erhalten auf der Welt, in Europa und in Deutschland verfassungsfeindliche, menschenfeindliche, rechtsextreme und populistische Kräfte Zuspruch und Aufschwung. Die in weiten Teilen als gesichert rechtsextrem geltende „AfD“ erschwert zunehmend die Bildung demokratisch geprägter Regierungen in den Bundesländern.
Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gerät in Gefahr.
Das muss verhindert werden. Wir setzen uns für unsere Demokratie, den Rechtsstaat und eine solidarische Gesellschaft ein. Mit der Kundgebung in der Kreisstadt Altenkirchen setzen wir ein Zeichen gegen verdeckt und offen auftretende Nazis.
Nie wieder dürfen menschenverachtende und rechtsextreme Parteien und Strömungen in Deutschland die Chance zur Regierungsbeteiligung erhalten. NIE WIEDER IST JETZT!

Die Vorsitzenden der im Kreistag Altenkirchen vertretenen demokratischen Fraktionen erklären einmütig:
«In den Kommunen, im Land und im Bund streiten wir um die richtigen Ziele und Lösungen. Aber wenn es um die Ablehnung von Nazis und Rechtsextremen geht, müssen sich alle Demokraten einig sein.
Deshalb dieser Aufruf zur klaren Positionierung für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.»

Regionalförderung 2023: «Energiegenossenschaft sorgt für Freude» (sagt die Rhein-Zeitung)

Auch in 2023 hat die Generalversammlung von Maxwäll beschlossen, finanzielle Mittel für die Förderung von regionalen Vereinen und Projekten bereitzustellen. Es wurden insgesamt 10.000 € bewilligt. Der Aufsichtsrat hat die eingegangenen Unterstützungs-Anfragen von regionalen Vereinen geprüft und die Förderungen beschlossen. Bei einer symbolischen Scheckübergabe mit Sektumtrunk wurden am 12. Dezember ’23 im Haus Felsenkeller die Vereine und Projekte vorgestellt. Hier die Details:

Die Erich-Kästner-Grundschule in Altenkirchen will eine integrationsfördernde Projektwoche „Trommelzauber“ mit Konzert und Tanz organisieren. Maxwäll unterstützt das Projekt mit 900 €, was 20 % der Kosten bzw. 2,50 € pro Schüler*in entspricht.

Die Gesamtschule in Windeck will an ihrem Standort Herchen eine «Gartenakademie» mit einem Hochbeet, weiteren Beeten und einem Lehrpfad einrichten. Die angebauten Feldfrüchte sollen in der Mensa oder in dem Kiosk, dessen Errichtung geplant ist, verwertet werden. Maxwäll stellt dafür Fördermittel in Höhe von 1.500 € zur Verfügung.

Die Ortsgemeinde Astert will zusammen mit anderen Gemeinden der VG Hachenburg Dauerblühflächen am Ufer der Nister und auch auf weiteren Grundstücken einrichten. Die Pflege der Blühwiesen wird durch längerfristige Verträge gesichert. Maxwäll unterstützt die Initiative mit 1.500 €, die für Saatgut für etwa einen Hektar Fläche ausreichen.

Der Sportverein SG Niederhausen-Birkenbeul will für das Vereinsheim eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher errichten. Maxwäll fördert die Suche des Vereins nach Möglichkeiten der Energieeinsparung und den Wunsch nach Eigenstromerzeugung und -verbrauch mit 1.000 €.

Der Kleingartenverein Queerbeet möchte in seiner Anlage ein Insektenhotel aufstellen und dabei die Kinder des angrenzenden evangelischen Kindergartens einbeziehen. Für dieses Vorhaben, das Ökologie und Pädagogik auf vorbildliche Art und Weise verknüpft, stellt Maxwäll 900 € zur Verfügung.

Der Käufer des Cinexx in Hachenburg will das zugehörige, defizitäre Programmkino «Wied-Scala» in Neitersen nicht übernehmen. Der langjährige Angestellte Daniel Tomasiello möchte das Kino weiterführen. Im Interesse des Erhalts dieser für die Region herausragenden Kultureinrichtung, in der in der Vergangenheit auch die meisten Maxwäll-Generalversammlungen stattfanden, werden 500 € für neue Technik bereitgestellt.

Der Förderverein CREARTE e.V. hat ein großes Konzert im Wissener Kulturwerk mit lateinamerikanischer Musik durchgeführt. Etwa erzielte Überschüsse werden von dem Verein als eine Art Sozialprojekt für Musikschulen in Chile verwendet, um Kinder aus den Wohnvierteln der Armen musikalisch zu beschulen. Maxwäll bewertet die Organisation eines von der Musikauswahl her völkerverbindenden Konzerts als eine förderungswürdige Veranstaltung und stellt einen Mietkosten-Zuschuss in Höhe von 400 € zur Verfügung.

Der Evangelische Verein Innere Mission (EVIM) will im Raum Westerburg-Rennerod eine Hospizbewegung gründen. Um den erheblichen Schulungsbedarf der Ehrenamtler abzudecken, soll eine Präsenzbibliothek aufgebaut werden. Maxwäll fördert die Anschubfinanzierung mit 1.000 €.

Der Förderverein für den Regionalladen Unikum in Altenkirchen will zwei Kühltruhen für regional erzeugte Produkte anschaffen, um das Angebotsspektrum zu erweitern. Dieses Projekt ist dazu geeignet, ökologische und regionale Wertschöpfungsketten im Lebensmittelsektor zu stärken. Maxwäll trägt die Kosten für die Truhen in Höhe von 1.200 €.

Zu guter letzt unterstützte Maxwäll auch die Durchführung einer Klimademo von Fridays for Future in Altenkirchen durch die Übernahme von Kosten in Höhe von 200 €.

Ach ja: Hier geht’s zum Freude-Artikel der Rhein-Zeitung vom 14.12.2023.

 

Wir begrüßen das 600. Mitglied!

Im Oktober 2023 konnten wir das 600. Mitglied in unserer Genossenschaft begrüßen. Carsten Steindorf hat uns freundlicherweise ein Kurz-Interview gegeben:

Herr Steindorf, wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Sagen Sie uns bitte: 🙂 Woher wussten Sie, wann Sie Ihre Mitgliedschaft einreichen müssen, um der 600. Genosse zu werden?🙂 

Ich hatte keine Ahnung an welcher Stelle mein Mitgliedschaftsantrag eingegangen ist, bis Herr Pattberg mich telefonisch kontaktiert hat und mir die Nachricht überbracht hatte. Ich nenne es “reinen Zufall” 😉

Wann haben Sie zum ersten Mal von Maxwäll gehört und bei welcher Gelegenheit? Was hat Sie bewogen, Mitglied zu werden?

Ich habe einen Vortrag von Herrn Stein (Maxwäll-Vorstand) bezüglich Maxwäll gehört und war direkt an diesem Thema interessiert. Danach habe ich Google nach der Genossenschaft befragt und bin auch auf die informative Homepage gestoßen. Nach weiterer online-Informationsbeschaffung habe ich dann Herrn Stein eine Mail mit meinem Mitgliedschaftsersuchen geschickt. Nach einem dann erfolgten Telefonat habe ich dann den Antrag ausgefüllt und abgeschickt.

Wie würden Sie diesen Satz beenden? “Es wäre schön, wenn Maxwäll innerhalb der nächsten drei Jahre…..”

Es wäre schön, wenn Maxwäll innerhalb der nächsten drei Jahre stärker auf dem regionalen Strommarkt aktiv werden kann und und weiteren Gemeinden / Städten die Idee einer regionalen Stromerzeugung und Vermarktung näher bringen kann.

Vielen Dank, Herr Steindorf.

 

Die Illustration zum Beitrag wurde mithilfe der AI Illusion Diffusion generiert.

Bald doppelt so viel Erneuerbare Energie im Kreis AK durch Windpark im Wildenburger Land

Endlich wurde die Genehmigung erteilt: In Friesenhagen dürfen nun sieben Windkraftanlagen entstehen. Dadurch wird sich die Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien (d.h. incl. Solar, Wasserkraft, Biomasse etc.!) im Kreis Altenkirchen im Vergleich zum Stand Ende 2021 mehr als verdoppeln. Mitte 2019 hatten wir gemeinsam mit unseren Partnern von der Wäller Energie eG und der AEKS zu einer Mahnwache für mehr Klimaschutz durch Windkraft in Friesenhagen aufgerufen – als Gegenveranstaltung zu einer Demonstration von Windkraftgegnern gegen das Projekt im Wildenburger Land.

Maßgeblich für die neuerliche Entscheidung der Altenkirchener Kreisverwaltung pro Windkraft ist die EEG Novelle 2023. Das bietet Anlass zur Hoffnung, dass künftig auch im Norden von Rheinland-Pfalz Windräder ohne Umweg über die Verwaltungsgerichtbarkeit genehmigt und errichtet werden können.

Weitere Informationen in der Rhein-Zeitung vom 26. August 2023.

 

Am 15.09.2023: Globaler Klimastreik – auch in Altenkirchen

Fridays for Future ruft am 15.09.23 wieder zu einem globalen Klimastreik auf. Auch in Altenkirchen wird demonstriert. «Fridays for Future Altenkirchen» und «Parents for Future Altenkirchen» laden für 17:00 Uhr auf dem Schlossplatz zu einer Klima-Demo ein.

«Fordert mit uns eine Politik, die Klimaziele einhält und die soziale Verantwortung mitberücksichtigt. Wir könnten die schlimmsten Auswirkungen noch verhindern, doch anstatt notwendige Maßnahmen zu ergreifen, gehen Politik und Wirtschaft in den Verdrängungsmodus und betreiben skrupelloses Greenwashing. Ehrliches, schnelles Handeln ist dringend notwendig.

Wir wissen, dass wir auch im Westerwald viele Mitstreiter*innen haben und wollen allen die Möglichkeit geben, das auch zu zeigen. Der Zuspruch von Organisationen wie NABU, BUND, WWF und bei uns im Kreis vom «Westerwälder Initiativen- und Betriebe-Netz WIBeN» und der Evangelischen Kirche bestärkt uns darin, auf die Straße zu gehen.

Die jetzt schon verheerenden Auswirkungen des Klimawandels werden Jahr für Jahr sichtbarer. Uns bleiben noch zehn Jahre, um die Klimaziele umzusetzen, in dieser Zeit muss dringend mehr passieren als jetzt.»

Für Stimmung auf dem Schlossplatz sorgen Luc Ibrom und die Gruppe Yuma.  

Informationen:

Maxwäll unterwegs: beim Tag der offenen Tür im Felsenkeller

Beim diesjährigen Tag der offenen Tür im Haus Felsenkeller (13.08.2023) war Maxwäll mit einem Infostand vertreten. Trockenes Wetter (!!!) ermöglichte interessante Gespräche und Diskussionen. Auffallend war, dass die allermeisten Besucher des Infostandes Maxwäll schon kannten oder Mitglied sind. Vielen Dank an den Felsenkeller für die Gestaltung eines schönen Tages.